Eignung des Infektionsschutzgesetz für die Umsetzung eines wirkungsorientierten Infektionsschutzes: Ergebnisse einer qualitativen Befragung von Expert*innen aus Gesundheitsämtern
Notice bibliographique
Résumé
Hintergrund Aufgabe der Gesundheitsämter ist, große Teile des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) umzusetzen mit dem Zweck der frühzeitigen Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten. Wie gut es Gesundheitsämtern gelingt, anhand des IfSG wirkungsorientiert vor Infektionen zu schützen, wurde bislang nicht systematisch untersucht. Ziele Ziel des vorliegenden Teilprojektes der IfSG-CHECK-Studie ist es, Erfahrungen und Meinungen von IfSG-Expert*innen aus Gesundheitsämtern zur Eignung des IfSG im Hinblick auf die Erfüllung seines Zweckes zu erheben. Methoden Die Auswahl von IfSG-Expert*innen erfolgte anhand einschlägiger Publikationstätigkeit, Gremienarbeit oder Facharztqualifikation. Es wurden eine Fokusgruppendiskussion mit n=4 Teilnehmenden und qualitative Interviews (n=3) zu individuellen Kritikpunkte am IfSG (offener Teil) sowie zu Haltung zu vorgegebenen Thesen zu Rechts- und Handlungssicherheit, Wissenschaftlichkeit, Wirkungsorientierung, Verständlichkeit, Aufgabenpriorisierung und Methoden im IfSG geführt (thesengeleiteter Teil). Die Auswertung erfolgte induktiv-deduktiv mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz. Ergebnisse Im Vordergrund des offenen Teils standen Forderungen nach mehr Beteiligung der Gesundheitsämter bei IfSG-Änderungen, nach einer Evaluation des IfSG und nach mehr Rechts- und Handlungssicherheit. Positiv bewertet wurde, dass das IfSG existiert und anpassungsfähig ist, sowie dass vermehrt die Wichtigkeit einheitlicher Daten und Regelungen erkannt wird. Negative Kritikpunkte im offenen Teil waren der große Gesetzesumfang, Kurzlebigkeit und mangelnde medizinische Nachvollziehbarkeit neuerer Vorgaben, unzureichende Berücksichtigung der Pflegeeinrichtungen, teils unrealistische Meldepflichten und die einrichtungsbezogene Impfpflicht sowie ein weitgehend unidirektionaler Datenfluss aus den Gesundheitsämtern zum RKI. Im thesengeleiteten Teil wurde folgenden Thesen überwiegend zugestimmt: Das IfSG sei schwer verständlich und nicht ausreichend wirkungsorientiert. Kontrovers diskutiert wurden: Das IfSG priorisiere Ermittlung und Erfassung von Infektionskrankheiten vor deren Bekämpfung und berücksichtige nicht ausreichend den aktuellen Stand der Wissenschaft sowie Methoden wie Gesundheitsplanung und Gesundheitsförderung. Es wurde formuliert, dass die strukturellen Voraussetzungen einen Infektionsschutz, wie ihn das IfSG vorsehe, nahezu unmöglich machten. Fazit Anliegen der Expert*innen betrafen überwiegend strukturelle Forderungen: Die Evaluation des IfSG, mehr Partizipation der Gesundheitsämter bei Änderungen sowie mehr Rechts- und Handlungssicherheit waren hier führend. Zweifel wurden an der Wirkungsorientierung und Verständlichkeit des IfSG geäußert. Limitationen der Studie ergeben sich aus einer möglicherweise nicht ausreichenden Sättigung der Daten. Die Ergebnisse bzw. die daraus abgeleiteten Hypothesen sollen als Basis zur Entwicklung eines Fragebogens genutzt werden, der im Rahmen einer Befragung von Infektionsschutzmitarbeitenden aller Gesundheitsämter eingesetzt werden soll. Publication History Article published online: 08 March 2023 © 2023. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
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Comment cette classification a été obtenuedéplier
Prédiction machine sur la base complète
Imitation des enseignantsNi prévalence calibrée, ni vérité terrain. Validation humaine à venir. Le volet Gemma est une étiquette directe du modèle pour chaque travail de la base, lue sur la notice réduite au titre. Le volet Codex est un classifieur appris des 10 348 étiquettes directes de Codex et calibré sur les taux pondérés de l'échantillon; les champs sans appui suffisant ne portent aucun appel Codex. Le mode candidate est l'union des deux volets; le consensus est leur intersection. Ces sorties portent le statut machine_predicted_unvalidated et ne sont pas des étiquettes humaines.
Scores du classifieur distillé par catégorie (deux têtes)
| Catégorie | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Métarecherche | 0,071 | 0,132 |
| Méta-épidémiologie (sens strict) | 0,000 | 0,001 |
| Méta-épidémiologie (sens large) | 0,001 | 0,001 |
| Bibliométrie | 0,003 | 0,002 |
| Études des sciences et des technologies | 0,003 | 0,004 |
| Communication savante | 0,005 | 0,003 |
| Science ouverte | 0,001 | 0,005 |
| Intégrité de la recherche | 0,002 | 0,002 |
| Charge utile insuffisante (le modèle a refusé de juger) | 0,007 | 0,000 |
Scores machine (provisoires)
Les deux têtes enseignantes du modèle étudiant, lues sur ce travail. Un score ordonne la base pour la relecture; il n'affirme jamais une catégorie, et le statut de validation accompagne chaque rangée tel quel.
Scores de référence d'un modèle non mature (critères de maturité non atteints, 7 itérations). Un score ordonne; il n'affirme jamais une catégorie.
score_only:v0-immature-baseline · tel quel depuis la passe de notation : score_only signifie que le nombre peut ordonner les travaux, et qu'aucune étiquette de catégorie n'en découleClassification
machine, non validéePrédiction automatique; un appel candidat d’une seule source (Gemma direct ou Codex distillé), pas un consensus.
Le détail, modèle par modèle et score par score, se trouve en fin de page sous « Comment cette classification a été obtenue ».