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Enregistrement W2317404049 · doi:10.1055/s-0032-1309248

Zytapherese bei Colitis ulcerosa - Die Studienlage entspricht noch nicht den positiven Erfahrungen

2012· article· de· W2317404049 sur OpenAlexaboutno aff
Wolfgang Ramlow

Notice bibliographique

RevueDialyse aktuell · 2012
Typearticle
Languede
DomaineBiochemistry, Genetics and Molecular Biology
ThématiqueInflammatory Bowel Disease
Établissements canadiensnon disponible
Organismes subventionnairesnon disponible
Mots-clésMedicinePhilosophyPsychology

Résumé

récupéré en direct d'OpenAlex

Quelle: Sands BE, Sandborn WJ, Feagan B et al. A randomized, double-blind, sham-controlled study of granulocyte/monocyte apheresis for active ulcerative colitis. Gastroenterology 2008; 135: 400–409 Thema: Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen spielen aktivierte Granulozyten und Monozyten eine besondere Rolle im lokalen Entzündungsprozess der Darmwand. Dies ist seit vielen Jahren die Grundlage für den Einsatz von Aphereseverfahren, die gezielt potenziell proinflammatorische Zellen aus dem peripheren Blut entfernen. Strategie ist es, durch Reduktion der Zellzahl im Blut die Transmigration dieser Zellen in die Darmwand einzudämmen bzw. einen ”back-shift“ von aktivierten Zellen aus der Darmwand hinein ins periphere Blut zu induzieren. Zusätzlich gibt es Hinweise darauf, dass während der extrakorporalen Passage freigesetzte Mediatoren in den Organismus gelangen und antiinflammatorische/immunmodulatorische Langzeiteffekte auslösen. Dieser Effekt kann durch wiederholte Zytapheresen verstärkt werden. Das Standard-Behandlungs-Schema besteht in 1–2 Apheresen pro Woche über einen Zeitraum von 5–11 Wochen. In Japan sind bereits mehr als 20 000 Patienten mit aktiver Colitis ulcerosa erfolgreich mittels Zytapherese behandelt worden. Die meisten Erfahrungen basieren auf 2 Verfahren, Adacolumn ® und Cellsorba ® , die auch in Europa für die Behandlung der Colitis ulcerosa CE-zertifiziert sind. Mit Granuwash ® und Immunopure ® haben in den letzten Jahren 2 weitere Verfahren die offizielle Zulassung (CE-Kennzeichnung) für Europa erhalten. Anders als im Arzneimittelsektor führt die Zulassung aber nicht automatisch zur Kostenerstattung. In Abhängigkeit vom Krankheitsstadium und der bisherigen medikamentösen Therapie liegen die Ansprechraten in japanischen Studien bei 50–85 % [ 1 ]. Die Erfolgsraten bei europäischen Studien liegen niedriger, aber immer noch bei beachtlichen 35–70% [ 2 ] [ 3 ] [ 4 ]. Das unterschiedliche Ansprechen lässt sich dadurch erklären, dass bei japanischen Patienten die Apherese in einer früheren Krankheitsphase zur Anwendung kommt. Das hat überwiegend 2 Gründe: Einerseits kommt insbesondere Azathioprin – ein Standardtherapeutikum in Deutschland – in Japan nur in ganz wenigen spezialisierten Zentren zum Einsatz. Andererseits haben die positiven klinischen Ansprechraten bei sehr guter Verträglichkeit der Zytapherese dazu geführt, dass japanische Gastroenterologen die Indikation für diese Behandlungsform immer häufiger stellen. Die Standards für Zulassungsstudien unterscheiden sich in Japan von den Regularien in Europa und Nordamerika. Die japanischen Zulassungsstudien [ 5 ] [ 6 ] fanden in Europa und Nordamerika insbesondere keine Anerkennung, weil kein Vergleich gegen Placebo erfolgte, keine Verblindung von Patienten und Untersuchern erfolgte (beim Vergleich Apherese gegen Medikation nicht möglich) und nicht die international üblichen klinischen Endpunkte gewählt worden waren. Die hier vorgestellte Zulassungsstudie wurde geplant, um auf höchstem Evidenzlevel die langjährigen positiven Erfahrungen mit der Zytapherese zu bestätigen und damit die Voraussetzung für die Kostenerstattung in Nordamerika und Europa zu schaffen. Projekt: Sands et al. führten eine prospektive, randomisierte, Scheinapherese-(Placebo-)kontrollierte, doppeltblinde, multizentrische Studie bei 168 Patienten mit aktiver Colitis ulcerosa an 36 Studienzentren in den USA und Canada durch. An einer kleineren Companion-Studie mit identischem Studiendesign waren 58 Patienten an 13 Studienzentren in Europa und Japan beteiligt. Wesentliche Einschlusskriterien waren ein Alter von 18–75 Jahren und das Vorliegen einer aktiven moderaten bis schweren Colitis ulcerosa (definiert als ein Mayo-Score von 6–11; der Mayo-Score berücksichtigt klinische und endoskopische Befunde [ 7 ]) trotz Einnahme eines oder mehrerer der folgenden Präparate: 5-ASA seit mindestens 4 Wochen (keine Dosisänderung in den letzten 2 Wochen vor Studieneintritt), höchstens 20 mg Prednison-Äquivalent/Tag (keine Dosisänderung in den letzten 2 Wochen vor Studieneintritt) oder Azathioprin/6-Mercaptopurin seit mehr als 12 Wochen (keine Dosisänderung in den letzten 4 Wochen vor Studieneintritt). Die Patienten konnten aber auch eingeschlossen werden, wenn aufgrund früherer Ineffektivität oder Intoleranz in definierten Zeiträumen vor Eintritt in die Studie (2–4 Wochen je nach Medikament) keine Medikamenteneinnahme erfolgt war. Unter Nutzung eines 2:1-Randomisierungs-Schlüssels wurden die Patienten entweder in die Apherese- oder die Scheinapheresegruppe eingeteilt. Es wurden 2 Y-Konnektoren, ein spezieller Verbindungsschlauch und 4 Schlauchklemmen benutzt, um das zirkulierende Blut entweder durch den Adsorber oder am Adsorber vorbei zu leiten. Der übrige Verfahrensaufbau war identisch. Beide Gruppen erhielten nach einem speziellen Behandlungsplan 10 Apheresen innerhalb von 9 Wochen. Die Verblindung der Patienten wurde in beiden Gruppen durch eine Sichtblockade mittels Vorhängen realisiert. Nur das Apheresepersonal, nicht aber das gastroenterologische (Evaluations-)Team, war informiert über die Art der Apherese. Primärer Endpunkt war der prozentuale Anteil von Patienten mit klinischer Remission (definiert als ein Mayo-Score von höchstens 2 mit einem Subscore von 0 für rektale Blutung und einem endoskopischen Subscore von höchstens 1) in Woche 12. Klinisches Ansprechen (Response) war definiert als ein um mindestens 3 Punkte reduzierter Mayo-Score in Woche 12 im Vergleich zum Studienbeginn. Ergebnisse: In Woche 12 wiesen 19 von 112 Patienten (17,0 %) des aktiven Behandlungsarms eine Remission auf im Vergleich zu 6 von 56 (10,7 %) der mittels Scheinapherese ”behandelten“ Patienten (kein statistisch signifikanter Unterschied; p = 0,361). Ein klinisches Ansprechen zeigten 49 von 112 (43,8 %) versus 22 von 56 Patienten (39,3 %) (kein statistisch signifikanter Unterschied; p = 0,620). Die Ergebnisse der Companion-Studie waren vergleichbar. Fazit: Die vorgestellte Studie bestätigt die positiven Ergebnisse aller früheren Studien nicht. Es konnte kein signifikant positiver klinischer Effekt der Zytapherese im Vergleich zu Placebo (Scheinapherese) bei Patienten mit aktiver Colitis ulcerosa aufgezeigt werden.

