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Enregistrement W1987649652 · doi:10.1353/smr.2012.0005

Fiktive Fakten?: Demographische Konzepte in Zukunftsentwürfen von Björn Kern und Jörg Lühdorff

2012· article· de· W1987649652 sur OpenAlexvenueno aff
Miriam Seidler

Notice bibliographique

RevueSeminar A Journal of Germanic Studies · 2012
Typearticle
Languede
DomaineHealth Professions
ThématiqueSocial and Demographic Issues in Germany
Établissements canadiensnon disponible
Organismes subventionnairesnon disponible
Mots-clésPolitical scienceHumanitiesArt

Résumé

récupéré en direct d'OpenAlex

Fiktive Fakten? Demographische Konzepte in Zukunftsentwürfen von Björn Kern und Jörg Lühdorff Miriam Seidler (bio) Wie unsere Welt in der Zukunft aussehen wird, hat die Menschen immer wieder beschäftigt. In Literatur und Film wurden Gedankenspiele angestellt, Utopien und Anti-Utopien entwickelt, die versuchen, aktuelle Tendenzen und Probleme fortzudenken. In der Gegenwart ist es vor allem ein Schlagwort, das im Kontext zukünftige Entwicklungen genannt wird: der demographische Wandel. Der an sich neutrale Begriff wird im öffentlichen Diskurs mit Problemen in Verbindung gebracht, die aus der Gleichzeitigkeit von steigender Lebenserwartung und sinkenden Geburtenraten hergeleitet werden. Es sind nicht mehr die in der Mitte des 20. Jahrhunderts als Bedrohung entworfenen Szenarien der Überbevölkerung, wie sie z.B. in dem amerikanischen Film Soylent Green aus dem Jahr 1973 thematisiert wurden, die die Phantasien im 21. Jahrhundert bewegen. Das neue Schreckbild der schrumpfenden und alternden Gesellschaft lautet Vergreisung. Die wissenschaftliche Fundierung für Zukunftsentwürfe liefert in der Regel nicht die Zukunftsforschung, sondern die Demographie. Das Material für Zukunftsentwürfe stellt für die Bundesrepublik Deutschland u.a. das Statistische Bundesamt mit der Bevölkerungsvorausberechnung zur Verfügung. In regelmäßigen Abständen werden die Daten – rückläufige Geburtenzahlen, ansteigender Altenquotient, Zunahme pflegebedürftiger und dementer alter Menschen – in der Presse verhandelt und in populärwissenschaftlichen Schriften wie Das Methusalem-Komplott von Frank Schirrmacher und Kampf der Generationen von Reimer Gronemeyer zur Voraussage gesellschaftlicher Krisenszenarien herangezogen. Vor allem die Aufrechterhaltung des Sozialversicherungssystems und eine mögliche Auflösung des Generationenvertrags dominieren die öffentliche Diskussion. Aufgrund der rasanten Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung und des zunehmenden Interesses der Öffentlichkeit entwickelt sich die Demographieforschung nach einem jahrzehntelangen Schattendasein wieder zu einer der Leitwissenschaften in der Bundesrepublik (Barlösius 14). Das Datenmaterial selbst, die aktuellen Schaubilder sind es aber nicht, die das Interesse der Bevölkerung, der Publizisten und Kunstschaffenden erregen. Bedeutung erhalten die Daten durch die Narrationen, die mit ihnen verbunden [End Page 51] sind. Die Soziologin Eva Barlösius analysiert in ihrem Beitrag Zur Demographisierung des Gesellschaftlichen die wissenschaftliche Nutzung von Daten und Statistiken der Bevölkerungsentwicklung. Sie verweist darauf, dass bereits die Art und Weise, wie die Daten dargestellt werden, ein narratives Moment enthält. Zur Beschreibung des wissenschaftsgenerierten Materials und des ihm innewohnenden interpretatorischen Moments verwendet sie den Begriff der “demographischen Repräsentation.” Diese beschreibt sie als “Arten und Weisen, die Bevölkerungsentwicklung und –zusammensetzung darzustellen” (14). In ihrer Analyse beschränkt sie sich auf “wissenschaftsgenerierte Repräsentationen, also solche, die mit wissenschaftlicher Expertise erzeugt wurden, aber nicht notwendig im wissenschaftlichen Feld im engeren Sinn. Entscheidend ist vielmehr, dass ihnen wissenschaftliche Geltung zuerkannt wird” (14–15). Im Anschluss an diese Überlegungen untersucht Barlösius am Beispiel demographischer Schaubilder die Bedeutungsproduktion, die mit den verschiedenen demographischen Darstellungsmöglichkeiten einhergeht. Auch in kulturellen Artefakten, wie in Literatur und Film, wird das demographische Datenmaterial interpretiert. Allerdings lässt sich hier eher eine Anregung durch Prognosen festhalten, ohne dass jedoch von einer wissenschaftlichen Geltung gesprochen werden kann, wie diese den demo-graphischen Schaubildern zukommt. Die Fiktion verarbeitet die Daten in einem doppelten Sinn. Das Datenmaterial kann einerseits als Auslöser für die Entwicklung von Zukunftsentwürfen angesehen werden. Andererseits verbürgen die wissenschaftlichen Fakten die Glaubwürdigkeit der fiktiven Zukunftsmodelle, da sie eine kausale Herleitung der fiktionalen Welt aus der Gegenwart suggerieren. Die erzählte Welt bleibt somit nicht dem Bereich der Phantastik verhaftet, sondern erhebt den Anspruch einer realistischen Darstellung. Die Artefakte stellen folglich eine Interpretation der Daten dar, die über die Bedeutung der Schaubilder insofern hinausgeht, als nicht nur bestimmte Aspekte wie z.B. die Auflösung des Generationenvertrags, die Überalterung der Gesellschaft oder die Verödung von bevölkerungsarmen Landstrichen berücksichtigt werden. Künstlerische Darstellungen nutzen die Daten als Anregung für den Entwurf eines Zukunftskonzeptes, das die gesamte erzählte Welt und damit alle Elemente der Lebensrealität umfasst. Um diese Differenz zum Ausdruck zu bringen, spreche ich hier nicht von demographischen Repräsentationen, sondern verwende stattdessen den Begriff des demographischen Konzepts. Unter demographischen Konzepten verstehe ich die Vorstellung einer zukünftigen Gesellschaft, die sich aus Artefakten abstrahieren lässt und auf der Basis demographischer Daten entwickelt wurde. Mich interessiert im Folgenden, wie...

