Das Akute Abdomen beim Kleintier aus chirurgischer Sicht : Eine retrospektive Studie von 2000- 2005
Notice bibliographique
Résumé
Das Akute Abdomen bezeichnet einen akut bedrohlichen Zustand mit starken (progredienten) Bauchschmerzen, der wegen der Tendenz zur raschen Verschlimmerung der unverzüglichen Abklärung bedarf. Bei der Diagnosestellung ist neben dem klinischen Bild die Bildgebung von gröÃter Bedeutung. Das Röntgen und der Ultraschall zählen hier zu den wichtigsten Verfahren. \nNach Kenntnis der Autorin ist diese Studie die erste in der veterinärmedizinischen Literatur, die die Gesamtheit aller akuten Abdomen (n=1251) bei Hund und Katze in einer chirurgischen Klinik über einen Zeitraum von sechs Jahren untersucht.\nDas primäre Ziel dieser Arbeit ist es, einen Ãberblick über die Ãtiologie der chirurgisch versorgten akuten Abdomen bei Hund und Katze in dem Zeitraum von 2000 bis 2005 im Klinikum Veterinärmedizin, Klinik für Kleintiere (Chirurgie) der Justus Liebig Universität GieÃen, zu geben. \nIm Klinikum Veterinärmedizin, Klinik für Kleintiere (Chirurgie) der Justus Liebig Universität GieÃen werden jährlich ca. 5900 ambulante und ca. 1300 stationäre Patienten behandelt. Es werden jährlich durchschnittlich 208 Patienten mit einem akuten Abdomen vorgestellt und therapiert. Dies bedeutet, dass mit 13% bis 17% Tiere mit einem akuten Abdomen einen nicht unerheblichen Anteil der stationären Patienten in der Chirurgie am Gesamtaufkommen ausmachen. In dem genannten Zeitraum werden 942 Hunde und 309 Katzen mit einem akuten Abdomen vorgestellt.\nMit 63,1% (n=790) ist das männliche Geschlecht bei beiden Tierarten häufiger betroffen. Die Altersverteilung der Patienten reicht vom Welpenalter (2,4 Monate) bis zum geriatrischen Patienten (19 Jahre). Bei Hund und Katze werden vor allem Tiere unter 3 Jahren vorgestellt. \nBei der Katze nimmt die Patientenzahl in den folgenden Alterskategorien stetig ab, wohingegen beim Hund auch nicht selten Tiere in einem höheren Alter (7-9 Jahre) betroffen sind. In der vorliegenden Arbeit haben die Katzen ein Durchschnittsgewicht von 4,7 ± 1,6 Kilogramm Körpermasse, die Hunde ein Durchschnittsgewicht von 29,9 ± 13,9 Kilogramm Körpermasse. Bei der Gewichtsklassenverteilung der Hunde zeigt sich, dass die mittelgroÃen bis groÃen Individuen vorrangig betroffen sind. Die mehrfaktorielle Varianzanalyse zeigt, dass das Gewicht beim Hund in den Organkomplexgruppen des Gastrointestinaltraktes, der Milzerkrankungen und bei Pankreaserkrankungen eine mit p≤ 0,05 statistisch signifikant groÃe Rolle spielt. Bei der Katze liegt lediglich im Urogenitaltrakt eine Signifikanz vor. Die Signifikanzen bei den Hunden lassen sich damit erklären, dass vor allem groÃe Rassen einen sehr hohen Anteil an Gastrointestinaltrakterkrankungen (z.B. Torsio ventriculi) haben und auch die Milzerkrankungen vorrangig bei den mittelgroÃen bis groÃen Rassen vorkommen. Bei den Katzen zeigt sich, dass v.a. übergewichtige Tiere an FLUTD erkranken.\nBei der Rasseverteilung sind beim Hund in 15,4% (n=145) Deutsche Schäferhunde, der Labrador Retriever (6,2%) und der Berner Sennenhund (4,8%) betroffen. In 74,1% (n=229) der Fälle ist die Rasse Europäisch Kurzhaar bei den Katzen von einem akuten Abdomen betroffen. Alle anderen Rassekatzen liegen in ihrer Häufigkeit unter 4%. \nIn dem untersuchten Zeitraum von sechs Jahren wird bei 74,1% (n=927) der Patienten zumindest eine Laparotomie durchgeführt. Während 78% (n=738) der Hunde einen operativen Eingriff in der Bauchhöhle erhalten, ist dies bei der Katze in 61,8% (n=189) der Fall. Die Aufsplittung der speziellen operativen MaÃnahmen zeigt, dass die Eingriffe am Gastrointestinaltrakt (Gastrotomie, Enterotomie, mehrfach Enterotomie und Enterektomie) mit 178 Fällen (19,2%) die gröÃte Gruppe darstellen. An zweiter Stelle rangiert mit 134 (14,4%) die Laparozystotomie und an dritter Stelle die Milzexstirpation (121 Tiere [13%]). \nDie Anamnesezeit der Patienten zeigt, dass Hunde im Median mit einem Tag eine kürzere Anamnesedauer haben als Katzen