Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zum Beginn der Neuzeit. Bd. III/1. Orientierung durch volkssprachige Schriftlichkeit (1280/90â1380/90) (review)
Notice bibliographique
Résumé
Reviewed by: Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zum Beginn der Neuzeit. Bd. III/1. Orientierung durch volkssprachige Schriftlichkeit (1280/90-1380/90) Albrecht Classen Johannes Janota . Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zum Beginn der Neuzeit. Bd. III/1. Orientierung durch volkssprachige Schriftlichkeit (1280/90-1380/90). Tübingen: Niemeyer, 2004. 541 S. € 48.00. ISBN 3-484 10705-7. Mit Janotas Literaturgeschichte hat die von Joachim Heinzle herausgegebene Reihe "Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zum Beginn der Neuzeit" einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Mit Janota wurde ein hochgeachteter Fachmann als Autor angeworben, der in souveräner Weise die Fülle des Materials sachgemäß zu gliedern und kritisch zu durchleuchten vermag und damit eine literarhistorische Epoche ins Augenmerk rückt, die bisher z.T. ein Schattendasein erlebt hatte. Allerdings hatte Janota selbst erst vor wenigen Jahren den entsprechenden Band von Helmut de Boors Literaturgeschichte, Die deutsche Literatur im späten Mittelalter, Erster Teil: 1250–1350 (1997), neu bearbeitet (orig. 1962), womit in gewisser Weise ein Parallelprojekt entstanden ist. Vergleicht man jedoch beide Bücher, stellt man erhebliche Unterschiede fest und muss man Janota dafür loben, sich der Mühe unterzogen zu haben, in einem ziemlich neuen Ansatz diese Literaturepoche beschrieben zu haben. Seine Methode besteht insbesondere darin, die breite Textproduktion nicht allein unter dem Blickwinkel des Literarischen zu betrachten, sondern als Ausdruck der öffentlichen Interessenbildung und als Medium der individuellen Orientierung. So unterscheidet Janota global zwischen Formen der Versliteratur und Formen der Prosa, wobei er ohne weiteres auch die Prosa der Geschichtsschreibung, der Sachliteratur, der Predigtliteratur und Bibelübersetzungen u.a. einschließt. Literatur entsteht nicht in einem luftleeren Raum, ist stets sozialhistorisch eingebunden, was Janota zu Beginn beispielhaft an dem Modell der fürstlichen Residenzstadt Wien vor Augen führt. Anschließend stellt er die deutsche Mystik vor, vertreten durch Meister Eckhart, Johannes Tauler, Heinrich Seuse, die südwestdeutschen Schwesternbücher, die Straßburger Gottesfreunde und die fran-ziskanisch orientierte Mystik. Darauf folgt der Abschnitt Lyrik, dann die Großepik, die Kleinepik, Formen der Rede und Formen des Spiels. Den Abschluss bildet das wichtige Kapitel zu Prosaliteratur. Besondere Aufmerksamkeit verdient Janotas einleitender historischer Überblick, in dem er vor allem das Krisenbewusstsein und die Orientierungslosigkeit in der von ihm behandelten Epoche darstellt. Mit Verwunderung konstatiert man jedoch die weitgehende Fokussierung auf die Herrschafts- und Geistesgeschichte, während die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, von Mentalitäts- und Alltagsgeschichte ganz zu schweigen, stiefmütterlich behandelt werden. Angesichts der vielen neuen Studien, die die Literaturgeschichte viel enger mit den letzteren zwei Bereichen in Verbindung bringen, wirkt es etwas enttäuschend, wie traditionell Janota letztlich vorgegangen ist, ohne entscheidend über die Arbeit von de Boor hinausgelangt zu sein (siehe seine Einleitung, 1–24). Allerdings handelt es sich um eine kaum noch zu überblickende Literaturmasse, die angemessen berücksichtigt werden muss, [End Page 71] was dem Autor ingesamt gut gelingt, wenngleich im Detail immer wieder einzelne Texte zu kurz kommen. Der Autor strebt überall danach, zusammenzufassen, Gemeinsamkeiten in der thematischen Behandlung aufzudecken und globale Strukturelemente wahrzunehmen. Dies dürfte erklären, warum die Diskussion oftmals recht oberflächlich wirkt, sei es bezogen auf die Mæren-Literatur, sei es bezogen auf die Fabel-Literatur. Selbst der wichtige Bereich des geistlichen und weltlichen Spieles, auf dem sich ja Janota vielfach ausgezeichnet hat, lässt uns unbefriedigt, denn die meisten Texte werden nur flüchtig vorgestellt, ohne dass es zu einer kritischen Durchleuchtung käme. Dies wird man jedoch dem Autor nur z.T. selbst zu Last legen können, denn trotz der chronologischen Einschränkung auf die Zeit von 1280/90 bis 1380/90 vermag heute kein Forscher mehr innerhalb eines einzelnen Bandes die Masse der überlieferten Texte adäquat zu erfassen und zu-gleich den gegenwärtigen Forschungsstand zu reflektieren. Insoweit als Janota den traditionellen Literaturbegriff erheblich ausweitet, ergeben sich für ihn zusätzliche Schwierigkeiten, mit der Stofffülle zu Rande zu kommen. Dies macht sich besonders bei der Chronistik und der Artesliteratur bemerkbar, wo Janota sogar weiter ausholt, als er dies in den anderen Kapiteln tut. Hier stellt man auch fest, dass er um einiges über die Darstellung von de Boor...
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Comment cette classification a été obtenuedéplier
Prédiction distillée sur la base complète
Imitation des enseignantsNi prévalence calibrée, ni vérité terrain. Validation humaine à venir. Apprise à partir de 10 348 étiquettes directes de Codex et de 10 348 étiquettes directes de Gemma. Le mode candidate est l'union des têtes enseignantes seuillées; le consensus est leur intersection. Ces sorties portent le statut machine_predicted_unvalidated et ne sont ni des étiquettes humaines ni des étiquettes directes de modèles de pointe.
Scores Codex et Gemma par catégorie
| Catégorie | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Métarecherche | 0,003 | 0,001 |
| Méta-épidémiologie (sens strict) | 0,001 | 0,001 |
| Méta-épidémiologie (sens large) | 0,003 | 0,001 |
| Bibliométrie | 0,001 | 0,001 |
| Études des sciences et des technologies | 0,003 | 0,001 |
| Communication savante | 0,001 | 0,001 |
| Science ouverte | 0,001 | 0,001 |
| Intégrité de la recherche | 0,000 | 0,002 |
| Charge utile insuffisante (le modèle a refusé de juger) | 0,001 | 0,000 |
Scores machine (provisoires)
Les deux têtes enseignantes du modèle étudiant, lues sur ce travail. Un score ordonne la base pour la relecture; il n'affirme jamais une catégorie, et le statut de validation accompagne chaque rangée tel quel.
Scores de référence d'un modèle non mature (critères de maturité non atteints, 7 itérations). Un score ordonne; il n'affirme jamais une catégorie.
score_only:v0-immature-baseline · tel quel depuis la passe de notation : score_only signifie que le nombre peut ordonner les travaux, et qu'aucune étiquette de catégorie n'en découleClassification
machine, non validéePrédiction automatique; les deux têtes enseignantes s’accordent sur ce qui est montré ici.
Le détail, modèle par modèle et score par score, se trouve en fin de page sous « Comment cette classification a été obtenue ».