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Comment cette classification a été obtenuedéplier

Prédiction machine sur la base complète

Imitation des enseignants

Ni prévalence calibrée, ni vérité terrain. Validation humaine à venir. Le volet Gemma est une étiquette directe du modèle pour chaque travail de la base, lue sur la notice réduite au titre. Le volet Codex est un classifieur appris des 10 348 étiquettes directes de Codex et calibré sur les taux pondérés de l'échantillon; les champs sans appui suffisant ne portent aucun appel Codex. Le mode candidate est l'union des deux volets; le consensus est leur intersection. Ces sorties portent le statut machine_predicted_unvalidated et ne sont pas des étiquettes humaines.

score de la tête « metaresearch » (Codex)0,005
score de la tête « metaresearch » (Gemma)0,007
Version: metacan-v3-hybrid-931329e0061cStatut de validation: machine_predicted_unvalidated
Catégories candidatesaucune
Catégories consensuellesaucune
DomaineSignal candidat: aucune · Signal consensuel: aucune
Devis d'étudeSignal candidat: Sans objet · Signal consensuel: aucune
GenreSignal candidat: Empirique · Signal consensuel: aucune
Score de désaccord entre enseignants0,079
Score d'incertitude au seuil0,157

Scores du classifieur distillé par catégorie (deux têtes)

CatégorieCodexGemma
Métarecherche0,0050,007
Méta-épidémiologie (sens strict)0,0010,000
Méta-épidémiologie (sens large)0,0010,000
Bibliométrie0,0030,004
Études des sciences et des technologies0,0080,020
Communication savante0,0120,011
Science ouverte0,0010,004
Intégrité de la recherche0,0030,004
Charge utile insuffisante (le modèle a refusé de juger)0,0140,002

Scores machine (provisoires)

Les deux têtes enseignantes du modèle étudiant, lues sur ce travail. Un score ordonne la base pour la relecture; il n'affirme jamais une catégorie, et le statut de validation accompagne chaque rangée tel quel.

Scores de référence d'un modèle non mature (critères de maturité non atteints, 7 itérations). Un score ordonne; il n'affirme jamais une catégorie.

Tête enseignante Opus0,078
Tête enseignante GPT0,441
Écart entre enseignants0,363 · la distance entre les deux têtes enseignantes sur ce seul travail
Statut de validationscore_only:v0-immature-baseline · tel quel depuis la passe de notation : score_only signifie que le nombre peut ordonner les travaux, et qu'aucune étiquette de catégorie n'en découle

Classification

machine, non validée

Prédiction automatique; un appel candidat d’une seule source (Gemma direct ou Codex distillé), pas un consensus.

Les modèles n’ont appliqué aucune catégorie : rien dans la taxonomie ne correspondait à ce travail.
Devis d'étudeSans objet
Domainenon disponible
GenreEmpirique

Le détail, modèle par modèle et score par score, se trouve en fin de page sous « Comment cette classification a été obtenue ».

En bref

Citations0
Publié2012
Routes d'admission1
Résumé présentoui

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