mit zwei Tagen. Dies lässt sich auf die Gesamtheit der Erkrankungen dadurch erklären, dass bei den Hunden die gröÃte Untergruppe  Patienten mit einer Torsio ventriculi (n=257) - eine sehr kurze Anamnesedauer von ø 6 Stunden hat. Eine ebenfalls kurze Dauer der klinischen Symptome von mehreren Stunden zeigen sonst nur Hunde mit einer Dilatatio ventriculi (ø 11 Stunden) und einem Volvulus nodosus (ø 16 Stunden). Alle anderen gastrointestinalen Erkrankungen (Ileus, Invagination, Neoplasie) zeigen im Durchschnitt bei Hund und Katze Anamnesedauern von mehreren Tagen (4-6 Tage). Auch in den anderen Organkomplexen (Urogenitaltrakt, Milz, hepatobiliäres System, sonstige Erkrankungen) werden Anamnesedauern von durchschnittlich 1-3 Tagen dokumentiert. Bei der Evaluierung der Aufenthaltsdauer der Patienten in der Klinik zeigt sich, dass ein Unterschied zwischen den Tierarten vorliegt. Nach Ausschluss der verstorbenen bzw. euthanasierten Tiere weisen die Hunde im Median mit fünf Tagen eine kürzere Aufenthaltsdauer als die Katzen mit sieben Tagen auf. \nDas Allgemeinbefinden der Patienten bei Vorstellung ist ein entscheidender Faktor für die Prognose und die Ãberlebensrate der Patienten. Die Auswertung zeigt, dass die mittelgradig (38,6% [n=462]) und hochgradig (22,2% [n=266]) gestörten Tiere zusammengefasst 60,9% der Patienten (n=728) ausmachen. Damit hat ein GroÃteil der vorgestellten Tiere eine kritische Herz- Kreislaufsituation. Die Differenzierung zwischen Hund und Katze zeigt, dass Katzen insgesamt mit einem stabileren Allgemeinbefinden vorgestellt werden. Die Kategorie der mittel- und hochgradig gestörten Tiere liegt bei den Katzen mit 44,1% (n=131) niedriger als bei den Hunden mit 66,5% (n=597). Es kann in der statistischen Auswertung der vorliegenden Arbeit gezeigt werden, dass bei beiden Tierarten der Grad des Allgemeinbefindens hochsignifikant mit der Mortalitätsrate dahingehend korreliert, dass je schlechter das Allgemeinbefinden des Tieres, desto gröÃer ist die Mortalitätsrate. \nDie Gesamtmortalitätsrate der untersuchten Patienten liegt bei 33,7%. \nHunde haben mit 37,5% (n=336) eine wesentlich höhere Mortalitätsrate als die Katze mit 22,1% (n=66). Eine wichtige Rolle spielen die onkologischen Erkrankungen, die mit 26,4% (n=331) ¼ des Patientengutes ausmachen. Bei den nicht tumorassoziierten Erkrankungen liegt die Ãberlebensrate mit 74% (n=685) deutlich höher als in der Gruppe der onkologischen Patienten mit 32 % (n=107).\n\nDie vorliegenden Daten zeigen, dass bei der Verteilung der Organkomplexhäufigkeit zwischen Hund und Katze Unterschiede bestehen. Während beim Hund der Gastrointestinaltrakt (49,3%; [n=465]) den ersten Rang einnimmt, liegt bei der Katze der Harntrakt (50,8%, [n=157]) an erster Stelle als auslösende Erkrankung für ein akutes Abdomen. Auf dem zweiten Rang befindet sich beim Hund der Erkrankungskomplex der Milz (18,8%; [n=177]) und bei der Katze der Gastrointestinaltrakt (23,6%; [n=73]). \nVon allen Erkrankungen ist die Torsio ventriculi des Hundes mit 20,5% (n=257) die häufigste Erkrankung, die zu einem akuten Abdomen geführt hat. Es kann ein signifikanter Einfluss der Dauer der Erkrankung und dem daraus resultierenden Allgemeinbefinden auf die Mortalitätsrate gesehen werden. Eine überraschend hohe Mortalitätsrate von 25% (n=4) kann bei der Dilatatio ventriculi gesehen werden. Weitere Auffälligkeiten im Gastrointestinaltrakt sind bei der Darminvagination vorhanden. Bei den Katzen ist die Maine Coon Katze mit 66,6% (n=6) deutlich prädisponiert und im Tierartenvergleich weist der Hund mit einer Mortalitätsrate von 25% (n=6) eine deutlich schlechtere Prognose als die Katze mit 12,5% (n=1) auf. Bei den Fremdkörper induzierten Ileuserkrankungen bei Hund und Katze ist das Durchschnittsalter der Katzen (3,5 Jahre) deutlich jünger als bei den Hunden (5,1 Jahre). Als Ursache wird bei den Katzen in 30,5% (n=11) ein fadenförmiger Fremdkörper dokumentiert, wohingegen bei den Hunden fast ausschlieÃlich solitäre Fremdkörper gefunden werden. Die Mortalitätsrate ist bei beiden Tierarten ähnlich (Hund [13,8%] und Katze [11,1%]). Den progressivsten Krankheitsverlauf und die höchste Mortalitätsrate aller gastrointestinalen Erkrankungen weist der Volvulus nodosus des Hundes auf. Mit 50% (n=8) wird eine Prädisposition für den meist männlichen Deutschen Schäferhund gesehen. Die Mortalitätsrate liegt bei 81,2% (n=13).