Nutzung der sonographisch ermittelten Weite des dritten Ventrikels als Biomarker für mit Morbus Parkinson assoziierte Demenz
Notice bibliographique
Résumé
Hintergrund: Kognitive Einschränkungen bis hin zur Demenz gehören zu den häufigsten nicht-motorischen Symptomen einer Parkinsonerkrankung. Zudem stellen sie eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität der Betroffenen dar. Bislang evaluierte diagnostische Marker bringen erhebliche Nachteile mit sich wie Strahlenexposition, Invasivität, Kostenintensivität oder hohen Aufwand. 2011 konnten Wollenweber et al. bereits zeigen, dass die mittels transkranieller Sonographie ermittelte Weite des dritten Ventrikels signifikant korreliert mit der kognitiven Leistung gesunder Probanden zwischen 50 und 65 Jahren. Mit vorliegender Pilotstudie, die Teil einer Basisuntersuchung einer größeren Longitudinalstudie ist, soll nun evaluiert werden, inwieweit die sonographisch ermittelte Weite des dritten Ventrikels bei Patienten mit Morbus Parkinson als Biomarker für Parkinson-assoziierte Demenz effizient nutzbar ist. Methoden: 49 an Morbus Parkinson erkrankte Patienten wurden rekrutiert. Einer ausführlichen Anamnese folgte eine neuropsychologische Testung, bestehend aus dem Montreal Cognitive Assessment (MoCA), Abschnitten der Wechsler Adult Intelligence Scale, Fourth Edition (WAIS-IV), dem Consortium to Establish a Registry for Alzheimer’s Disease (CERADplus) und dem Beck Depressions Inventar II (BDI-II). Die klinisch-neurologische Symptomatik wurde evaluiert mittels Unified Parkinson’s Disease Rating Scale der Movement Disorder Society (MDS-UPDRS) Part III, IV und Teilen des Parts II. Der dritte Ventrikel wurde mithilfe der transkraniellen Sonographie über das transtemporale Knochenfenster dargestellt und ausgemessen. Ergebnisse: Eine Probandin hatte kein ausreichendes transtemporales Knochenfenster zur Beschallung, 48 der getesteten Probanden konnten in die Berechnungen mit einbezogen werden. Anhand der Level I- und II-Kriterien der Movement Disorder Society wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt; Patienten mit Parkinson-assoziierter Demenz (PDD; n=8) und nichtdemente Parkinsonpatienten (PDND; n=40). Die Erkrankungsdauer, Ergebnisse der MDS-UPDRS und Ergebnisse des BDI-II wiesen keine signifikante Korrelation mit der Weite des dritten Ventrikels auf. Zudem gab es keine signifikanten geschlechtsspezifischen Unterschiede oder Unterschiede im Hinblick auf die verschiedenen Prädominanztypen die Ventrikelweite betreffend. Hoch signifikant hingegen korrelierten das Alter der Probanden zum Testungszeitpunkt und das Alter der Probanden bei Krankheitsausbruch mit der Weite des dritten Ventrikels (bei beiden Variablen p<0,001). Sowohl die Ergebnisse des MoCA (p=0,026) als auch zwei der drei Tests aus der WAIS-IV (Zahlen-Symbol-Test p<0,001; Gemeinsamkeiten finden p=0,039) zeigten eine inverse signifikante Korrelation mit der Ventrikelweite. Nahezu alle Untertests des CERADplus korrelierten statistisch signifikant mit der Weite des dritten Ventrikels. Lediglich die Domäne der verbalen Merkfähigkeit und Rekognition wies keine statistisch signifikante Korrelation auf. Es kann demnach von einem starken inversen Zusammenhang zwischen zunehmender Ventrikelweite und abnehmenden Leistungen sowohl der exekutiven Funktionen, der psychomotorischen Geschwindigkeit und der konstruktiven Fähigkeiten als auch der sprachlichen Domäne ausgegangen werden. Die Probanden der PDD-Gruppe wiesen deutlich weitere Ventrikel auf (Median von 7,6 mm; unteres Quartil 5,4; oberes Quartil 8,6), als die der PDND-Gruppe (Median bei 6,2 mm; 3,9; 7,9). Dieser Unterschied erreichte keine statistische Signifikanz, lässt aber die Vermutung des Vorliegens eines statistischen Trends zu. Mittels Receiver Operating Characteristic (ROC)Analysen wurden altersabhängige Trennwerte für die Weite des dritten Ventrikels berechnet (6,60 mm für ≤70 Jahre; 7,65 mm für >70 Jahre). Diese neuen Trennwerte sind in der Lage, statistisch signifikant (p<0,05) Patienten mit Parkinson-assoziierter Demenz von nichtdementen Parkinsonpatienten abzugrenzen. Schlussfolgerung: Die sonographisch ermittelte Weite des dritten Ventrikels zeigte eine signifikante inverse Korrelation zu kognitiven Leistungen in nahezu allen Domänen und war in der Lage, Patienten mit Parkinson-assoziierter Demenz von nicht-dementen Parkinsonpatienten zu unterscheiden. Die Erweiterung dieser Pilotstudie zu einer größeren Basisuntersuchung mit einer höheren Probandenanzahl ist notwendig, um diese Schlussfolgerung zu überprüfen und zu untermauern. Mittels Longitudinalstudien kann dann evaluiert werden, ob sich die sonographisch ermittelte Weite des dritten Ventrikels zudem als Risikoparameter für zukünftige demenzielle Entwicklungen eignet.
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Scores Codex et Gemma par catégorie
| Catégorie | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Métarecherche | 0,000 | 0,000 |
| Méta-épidémiologie (sens strict) | 0,001 | 0,000 |
| Méta-épidémiologie (sens large) | 0,001 | 0,001 |
| Bibliométrie | 0,001 | 0,003 |
| Études des sciences et des technologies | 0,001 | 0,000 |
| Communication savante | 0,000 | 0,000 |
| Science ouverte | 0,001 | 0,000 |
| Intégrité de la recherche | 0,001 | 0,001 |
| Charge utile insuffisante (le modèle a refusé de juger) | 0,000 | 0,000 |
Scores machine (provisoires)
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Le détail, modèle par modèle et score par score, se trouve en fin de page sous « Comment cette classification a été obtenue ».