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Record W123404491 · doi:10.25365/thesis.17376

L’évolution du rôle de la Charte de la langue française dans le conflit linguistique au Canada et au Québec

2011· article· de· W123404491 on OpenAlexaboutno aff
Catharina Blagotinsek

Bibliographic record

VenueUniversity of Vienna · 2011
Typearticle
Languagede
FieldSocial Sciences
TopicCanadian Identity and History
Canadian institutionsnot available
Fundersnot available
KeywordsHumanitiesPolitical scienceArt

Abstract

fetched live from OpenAlex

Kanada sieht sich heute als zweisprachige Nation, die Minderheitensprachen und Sprachen der Ureinwohner respektiert und akzepiert. Die beiden offiziellen Amtssprachen Kanadas sind französisch und englisch. Die Provinz Québec ist jedoch die einzige Provinz Kanadas, in der französisch die einzig offizielle Sprache ist. Das Bestreben der Québécois, ein unabhängiger souveräner Staat zu werden, besteht schon seit Jahrzehnten und rührt her von der geschichtlichen Entwicklung Kanadas, der Kolonialisierung, der Machtwechsel zwischen Franzosen und Briten und des damit einhergehenden Wechseln der Gebrauchssprachen. Identität ist an Sprache gebunden und vice versa, es handelt sich um eine Wechselwirkung die für die eigene Identitätsbildung und für die Identifizierung einer Gruppe, einer Nation oder einem Volk von größter Bedeutung ist, daher war und ist es für die Québécois von höchster Wichtigkeit, die Sprache und die eigene Identität in und für ihre Provinz zu bewahren. Die Unabhängigkeitsreferenden in Québec gingen zwar immer zu Ungunsten der Québécois aus, das Bestreben nach einer einzigen offiziellen Sprache jedoch, französisch, fand zunächst im Jahr 1974 mit dem Einführen des Gesetzes zur offiziellen Sprache, drei Jahre später mit dem Inkrafttreten der Charte de la langue française endgültig ein offizielles und legales Fundament. Im offiziell zweisprachigen und überwiegend anglophonen Kanada gibt es jedoch große sprachpolitische Unterschiede in den 10 Provinzen und 3 Territorien, nicht nur was die tatsächlichen Sprachverhältnisse betrifft sondern vor allem betreffend den offiziellen Status in der jeweiligen Provinz. Das Provinzensystem erlaubt es jeder einzelnen Provinz ihre Gesetze autonom festzulegen, in Abstimmung und Übereinstimmung mit den nationalen Gesetzen. So kam es im Jahr 1977, dass das gouvernement québécois die Einführung der Charte de la langue française in Québec bewirkte, die das Französisch als einzig offizielle Sprache der Provinz deklarierte. Von da an bestimmten die Gesetze der Charte die Verwendung von Sprache im öffentlichen Bereich, die Medien, den Handel, die Werbung, die Beschilderung, die Administration, die Justiz, die Bildung und den Arbeitsmarkt. Die Einwohner Québecs, davon die große Mehrzahl frankophon, viele von ihnen ausschließlich und einige zweisprachig die sich aber dennoch größtenteils frankophon sehen, waren über die Einführung der Charte sehr erfreut, da die Gesetzgebung nun ihrem jahrelangen Bestreben nach dem Durchsetzen des Französischen als einzig offizielle Sprache Recht gab und dieses Recht auch mit einem ausführlichen Gesetzestext unterstützte, der wenig Spielraum zur Auslegung gab. Die Geltungsbereiche der Charte waren sehr weitgreifend und umfassend, sodass die anglophone Gemeinschaft, die in Québec ohnedies schon sehr klein war, sich bald von den Auswirkungen der Charte bedroht und diskriminiert fühlte. Das private aber auch das öffentliche und berufliche Leben wurde größtenteils durch die Bestimmungen und Gesetze der Charte definiert und aus Sicht der Anglophonen eingeschränkt. Aus Sicht der Frankophonen jedoch wurden die allgemeinen Umstände erweitert und der Spiel- und Geltungsbereich des Französischen wurde vergrößert. In der Folge verschlechterte sich das ohnehin schon gespannte Verhältnis zwischen Anglophonen und Frankophonen, da erstere sich plötzlich als Außenseiter und Diskriminierte im eigenen Land fühlten und die bis dahin innegehaltene Position der mächtigeren Sprachgruppe aufgeben musste. Doch auch von Seiten der Frankophonen verbreitete sich kurz nach Einführen der Charte Unmut, da sich die anglophone Gemeinschaft für ein Außerkraftsetzen der Charte aufgrund von angeblichen Gesetzeskonflikten mit bestehendem nationalem kanadischem Recht stark machte. Als frankophoner Kanadier sah man sich mit der Situation konfrontiert, die gerade erst erworbenen sprachpolitischen Rechte wieder abgeben zu müssen, da diese angegriffen wurden. Der Aufruhr führte dazu, dass die Bestimmungen der Charte abermals genau geprüft und mit geltendem kanadischem Recht, wie zum Beispiel der Verfassung oder anderen Gesetzen abgeglichen wurden. Dabei stellte sich heraus, dass die Charte gewisse Artikel bestimmte, die nicht mit nationalen Gesetzen konform gingen und gewisse sprachliche und ethnische Gruppen diskriminierten. Diese wurden nach und nach modifiziert und adaptiert, teilweise sogar gänzlich abgeschafft, was für die anglophone Gemeinschaft jedes Mal einen kleinen Teilsieg im nicht enden wollenden Sprachkonflikt bedeutete. Die Auswirkungen und Folgen der Charte waren umfassend und sehr komplex, so hatten sie einen indirekten Einfluss auf die Migrationsbewegungen der Provinz, auf demographische Gegebenheiten, auf folgliche sprachpolitische Entscheidungen, sowie auf den Arbeitsmarkt und wirtschaftliche Domänen. Eine große Veränderung stellte auch die neue Struktur der Organe der Charte dar, die die Bestimmungen der Charte ausführten. Aufgaben der Sprachpolitik wurden reorganisiert und neue Organe wurden ins Leben gerufen, die die Französisierung und die Frankophonie im Allgemeinen stärken und fördern sollten. Bis kürzlich erst wurden noch gewisse Paragraphen und Artikel abgeändert, was sowohl die Aktualität des Themas als auch die Wichtigkeit und die Stellung der Charte widerspiegelt, jedoch auch den kontinuierlichen Sprachkonflikt zwischen Englisch- und Französischsprachigen impliziert. Die Charte de la Langue française stellt für die frankophone Gemeinschaft in Québec aber auch im gesamten Land Kanadas das wichtigste sprachpolitische Gesetz dar, welches bis heute an Status und Wichtigkeit trotz zahlreicher Abänderungen nicht verloren hatte. Jedoch wird es zweifelsohne auch künftig noch Bestrebungen geben, diesen Text zu schwächen und somit das Französische, das sich ohnehin schon im Kontext der Gesamtnation in einer stark unterlegenen Position befindet.

