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Record W1984328238 · doi:10.1353/smr.2013.0002

Berliner Chic: A Locational History of Berlin Fashion by Susan Ingram and Katrina Sark (review)

2013· article· en· W1984328238 on OpenAlexvenueno aff
Julia Bertschik

Bibliographic record

VenueSeminar A Journal of Germanic Studies · 2013
Typearticle
Languageen
FieldArts and Humanities
TopicFashion and Cultural Textiles
Canadian institutionsnot available
Fundersnot available
KeywordsArtHumanitiesArt history

Abstract

fetched live from OpenAlex

Reviewed by: Berliner Chic: A Locational History of Berlin Fashion by Susan Ingram and Katrina Sark Julia Bertschik Susan Ingram and Katrina Sark. Berliner Chic: A Locational History of Berlin Fashion. Bristol/Chicago: Intellect, 2011. 229 pp. US$ 35. ISBN 978-1-84150-369-1. ‚Arm, aber sexy’, dieser berühmt gewordene, mittlerweile allerdings ein wenig modifizierte Slogan des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit (vgl. http://www.klaus-wowereit.de/dafuer_stehe_ich.html), dient der Studie Berliner Chic als Leitmotiv und Verbindungsklammer. In sieben Kapiteln über die Berliner Museumslandschaft, die Berliner Modegeschichte, (Mode-)Fotografie, [End Page 93] Film und Musik, die Berliner Stadtentwicklung sowie Modeevents vor und nach der Wiedervereinigung versuchen die beiden Autorinnen in einem weiten Panorama vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur aktuellen Gegenwart die Modeverbundenheit der Berliner Kultur aufzuzeigen. Dabei meint Mode hier sowohl Kleidung als auch den jeweiligen Zeitgeist des Neuartigen und der Veränderung, des Flüchtigen und Möglichen. So, wie es spätestens seit (dem auch hier zitierten) Baudelaire die Verbindung zwischen Mode und Moderne nahelegt (93). Als spezifischen ‚Berliner Chic’ (in Anlehnung an eine gleichnamige Berliner Modeausstellung sowie eine Berliner Straßen-Fotografie Heinrich Zilles, die auf dem Umschlag abgebildet ist) machen Susan Ingram und Katrina Sark dabei einen unprätentiösen (gleichwohl teuer vermarkteten und gesponserten) Streetstyle aus, wie er inzwischen global verbreitet ist und vor allem über Modeblogs lanciert wird. Typische Berliner Einflüsse und Vorläufer eines solchen Modestils sehen die Autorinnen in der handwerklich orientierten Kunstgewerbebewegung der Jahrhundertwende und der Konfektionsindustrie, im Dienstleistungscharakter und der unglamourösen Alltagsverbundenheit der Modefotografie im West- und Ostsektor der geteilten Stadt (vor allem bei F.C. Gundlach und Sibylle Bergemann; hier allerdings fälschlich ‚Sybille’ genannt, 108), aber auch in der Punk- und Technobewegung sowie dem „culturepreneurship“ (203) des hippen Nachwende-Berlin zwischen Avantgarde, Gentrifizierung und Stadtmarketing. Dies lasse sich auf pragmatisch-sachliche, da preußische Traditionslinien (u. a. exemplifiziert am anekdotischen Beispiel Marlene Dietrichs, 212f.) sowie auf eine machtmisstrauische Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und DDR-Vergangenheit zurückführen, wie es hier vor allem die filmischen Beispiele der in Berliner Settings gedrehten Sciencefiction-Filme Equilibrium (2002) und Aeon Flux (2005) sowie die Musikvideos der den traditionsreichen Hansa Tonstudios in Berlin verbundenen Band U2 demonstrieren. Gerade das letztgenannte Beispiel enthält jedoch auch eine für die Anlage des gesamten Bandes signifikante Ungenauigkeit: Die Trabis der ostdeutschen Automarke in Anton Corbijns Video stehen eben nicht „as global signifiers of ‚Berlinness’“, wie hier behauptet (161), sondern als ‚ostalgische’ Zeichen für Ostberlin bzw. für die gesamte DDR. Auch die erwähnte Kunstgewerbebewegung ist nicht gerade typisch für Berlin, sondern hat ihre Wurzeln in England und Wien, der Deutsche Werkbund wurde zudem in München gegründet. Und nicht zuletzt ließe sich wohl auch die (bis heute) wenig glamouröse Modeauffassung eher als ‚typisch deutsch’ statt als Berlin-typisch charakterisieren, was sich schon in den hier zitierten Aussagen der Museumsleiterin Barbara Mundt und dem Gründer des Modemagazins Achtung, Markus Ebner, widerspiegelt (54 u. 109). Das lässt sich aber durchaus auch historisch begründen: Im lange national zersplitterten Deutschland fehlte es im Unterschied zu Frankreich oder England an der gesellschaftlichen Tradition einer feudalen Hofkultur sowie an einem urbanen Zentrum mit dem dazugehörigen Interesse für Mode und Selbstdarstellung. Zudem brach die bürgerliche deutsche Aufklärung in standes- und geschlechtsspezifischer [End Page 94] Weise radikal mit den Vorstellungen adeliger Galanterie und des künstlichen Mode-Einsatzes. Auch einem in der Folgezeit gleichfalls zu Mäßigung und Triebverzicht verpflichteten, klassischen Konzept deutscher Hochkultur zugunsten künstlerischer Erhabenheit und lebensweltlicher Abstinenz musste die ästhetische Feier verfeinerter Genüsse und modischer Selbstbespiegelung suspekt erscheinen. Ein bewusstes Bekenntnis zur Haute Couture fand in Deutschland hingegen immer dann statt, wenn ‚deutsche Mode’ in kriegstreiberischer Absicht gegen andere in Stellung gebracht werden sollte, wie es auch bei Ingram und Sark mit Blick auf den Ersten Weltkrieg und das ‚Dritte Reich’ vorgestellt wird. Vor diesem, leider nicht ganz vollständig in den Blick genommenen, historischen Hintergrund ist es nun auch weniger erstaunlich als die beiden Autorinnen meinen, dass es bis heute kein Berliner Modemuseum als permanente Institution gibt (25). Gleichzeitig lässt ihre Beobachtung, dass...

