Zytoarchitektur, Parzellierung und funktionelle Bedeutung des posterioren dorsolateralen präfrontalen Kortex (Brodmann-Area 8) im menschlichen Gehirn
Notice bibliographique
Résumé
Die vorliegende Studie zeigt die neuroanatomische Organisation innerhalb des posterioren dorsolateralen präfrontalen Kortex (dlPFC), welcher der Brodmann-Area 8 (BA 8) entspricht. Dieses Gebiet wurde häufig als anatomisches Korrelat des frontalen Augenfeldes (FEF) angesehen, d.h. als übergeordnete kortikale Instanz für die Kontrolle der Augenbewegungen. Das FEF wurde teilweise an der Kreuzung des Sulcus frontalis superior (SFS) mit dem Sulcus praecentralis lokalisiert, jedoch teilweise auch an anderen Stellen des menschlichen Kortex identifiziert. Das komplexe Sulkusmuster dieser Region stellt eine besondere Herausforderung bei der Identifizierung der mikrostrukturellen Korrelate des FEF dar. So ist nicht klar, ob die berichteten Aktivierungen mit einem oder mehreren zytoarchitektonischen Bereichen korrelieren. Das Ziel der vorliegenden Studie ist es, eine neue Karte dieser Region zu erstellen, um die Struktur-Funktions-Beziehungen besser verstehen zu können. Die Zytoarchitektur des posterioren dlPFC wurde in zellkörpergefärbten histologischen Schnitten von zehn post-mortem Gehirnen analysiert. Um die Grenzen zwischen den Bereichen zu erkennen, wurden ein Untersucherunabhängiger Kartierungsansatz in Kombination mit einer multivariaten statistischen Analyse angewandt. In dieser Region wurden vier neue Bereiche identifiziert und systematisch in ihrer gesamten Ausdehnung kartiert: Areal 8d1 befindet sich auf dem Gyrus frontalis superior (SFG), Areal 8d2 im SFS, während die Areale 8v1 und 8v2 hauptsächlich auf dem Gyrus frontalis medius (MFG) lokalisiert sind. Alle vier Areale sind dysgranulär und befinden sich in Übereinstimmung <br/>mit den Beschreibungen von Brodmann anterior des prämotorischen Kortex. Sie unterscheiden sich in der kortikalen Dicke, dem Grad der Dysgranularität, den laminären Mustern und der Zellgröße. Alle Areale wurden 3D-rekonstruiert und in zwei Referenzräume des Montreal Neurological Institute (MNI) transformiert. In diesen Referenzräumen wurden Wahrscheinlichkeitskarten berechnet, um die Variabilität der Gebiete in Lage und Ausdehnung zwischen den Probanden aufzuzeigen. Anschließend wurde eine maximale Wahrscheinlichkeitskarte (Maximum Probability Map, MPM) als nicht überlappende Karte der neu identifizierten und bestehenden Gebiete berechnet. Die Karten sind über den Julich-Brain-Atlas frei zugänglich. Die Karten dienen als offen zugängliche Quelle für weitere neuroanatomische, bildgebende oder andere funktionelle Studien, um einen einfachen und präzisen Vergleich zu ermöglichen. Diese Karten zeigen erstmals eine feinere Parzellierung des posterioren dlPFC. Darüber hinaus konnte beim Vergleich mit Daten aus funktionellen Studien gezeigt werden, dass es keine anatomische Übereinstimmung in der Lokalisation der hier beschriebenen Areale mit den in funktionellen Untersuchungen beschriebenen Aktivierungen bei Augenbewegungen gibt, da diese sich weiter posterior befinden. Das legt nahe, dass sich die mikrostrukturellen Korrelate des FEF im Bereich des prämotorischen und lateralen, präfrontalen Kortex befinden.
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Scores Codex et Gemma par catégorie
| Catégorie | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Métarecherche | 0,001 | 0,000 |
| Méta-épidémiologie (sens strict) | 0,003 | 0,004 |
| Méta-épidémiologie (sens large) | 0,002 | 0,001 |
| Bibliométrie | 0,002 | 0,003 |
| Études des sciences et des technologies | 0,002 | 0,001 |
| Communication savante | 0,004 | 0,005 |
| Science ouverte | 0,003 | 0,001 |
| Intégrité de la recherche | 0,002 | 0,003 |
| Charge utile insuffisante (le modèle a refusé de juger) | 0,003 | 0,003 |
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