Fetched live from OpenAlex and de-inverted. Abstracts are not stored in this database: the inverted indexes are 8.6 GB of the frame’s 9.3 GB of text, and the host has 13 GB free.

How this classification was reachedexpand

Full frame distilled prediction

Teacher imitation

Not calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. Learned from the 10,348 direct Codex labels and 10,348 direct Gemma labels. Candidate is the union of thresholded teacher heads; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels or direct frontier model labels.

metaresearch head score (Codex)0.001
metaresearch head score (Gemma)0.000
Version: codex-gemma-dda1882f352aValidation status: machine_predicted_unvalidated
Candidate categoriesnone
Consensus categoriesnone
DomainCandidate signal: none · Consensus signal: none
Study designCandidate signal: Not applicable · Consensus signal: none
GenreCandidate signal: Empirical · Consensus signal: Empirical
Teacher disagreement score0.827
Threshold uncertainty score0.999

Codex and Gemma teacher scores by category

CategoryCodexGemma
Metaresearch0.0010.000
Meta-epidemiology (narrow)0.0000.000
Meta-epidemiology (broad)0.0000.000
Bibliometrics0.0000.000
Science and technology studies0.0010.002
Scholarly communication0.0000.000
Open science0.0000.000
Research integrity0.0000.000
Insufficient payload (model declined to judge)0.0000.000

Machine scores (provisional)

The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.

Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.

Opus teacher head0.006
GPT teacher head0.188
Teacher spread0.182 · how far apart the two teachers sit on this one work
Validation statusscore_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from it

Classification

machine, unvalidated

Machine predicted; a candidate call from one teacher head, not a consensus.

The models applied no category: nothing in the taxonomy fit this work.
Study designNot applicable
Domainnot available
GenreEmpirical

How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".

Quick stats

Citations0
Published2011
Admission routes1
Has abstractyes

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