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How this classification was reachedexpand

Full frame machine prediction

Teacher imitation

Not calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. The Gemma side is a direct model label for every work in the frame, read from the title-only record. The Codex side is a classifier learned from the 10,348 direct Codex labels and calibrated to design-weighted sample rates; fields without enough sample support carry no Codex call. Candidate is the union of the two sides; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels.

metaresearch head score (Codex)0.001
metaresearch head score (Gemma)0.004
Version: metacan-v3-hybrid-931329e0061cValidation status: machine_predicted_unvalidated
Candidate categoriesnone
Consensus categoriesnone
DomainCandidate signal: none · Consensus signal: none
Study designCandidate signal: Not applicable · Consensus signal: Not applicable
GenreCandidate signal: Review · Consensus signal: Review
Teacher disagreement score0.028
Threshold uncertainty score0.095

Distilled classifier scores by category (both heads)

CategoryCodexGemma
Metaresearch0.0010.004
Meta-epidemiology (narrow)0.0010.001
Meta-epidemiology (broad)0.0010.001
Bibliometrics0.0040.006
Science and technology studies0.0010.001
Scholarly communication0.0030.004
Open science0.0010.002
Research integrity0.0020.003
Insufficient payload (model declined to judge)0.0280.008

Machine scores (provisional)

The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.

Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.

Opus teacher head0.033
GPT teacher head0.254
Teacher spread0.220 · how far apart the two teachers sit on this one work
Validation statusscore_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from it

Classification

machine, unvalidated

Machine predicted; a candidate call from one source (direct Gemma or distilled Codex), not a consensus.

The models applied no category: nothing in the taxonomy fit this work.
Study designNot applicable
Domainnot available
GenreReview

How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".

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Citations0
Published2013
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