Makroskopische, mikroskopische und morphometrische Vergleichsstudie des\nGastrointestinaltraktes von kommerziellen B.U.T. Big 6 Puten und Wildputen
Notice bibliographique
Résumé
Die Pute ist eines der wichtigsten praxis- und wirtschaftsrelevanten\nGeflügelarten. Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und die Effizienz der\nVerdauung haben in der Geflügelzucht eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. In\nder Literatur findet man wenig über die Anatomie, Histologie und das Wachstum\ndes Gastrointestinaltraktes unter dem Einfluss der Domestikation. Durch\ngenetische Selektion der Hausputen änderte sich sowohl die\nWachstumsgeschwindigkeit als auch die Wachstumsstruktur der Tiere. Folgend\nwurde eine zusammenhängende anatomische, histologische und morphometrische\nDarstellung des Magen-Darm-Traktes einer modernen selektierten Hausputenlinie\n(British United Turkeys, B.U.T. Big 6) mit einer nicht selektierten Wildform\n(Wild Canadian Turkeys, WCT) im Vergleich verschiedener Altersstadien\nerstellt. Es wurden dazu 25 Hausputen sowie 48 kanadische Wildputen als nicht\ngeschlechtlich vorsortierte Eintagsküken eingestallt. Die Gruppe der Hausputen\nwurde an 5 Terminen mit je 5 Tieren im Alter von 4, 8, 12, 16 und 20\nLebenswochen anatomisch beurteilt, fotografiert, beprobt und die Organlängen\nvermessen. Die Gruppe der Wildputen wurde mit je 8 Tieren pro Termin ebenfalls\nim vierwöchigen Intervall, beginnend mit der 4. Lebenswoche und einer\nzusätzlichen Gruppe im Alter von 24 Wochen anatomisch beurteilt, fotografiert\nund beprobt. Von je 5 Tieren wurden die Organlängen vermessen. Anatomisch und\nhistologisch können bei beiden Putenrassen bis auf die Zunge und den\nsubserösen Fettansatz keine nennenswerten Unterschiede detektiert werden. Die\nWildputen weisen längere und schlankere Zungen mit zahlreicheren und spitzeren\nPapillen auf und lagern mehr subseröses, perivaskuläres Fettgewebe ein als die\nHausputen. Bei den morphometrischen Vermessungen bestätigen sich die erwartet\nhomogen höheren Körpermassen der Hausputen im Vergleich zu den geringeren und\nbreiter gestreuten Körpermassen der Wildputen. Die Vermessung des Magen-Darm-\nTraktes zeigt korrespondierende Werte. Die Hausputen der vorliegenden\nUntersuchung weisen alle ein kontinuierliches, rasches Darmwachstum auf. Die\nDarmlänge im gesamten, sowie auch die einzelnen Darmabschnitte, sind in allen\nAltersstadien länger als die der Wildputen. Bei den Hausputen korreliert die\nLänge des Dünndarmes, der Caeca und des Colorectums stark mit der Körpermasse.\nBei den Wildputen korreliert nur die Länge der Dünndarmabschnitte mittel mit\nder Körpermasse. Das Duodenum weist bei beiden Putenlinien die längsten Zotten\ndes Dünn- und Dickdarmes auf. Im Dünndarm verändert sich der\nVergrößerungsfaktor durch Zotten im Altersverlauf: die Wildputen bilden in den\nersten 8 Wochen eine größere Oberfläche durch Zotten als die Hausputen, danach\nstagniert dieser Faktor. Bei den Hausputen hingegen steigt der Wert\nkontinuierlich an. Die Wildputen zeigen in beiden vermessenen\nDünndarmabschnitten in allen Altersstadien einen geringgradig größeren Anteil\nder Oberflächenvergrößerung durch Krypten als die Hausputen. Im Dickdarm gibt\nes deutliche Unterschiede in den Zottenlängen sowohl innerhalb seiner\neinzelnen Abschnitte als auch im Vergleich zum Dünndarm. Die Zotten im Caecum\nsind bei beiden Spezies deutlich kürzer als die Zotten der Dünndarmabschnitte.\nIm Corpus caeci haben beide Putenrassen aller Altersstadien längere Zotten als\nim Apex caeci. Im kürzesten Darmabschnitt, dem Colorectum, sind die Zotten bei\nbeiden Spezies kürzer als im Dünndarm und im Corpus caeci aber länger als im\nApex caeci. Die Höhe der Enterocyten ist bei beiden Putenarten in allen\nAltersstadien im Dünn- und im Dickdarm ähnlich. Bei beiden Spezies ist der\nDarm mit Lymphgewebe durchsetzt, die Wildputen weisen ein diffuses\nVerteilungsmuster auf, bei den Hausputen formieren sich die Zellen eher zu\nHaufen. Fasst man diese Ergebnisse zusammen, lässt sich vermuten, dass bei\ngleicher Fütterung eine genetische, durch Domestikation und Züchtung geprägte,\nhöhere Wachstumsrate mit inem längeren Darm und längeren Zotten assoziiert\nist: der Darm der Hausputen ist grundsätzlich länger als der der Wildputen;\nmit 20 Wochen um das 1,7fache, die Zotten im Dünndarm um das 1,4fache. Die\nMorphometrie der für die Zellerneuerung wichtigen Krypten und der absorptiv\ntätigen Epithelzellen der Zotten zeigt derartig starke Unterschiede zwischen\nden beiden untersuchten Spezies jedoch nicht auf. Die weitestgehende Konstanz\nder Kryptentiefe und der Epithelzellenhöhe im Altersgang zwischen der 4. und\n20. (Hausputen) bzw. 24. (Wildputen) Lebenswoche entspricht scheinbar einem\nphysiologischen Optimum, das bei den Epithelzellen der Zotten bei ca. 40 μm,\nbei den Krypten im Bereich zwischen 120 μm (Hausputen) und 150 μm (Wildputen)\nliegt.
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Scores Codex et Gemma par catégorie
| Catégorie | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Métarecherche | 0,001 | 0,001 |
| Méta-épidémiologie (sens strict) | 0,003 | 0,004 |
| Méta-épidémiologie (sens large) | 0,004 | 0,002 |
| Bibliométrie | 0,015 | 0,021 |
| Études des sciences et des technologies | 0,004 | 0,003 |
| Communication savante | 0,001 | 0,005 |
| Science ouverte | 0,003 | 0,002 |
| Intégrité de la recherche | 0,002 | 0,003 |
| Charge utile insuffisante (le modèle a refusé de juger) | 0,003 | 0,006 |
Scores machine (provisoires)
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score_only:v0-immature-baseline · tel quel depuis la passe de notation : score_only signifie que le nombre peut ordonner les travaux, et qu'aucune étiquette de catégorie n'en découleClassification
machine, non validéePrédiction automatique; les deux têtes enseignantes s’accordent sur ce qui est montré ici.
Le détail, modèle par modèle et score par score, se trouve en fin de page sous « Comment cette classification a été obtenue ».