Analyse der systemischen Ionenkonzentrationen und klinischen sowie radiologischen Resultate nach primärer Hüftgelenkendoprothetik mit Metall /Metall-Gleitpaarung
Bibliographic record
Abstract
Einleitung: Metall/Metall(M/M)-Gleitpaarungen zeigen geringen Verschleiß und kommen als Oberflächenersatz vermehrt zum Einsatz. Guten Abriebeigenschaften stehen potentiell immunologische, toxische und kanzerogene Risiken gegenüber. Ziel war die Langzeitanalyse der Metallionenkonzentrationen im Plasma und Urin nach primärem M/M-Hüftgelenkersatz und deren Korrelation mit Hüftgelenkfunktion, Lebensqualität und Lockerungsraten. Methodik: Alle 56 Patienten (m/w: 27/29; 70±7 Jahre) wurden mit einem SL-PLUS®-Schaft, BICON- PLUS®-Schraubpfanne, PE-Inlay mit Metalleinsatz und 28mm Metallkopf versorgt. Sechs Patienten waren verstorben, vier erhielten einen Prothesenwechsel mit metallfreier Gleitpaarung. Bei 46 Patienten wurden Metallionenkonzentrationen im Plasma und Urin spektrometrisch analysiert. Die Erfassung der postoperativen Hüftgelenkfunktion und Lebensqualität erfolgte durch WOMAC, Harris Hip Score (HHS), Toronto Extremity Salvage Score (TESS) und SF-36. Die radiologische Datenerfassung erfolgte anhand direkt postoperativer und aktueller Röntgenaufnahmen, welche nach Charnley/DeLee und Gruen ausgewertet und mittels Engh-Score und Brooker-Index bewertet wurden. Zusätzlich wurden Malignominzidenzen und -todesfälle erfasst. Ergebnisse: Bei einem Follow-up von 125±12 Monaten wurden für Chrom und Kobalt erhöhte Urin- und Plasmakonzentrationen nachgewiesen. Mangan und Nickel erreichten Grenzwerte im Plasma und unterhalb der entsprechenden Grenze im Urin. Chrom erreichte im Plasma 2,0±0,6 (0,25-4,52) µg/l, im Urin 3,6±1,5 (0,25-69,2) µg/l, Kobalt im Plasma 2,8±0,7 (0,25-26,6) µg/l, im Urin 8,3±3,2 (0,5-155,5) µg/l. Mangan und Nickel waren im Plasma mit 0,8±0,1 (0,05-2,5) µg/l und 1,1±0,1 (0,25-4,52) µg/l, im Urin mit 0,8±0,1 (0,1-3,5) µg/l und 2,3±0,3 (0,35-12,1) µg/l nachweisbar. Es fanden sich keine Korrelationen zwischen den Metallionenkonzentrationen in Plasma bzw. Urin zu Alter, Geschlecht oder Follow-up. Die Konzentrationen von Chrom, Kobalt und Nickel korrelierten signifikant zwischen Plasma- und Urinkonzentration (Cr: r=0,62, p<0,001;Co: r=0,6, p<0,001; Ni: r=0,4, p<0,03). Weiterhin bestanden keine signifikanten Korrelationen zwischen dem Auftreten erhöhter Chrom- oder Kobaltionenkonzentration und der Schaftstellung bzw. Inklinationswinkel. Ein funktioneller Zusammenhang zwischen den Metallionenkonzentrationen und WOMAC (0,9±0,1), HHS (89±13), TESS (86±15) und SF-36 (77±14) war nicht nachweisbar. Die verstorbenen Patienten waren nicht an Malignomen erkrankt. Sieben Patienten waren bis zu neun Jahren nach Karzinomdiagnose rezidivfrei. Kein Patient hatte einen lokalen Tumor. Schlussfolgerung: Die erhöhten Ionenkonzentrationen in Plasma und Urin, noch Jahre nach Implantation einer M/M-Hüftgelenktotalendoprothese, weisen auf eine fortbestehende Freisetzung und Ausscheidung von Metallionen hin. Die radiologischen und funktionellen Ergebnisse, sowie Antworten zur Lebensqualität sind vergleichbar zu anderen Studien. Aufgrund der geringen Fallzahl konnten die aufgetretenen postoperativen Malignome nicht sicher eingeschätzt werden und sollten an größeren Patientenkollektiven untersucht werden. Die konsequente Umsetzung eines zentralen Endoprothesenregisters könnte die Grundlage dafür darstellen. Vor dem Hintergrund der hier erhobenen Ergebnisse scheint die Implantation von M/M-Gleitpaarungen bei gleichzeitiger Verfügbarkeit risikoärmerer Gleitpartner (Keramik/Keramik) nicht empfehlenswert.
Fetched live from OpenAlex and de-inverted. Abstracts are not stored in this database: the inverted indexes are 8.6 GB of the frame’s 9.3 GB of text, and the host has 13 GB free.
How this classification was reachedexpand
Full frame distilled prediction
Teacher imitationNot calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. Learned from the 10,348 direct Codex labels and 10,348 direct Gemma labels. Candidate is the union of thresholded teacher heads; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels or direct frontier model labels.
Codex and Gemma teacher scores by category
| Category | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Metaresearch | 0.004 | 0.001 |
| Meta-epidemiology (narrow) | 0.003 | 0.002 |
| Meta-epidemiology (broad) | 0.004 | 0.002 |
| Bibliometrics | 0.005 | 0.005 |
| Science and technology studies | 0.001 | 0.001 |
| Scholarly communication | 0.001 | 0.003 |
| Open science | 0.002 | 0.001 |
| Research integrity | 0.002 | 0.003 |
| Insufficient payload (model declined to judge) | 0.003 | 0.005 |
Machine scores (provisional)
The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.
Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.
score_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from itClassification
machine, unvalidatedMachine predicted; both teacher heads agree on what is shown here.
How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".