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Enregistrement W4245291188 · doi:10.18754/jfp.54.1

Editorial

2013· editorial· de· W4245291188 sur OpenAlex

Pourquoi ce travail est dans la base

Une base qui oublie comment elle a trouvé un travail ne peut pas être vérifiée. Voici les voies qui ont admis celui-ci.

aboutLe titre ou le résumé porte un signal canadien du lexique géographique.
no affAucune affiliation canadienne : ce travail est invisible pour une base fondée sur la seule affiliation.
Aucune affiliation canadienne. Une base fondée sur la seule affiliation (le devis habituel) n'aurait jamais vu ce travail. C'est l'un des travaux qui justifient l'inversion de la base.

Notice bibliographique

RevueJournal für Psychoanalyse · 2013
Typeeditorial
Languede
DomaineSocial Sciences
ThématiquePsychoanalysis and Social Critique
Établissements canadiensnon disponible
Organismes subventionnairesnon disponible
Mots-clésHumanitiesPhilosophyPolitical science

Résumé

récupéré en direct d'OpenAlex

Liebe Leserin, lieber Leser
 Der Transfer von Informationen wird immer mobiler – man denke nur an das Internet und Smartphones und damit an E-Mails, Facebook, Twitter, Skype und Co, die unsere alltägliche Kommunikation revolutioniert haben. Doch nicht nur Informationen, sondern auch Personen wird Mobilität als Attribut zugesprochen. Menschen wechseln ihren Lebens- oder Arbeitsort, ihre Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht, einer Glaubensgemeinde und manchmal wechseln sie sogar ihr biologisches Geschlecht. 
 Der Psychoanalyse sind – einem kollektiven Gedächtnis gleichsam – unzählige Einzelfälle bekannt, die über ihre Orts-, Familien-, berufliche oder soziale Wechsel erzählten und daraus resultierend Lust und Leid zur Darstellung brachten. Auch die Entstehung der Psychoanalyse war durch Mobilität gekennzeichnet: Nicht nur an ihrer Seele Leidende nahmen für eine Analyse bei Freud weite Strecken und längere Zeit fern von ihrer Heimat auf sich, sondern auch angehende Analytiker reisten weit und nicht selten vollzogen sich ihre Analysen in einer anderen als ihrer Muttersprache. Ein trauriges Kapitel der psychoanalytischen Geschichte sind jene, unter ihnen Freud, die im zweiten Weltkrieg emigrieren mussten. 
 Inzwischen hat sich die psychoanalytische Gesellschaft in dieser Hinsicht gewandelt: Sesshaftigkeit wird Formen örtlicher Mobilität (die mit virtueller Kommunikation einhergeht) deutlich vorgezogen. Auch Analytiker schreiben Mails. Oft besitzen sie ein Smartphone, in wenigen Fällen haben sie ein Facebook-Profil. Manchmal reisen sie an Kongresse (meist aber gibt es bereits in ihrer Nähe ein überfülltes Vortragsangebot – sich überschneidende Veranstaltungen inklusive). Doch gehören Analytiker trotz all dieser Modernität durch die lang dauernden Analysen zu den sesshafteren Berufsgruppen. 
 Inwiefern ist Mobilität nichtsdestotrotz für die Psychoanalyse von Relevanz? Der Beweglichkeit psychischer Besetzungen, maligne wirkender Fixierungen und Abwehrmechanismen – also: geistiger Mobilität – kommt ein hoher Stellenwert zu. Denkt man aber an Formen der Mobilität, die Handlungen im lebenspraktischen Alltag erfordern, wird man nicht umhinkommen anzuerkennen, dass Mobilität den praktizierenden Analytiker mit ambivalenten Gefühlen konfrontiert: Wird er um E-Mailtherapie oder Supervision per Skype gebeten, hält sich seine Begeisterung meist in Grenzen. Möchte einer seiner Analysanden im Rahmen seines Studiums an einem Mobilitätsprogramm teilnehmen, muss die Analyse – im besten Fall – für eine längere Dauer sistiert werden. Erhält eine Analysandin eine neue Stelle in einem anderen Kanton, so dass sie für die Sitzungen längere Zugfahrten auf sich nehmen muss, wird die Frage nach der Therapiemotivation in Zeiten steigenden Widerstandes prekär. 
 Die Psychoanalyse ist globalen Prozessen ausgesetzt, das steht ausser Frage. Es ist deswegen notwendig, das globale Geschehen zu reflektieren und daraufhin zu befragen, welche Bedeutung die technischen Fortschritte für die analytische Praxis, die Identität von Analytiker und Analysand sowie die Kultur, in der sie leben, haben. Die vorliegende Journal-Ausgabe leistet einige Beiträge dazu.
 Wie sich die heutigen technischen Möglichkeiten und daraus resultierende Beschleunigungsprozesse des Alltags in der psychoanalytischen Praxis zeigen, wird von Benigna Gerisch thematisiert. Dabei werden Auswirkungen der Zeitnot und der Hast, in der so viele Individuen heute ihrem Leben nachgehen, sowie Effekte des «Körperoptimierungs»-Kults differenziert und an Fallbeispielen angelehnt erarbeitet. Bereits die Festlegung eines Erstgesprächs entpuppt sich bei vielbeschäftigten Personen in Not oft als schwierig. Dies ist nur ein Beispiel der sich ergebenden Probleme, wenn versucht wird, den analytischen Raum in einer Welt zu erhalten, die technologisch so weit fortgeschritten ist, dass sie einer permanenten Verführung zum Agieren gleichkommt.