\nPankreasabszesse bzw. Pankreastumoren, die zu akuten Abdomen geführt haben, werden nur beim Hund (n=18) gesehen. Der Pudel (n=4) ist überdurchschnittlich häufig betroffen. Die Mortalitätsrate des Erkrankungskomplexes liegt bei mindestens 50% (n=9).\nDer Urogenitaltrakt stellt hinter dem Gastrointestinaltrakt den zweitwichtigsten Erkrankungskomplex dar und weist mit > 80% eine Prädisposition für männliche Tiere auf. \nDie Urolithiasis macht 7% (n=88) aller akuten Abdomen bei Hund und Katze aus und zeigt eine Prädisposition für kleine und mittelgroÃe Rassen (Dackel, Mops, Yorkshire Terrier, Mittelschnauzer). Bezüglich der Mortalitätsrate fällt auf, dass die Katze (9,5%) eine höhere Mortalitätsrate als der Hund (5,9%) hat. Der Feline Lower Urinary Tract Disease (FLUTD) Komplex ist mit 46,3% (n=143) die häufigste Erkrankung bei der Katze mit akutem Abdomen. Mit 97,9% (n=140) sind vorrangig männliche Individuen betroffen. Aus der gesamten Gruppe sind 10,5% (n=15) der Patienten verstorben bzw. euthanasiert. Die Gruppe mit alleiniger Urohydropropulsion und Kathetermanagement weist die höchste Mortalitätsrate (16,6%) auf, gefolgt von den Patienten mit zusätzlicher Laparozystotomie (3,5%). In der Patientengruppe mit perinealer Urethrostomie ist kein Todesfall dokumentiert. Traumatische Läsionen (n=17) mit Leckagen des Harntraktes haben bei der Mehrzahl der Hunde einen iatrogenen Grund (n=6) und bei der Katze vorrangig Unfälle (n=4) als Ursache. Bei beiden Tierarten liegt die Mortalitätsrate zwischen 42%-45%. Bei den Erkrankungen des
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Comment cette classification a été obtenuedéplier
Prédiction machine sur la base complète
Imitation des enseignantsNi prévalence calibrée, ni vérité terrain. Validation humaine à venir. Le volet Gemma est une étiquette directe du modèle pour chaque travail de la base, lue sur la notice réduite au titre. Le volet Codex est un classifieur appris des 10 348 étiquettes directes de Codex et calibré sur les taux pondérés de l'échantillon; les champs sans appui suffisant ne portent aucun appel Codex. Le mode candidate est l'union des deux volets; le consensus est leur intersection. Ces sorties portent le statut machine_predicted_unvalidated et ne sont pas des étiquettes humaines.
Scores du classifieur distillé par catégorie (deux têtes)
| Catégorie | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Métarecherche | 0,003 | 0,009 |
| Méta-épidémiologie (sens strict) | 0,000 | 0,000 |
| Méta-épidémiologie (sens large) | 0,001 | 0,002 |
| Bibliométrie | 0,001 | 0,001 |
| Études des sciences et des technologies | 0,001 | 0,000 |
| Communication savante | 0,002 | 0,002 |
| Science ouverte | 0,000 | 0,001 |
| Intégrité de la recherche | 0,001 | 0,001 |
| Charge utile insuffisante (le modèle a refusé de juger) | 0,003 | 0,000 |
Scores machine (provisoires)
Les deux têtes enseignantes du modèle étudiant, lues sur ce travail. Un score ordonne la base pour la relecture; il n'affirme jamais une catégorie, et le statut de validation accompagne chaque rangée tel quel.
Scores de référence d'un modèle non mature (critères de maturité non atteints, 7 itérations). Un score ordonne; il n'affirme jamais une catégorie.
score_only:v0-immature-baseline · tel quel depuis la passe de notation : score_only signifie que le nombre peut ordonner les travaux, et qu'aucune étiquette de catégorie n'en découleClassification
machine, non validéePrédiction automatique; un appel candidat d’une seule source (Gemma direct ou Codex distillé), pas un consensus.
Le détail, modèle par modèle et score par score, se trouve en fin de page sous « Comment cette classification a été obtenue ».