Hat die herkömmliche prothetische Versorgung neben der Implantologie noch eine Zukunft?
Bibliographic record
Abstract
Betrachtet man die Themen zahnärztlicher Kongresse, könnte man meinen, die prothetische Versorgung mit herkömmlichen Mitteln würde zunehmend an Bedeutung verlieren und vielleicht sogar den Charakter einer Sozialvariante annehmen. Eine solche Wahrnehmung bildet die Realität der durchschnittlichen deutschen Zahnarztpraxis jedoch nur unzureichend ab. Sie entspricht auch nur teilweise unserer aktuellen Wissensbasis und wird einer sorgfältigen Risiko-Nutzen-Abwägung nicht gerecht. Rufen wir uns die Aufgaben prothetischer Therapie ins Gedächtnis. Im Selbstverständnis der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde heißt es beispielsweise: „Im Vordergrund steht ein patientenzentrierter, präventiver, auf Gesundheitsnutzen ausgerichteter Ansatz. Dieser wird ganzheitlich verstanden, zielt auf den Erhalt oraler Strukturen ab und bezieht die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität ausdrücklich ein.” Mehrdimensional begründete, patientenbezogene Entscheidungen haben oberste Priorität. Dabei sind Implantate nicht mehr wegzudenken. Wir sind in der Prothetik allerdings in der glücklichen Lage, der Implantatversorgung bezüglich der Lebenserwartung durchaus ebenbürtige Alternativen gegenüberstellen zu können. So sind Brücken mit hohen Langzeitüberlebensraten bestens dokumentiert. Langzeitdaten auf so breiter Basis sind für Implantatversorgungen - naturgemäß - noch nicht verfügbar. Stereotype, dogmatische Empfehlungen und Planungen sollten daher vermieden werden. Ein gutes Beispiel ist die verkürzte Zahnreihe. Bei einigen Patienten wird das Belassen oder der Aufbau einer Prämolarenokklusion dem Setzen von posterioren Implantaten bei sorgfältiger Bewertung von Risiko und Nutzen vorzuziehen sein. Das heißt natürlich nicht, dass man bei bestehender medizinischer Indikation und subjektivem Bedarf nicht bis zum zweiten Molaren implantieren sollte. Es heißt aber, bei geringer subjektiver Beeinträchtigung und ungünstigen Voraussetzungen für Implantate auch guten Gewissens auf eine Versorgung verzichten oder begrenzte Therapieziele mit herkömmlichen (festsitzenden) Mitteln anstreben zu können. Die wissenschaftliche Grundlage dafür wurde aktuell in einer Publikation von Kanno und Carlsson sehr eingehend beschrieben (J Oral Rehabil 2006; 33: 850-862). In bestimmten Fällen wird bei verkürzter Zahnreihe auch nach wie vor die abnehmbare Teilprothese Mittel der ersten Wahl sein. Im zahnlosen Unterkiefer gilt die implantatgestützte Deckprothese seit dem McGill-Konsensus als Standardbehandlung. Trotzdem wird auch in Zukunft eine erhebliche Zahl von Patienten mit einfachen Totalprothesen zu versorgen sein. Die Prävalenz der Zahnlosigkeit nimmt nur langsam ab, während das Durchschnittsalter der Betroffenen steigt. In dieser Klientel werden im Unterkiefer neben einfachen Implantatkonstruktionen Totalprothesen vorherrschen. Im Oberkiefer wird die Totalprothese vermutlich sehr deutlich überwiegen. Fazit: Der medizinische Fortschritt ist nicht aufzuhalten - und das ist gut so. Implantate helfen uns beim Erreichen unseres Zieles einer bestmöglichen mundgesundheitsbezogenen Lebensqualität. Wir können in der Prothetik aber weiterhin auf traditionelle, langzeitbewährte Therapiemittel aus rein medizinischen oder auch aus finanziellen Erwägungen zurückgreifen und aus einem großen Spektrum wählen. Diese Wahl sollte keine Qual sein, sondern dazu genutzt werden, bei der Therapieentscheidung „aus dem Vollen zu schöpfen” und noch besser auf den Patienten einzugehen.
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How this classification was reachedexpand
Full frame machine prediction
Teacher imitationNot calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. The Gemma side is a direct model label for every work in the frame, read from the title-only record. The Codex side is a classifier learned from the 10,348 direct Codex labels and calibrated to design-weighted sample rates; fields without enough sample support carry no Codex call. Candidate is the union of the two sides; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels.
Distilled classifier scores by category (both heads)
| Category | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Metaresearch | 0.011 | 0.027 |
| Meta-epidemiology (narrow) | 0.001 | 0.001 |
| Meta-epidemiology (broad) | 0.002 | 0.002 |
| Bibliometrics | 0.001 | 0.001 |
| Science and technology studies | 0.003 | 0.014 |
| Scholarly communication | 0.011 | 0.017 |
| Open science | 0.001 | 0.004 |
| Research integrity | 0.010 | 0.013 |
| Insufficient payload (model declined to judge) | 0.020 | 0.009 |
Machine scores (provisional)
The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.
Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.
score_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from itClassification
machine, unvalidatedMachine predicted; a candidate call from one source (direct Gemma or distilled Codex), not a consensus.
How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".