 Dass nicht alle Psychoanalytiker dem technischen Fortschritt gleich skeptisch begegnen, zeigt Olaf Knellessen und Jan van Lohs virtueller Austausch. Ohne technikfeindliche Ressentiments führt ihr Dialog die Psychoanalyse immer wieder mit moderner Medialität zusammen. Keine abwegige Idee, schliesslich ist deren beider Kerngeschäft die Übertragung. Die Autoren sinnieren über mögliche Ursachen der ablehnenden Haltung gegenüber technischem Fortschritt, über Handys in der therapeutischen Sitzung, Internettherapie oder die Spezifika von Kommunikation und Liebe übers Netz. Dabei verbinden die Autoren in ihren Mails lockere, alltägliche Kommunikation mit Fachdiskussionen. Bei aller Begeisterung für Technologie wird jedoch deutlich, dass weder Knellessen noch van Loh das klassisch analytische Setting aufgeben würden. 
 Barbara Zielkes hochdifferenzierter Beitrag geht der Frage nach, ob und inwiefern sich unter Berücksichtigung der heutigen Lebensumstände sowie theoretischer Weiterentwicklungen – allen voran das Primat der Intersubjektivität sowie die Kritik am Konzept eines kohärenten und überdauernden Selbst von philosophischer Seite – die Idee des Selbst transformieren und neu denken lässt. Sie vertritt dabei die Meinung, dass das Konzept des Selbst nicht gänzlich aufgegeben werden muss, wenn es bezüglich zweier Aspekte revidiert wird: (1) Ein Selbst wird massgebend von (sozialen, imaginären und virtuellen) Anderen mitbestimmt und (2) es ist durch die Unmöglichkeit, einen Abschluss, eine endgültige Form zu finden, definiert. Subjekte sind, wie anhand vieler theoretischer Bezüge dargelegt wird, ihr ganzes Leben lang «Biografiegeneratoren», die ohne Koautoren nicht schreiben könnten, und deren Selbst dadurch in stetem Wandel immer wieder neu entsteht. 
 Während die ersten drei Artikel sich schwerpunktmässig mit den Auswirkungen technologischer und theoretischer Fortschritte auf psychoanalytische Konzepte und die psychoanalytische Arbeit auseinandersetzen, folgt anschliessend die Thematisierung einzelner Migrantenschicksale.
 Emilio Modena verknüpft in seinem Beitrag Fallgeschichten mit der eigenen von Migration geprägten Biografie. Dadurch möchte er den Lesenden die Bedeutung von Globalisierung greifbar und erfahrungsnah vermitteln. Schwerpunktmässig befasst sich der Autor mit Auswirkungen der Globalisierung auf die Identität, insbesondere jener von Migranten, denen er doppelte, mehrfache oder diffuse Identitätszustände zuschreibt und mit Fallvignetten illustriert. Modenas Text mündet in die Frage, ob – durch die neuen Kommunikationstechnologien gefördert – eine «planetare Identität» entstehen könnte, die den Beitrag mit utopischem Nachhall ausklingen lässt. 
 Basierend auf Konzepten Wilfried Bions und einem Essay Marcel Mauss’ zur mobilen Kultur der Inuit entwickelt Danielle Bazzi eine Kritik der Ideologie der Sesshaftigkeit. Sie geht in ihrem Beitrag der Bedeutung verschiedener Konzepte auf unser Verständnis und unsere Erfahrung von Mobilität nach und entwirft Letztere als einen grundlegenden psychischen Mechanismus, der zwischen den Polen «Bewegungslust» und «Fragmentierungsangst» oszilliert und damit nicht nur Migranten, sondern jedes Individuum in seinem Bezug zu Gruppen, zur Realität und dadurch auch zu sich selbst massgebend rhythmisiert. 
 Anna Bally untersucht in ihrem Text die Bedeutung der Geschwister für Entwicklungsaufgaben von indonesischen Migrantinnen. Dies geschieht einerseits fallnah, andererseits bietet ihre Arbeit eine Einführung in psychoanalytische Geschwistertheorie (die nicht bei «realen» Geschwistern und beobachtbarer Realität halt macht), wodurch ersichtlich wird, wie viel dem psychoanalytischen Diskurs durch die Vernachlässigung der «lateralen Perspektive» entgeht. Überdies sind Ballys Text Einflussfaktoren zu entnehmen, die bei Migranten zum Ge- oder Misslingen beitragen, eine entwicklungsfördernde innere Repräsentation der eigenen Stellung in der sozialen Welt herzustellen.
 Der Inhalt des Forums vervollständigt das Heft mit einem Veranstaltungs-hinweis sowie einer Rezension.
 Mobilität – Identität – Kultur. Um diese Begriffe kreist die vorliegende Journal-Ausgabe. Die Journalredaktion hat sich im Laufe des vergangenen Jahres nicht nur im Rahmen der Lektüreprozesse mit der Thematik auseinandergesetzt: Innerhalb kurzer Zeit hat die Redaktion vier Mitglieder (Sonja Wuhrmann, Jacqueline Lüscher, Markus Weilenmann, Lutz Wittmann) verabschiedet und drei neue Mitglieder (Cornelia Meyer, Dragica Stojkovic, Eric Winkler) begrüsst. Wir bedanken uns bei jenen, die die Redaktion verlassen haben, für ihre engagierte Mitarbeit und möchten an dieser Stelle Lutz Wittmann herzlich zur erfolgreichen Habilitation gratulieren – alles Gute am neuen Arbeitsort an der «International Psychoanalytic University» in Berlin!
 Eine anregende Lektüre wünschtDragica Stojkovicfür die Journal-Redaktion