Récupéré en direct depuis OpenAlex et désinversé. Les résumés ne sont pas conservés dans cette base de données : les index inversés représentent 8,6 Go des 9,3 Go de texte de la base, et le serveur dispose de 13 Go libres.

Comment cette classification a été obtenuedéplier

Prédiction machine sur la base complète

Imitation des enseignants

Ni prévalence calibrée, ni vérité terrain. Validation humaine à venir. Le volet Gemma est une étiquette directe du modèle pour chaque travail de la base, lue sur la notice réduite au titre. Le volet Codex est un classifieur appris des 10 348 étiquettes directes de Codex et calibré sur les taux pondérés de l'échantillon; les champs sans appui suffisant ne portent aucun appel Codex. Le mode candidate est l'union des deux volets; le consensus est leur intersection. Ces sorties portent le statut machine_predicted_unvalidated et ne sont pas des étiquettes humaines.

score de la tête « metaresearch » (Codex)0,011
score de la tête « metaresearch » (Gemma)0,014
Version: metacan-v3-hybrid-931329e0061cStatut de validation: machine_predicted_unvalidated
Catégories candidatesaucune
Catégories consensuellesaucune
DomaineSignal candidat: aucune · Signal consensuel: aucune
Devis d'étudeSignal candidat: Observationnel · Signal consensuel: aucune
GenreSignal candidat: Empirique · Signal consensuel: aucune
Score de désaccord entre enseignants0,018
Score d'incertitude au seuil0,060

Scores du classifieur distillé par catégorie (deux têtes)

CatégorieCodexGemma
Métarecherche0,0110,014
Méta-épidémiologie (sens strict)0,0010,000
Méta-épidémiologie (sens large)0,0020,002
Bibliométrie0,0010,001
Études des sciences et des technologies0,0000,001
Communication savante0,0020,001
Science ouverte0,0010,001
Intégrité de la recherche0,0020,003
Charge utile insuffisante (le modèle a refusé de juger)0,0180,003

Scores machine (provisoires)

Les deux têtes enseignantes du modèle étudiant, lues sur ce travail. Un score ordonne la base pour la relecture; il n'affirme jamais une catégorie, et le statut de validation accompagne chaque rangée tel quel.

Scores de référence d'un modèle non mature (critères de maturité non atteints, 7 itérations). Un score ordonne; il n'affirme jamais une catégorie.

Tête enseignante Opus0,011
Tête enseignante GPT0,257
Écart entre enseignants0,246 · la distance entre les deux têtes enseignantes sur ce seul travail
Statut de validationscore_only:v0-immature-baseline · tel quel depuis la passe de notation : score_only signifie que le nombre peut ordonner les travaux, et qu'aucune étiquette de catégorie n'en découle

Classification

machine, non validée

Prédiction automatique; un appel candidat d’une seule source (Gemma direct ou Codex distillé), pas un consensus.

Les modèles n’ont appliqué aucune catégorie : rien dans la taxonomie ne correspondait à ce travail.
Devis d'étudeObservationnel
Domainenon disponible
GenreEmpirique

Le détail, modèle par modèle et score par score, se trouve en fin de page sous « Comment cette classification a été obtenue ».

En bref

Citations0
Publié2012
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