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Prédiction distillée sur la base complète

Imitation des enseignants

Ni prévalence calibrée, ni vérité terrain. Validation humaine à venir. Apprise à partir de 10 348 étiquettes directes de Codex et de 10 348 étiquettes directes de Gemma. Le mode candidate est l'union des têtes enseignantes seuillées; le consensus est leur intersection. Ces sorties portent le statut machine_predicted_unvalidated et ne sont ni des étiquettes humaines ni des étiquettes directes de modèles de pointe.

score de la tête « metaresearch » (Codex)0,009
score de la tête « metaresearch » (Gemma)0,005
Version: codex-gemma-dda1882f352aStatut de validation: machine_predicted_unvalidated
Catégories candidatesMéta-épidémiologie (sens strict), Études des sciences et des technologies, Communication savante, Intégrité de la recherche, Charge utile insuffisante (le modèle a refusé de juger)
Catégories consensuellesMéta-épidémiologie (sens strict), Intégrité de la recherche, Charge utile insuffisante (le modèle a refusé de juger)
DomaineSignal candidat: aucune · Signal consensuel: aucune
Devis d'étudeSignal candidat: Sans objet · Signal consensuel: Sans objet
GenreSignal candidat: Éditorial · Signal consensuel: Éditorial
Score de désaccord entre enseignants0,031
Score d'incertitude au seuil1,000

Scores Codex et Gemma par catégorie

CatégorieCodexGemma
Métarecherche0,0090,005
Méta-épidémiologie (sens strict)0,0020,002
Méta-épidémiologie (sens large)0,0030,004
Bibliométrie0,0010,003
Études des sciences et des technologies0,0050,001
Communication savante0,0050,002
Science ouverte0,0040,000
Intégrité de la recherche0,0060,010
Charge utile insuffisante (le modèle a refusé de juger)0,0170,012

Scores machine (provisoires)

Les deux têtes enseignantes du modèle étudiant, lues sur ce travail. Un score ordonne la base pour la relecture; il n'affirme jamais une catégorie, et le statut de validation accompagne chaque rangée tel quel.

Scores de référence d'un modèle non mature (critères de maturité non atteints, 7 itérations). Un score ordonne; il n'affirme jamais une catégorie.

Tête enseignante Opus0,016
Tête enseignante GPT0,375
Écart entre enseignants0,359 · la distance entre les deux têtes enseignantes sur ce seul travail
Statut de validationscore_only:v0-immature-baseline · tel quel depuis la passe de notation : score_only signifie que le nombre peut ordonner les travaux, et qu'aucune étiquette de catégorie n'en découle