Prädiktoren für niedriges Geburtsgewicht – Eine epidemiologische Fall-Kontroll-Studie an saarländischen Wöchnerinnen
Bibliographic record
Abstract
Hintergrund: Niedriges Geburtsgewicht verursacht hohe Versorgungskosten im Gesundheitssystem und bedeutet für die betroffenen Neugeborenen ungünstige Startbedingungen für ihr Leben (z.B. Kirschner & Hoeltz 2000). Bekannt ist, dass sich ein niedriges Geburtsgewicht auch langfristig negativ auf das Entwicklungspotenzial und das Auftreten gesundheitlicher Störungen – u.a. psychischer Erkrankungen – auswirkt (Roberts et al. 2007; Simeoni & Zetterström 2005). Die Rolle psychosozialer und sozioökonomischer Determinanten für das Auftreten von niedrigem Geburtsgewicht wurde insbesondere in Deutschland nur wenig beforscht (vgl. Reime et al. 2006). Fragestellung: Ziel der Studie war es, den Einfluss sozioökonomischer Merkmale, psychosozialer Faktoren und des Gesundheitsverhaltens der Mutter auf das kindliche Geburtsgewicht zu untersuchen. Material und Methode: In einer explorativen Fall-Kontroll-Studie wurden das Auftreten der genannten Faktoren von 26 Fällen (Geburtsgewicht höchstens 2500 Gramm) mit denen von 26 Kontrollen verglichen. Die Erhebung erfolgte anhand einer standardisierten Befragung. Ergebnisse: Die Befunde zeigen, dass Mütter der Kontrollgruppe häufiger verheiratet waren bzw. mit einem Partner lebten (100% vs. 77%; p<0,05) und über einen höheren Berufsstatus (83% Angestellte vs. 54%; p<0,05). verfügten. Auf deskriptiver Ebene sichtbare Bildungsdifferenzen zu Ungunsten von Frauen mit geringerer Bildung waren in den statistischen Tests nicht signifikant. Mütter der Fallgruppe litten öfter unter Erschöpfungszuständen (p<0,05) und berichteten überproportional oft partnerschaftliche Probleme (M=1,8 (1,1) vs. M=1,3 (0,5); p<0,05). Ebenso hatten sie höhere Belastungen am Arbeitsplatz beispielsweise durch Witterung, Hitze oder Zug (M=1,7 (1,0) vs. M=1,1 (0,4); p<0,05) angegeben und ihnen stand tendenziell weniger Wohnraum zur Verfügung (M=96,5m2 (31,5m2) vs. M=118,5m2 (46,8m2); p<0,1). Diskussion und Schlussfolgerung: Die Arbeit bestätigen v.a. internationale Befunde, nach denen sich die soziale Lage von Frauen mit normalgewichtigen Neugeborenen und denen, die ein Kind mit zu niedrigem Geburtsgewicht zur Welt bringen, unterscheidet. Neben vertikalen Statusmerkmalen scheinen partnerschaftliche Bedingungen sowie damit vermutlich in Zusammenhang stehende psychosoziale Belastungen eine Rolle zuzukommen. Ebenso ergaben sich erste Anzeichen, die auf eine mögliche Relevanz von Arbeitsplatzbelastungen und der Wohnsituation hinweisen. Zum einen erscheint es sinnvoll und aufgrund der kleinen Stichprobe notwendig, die einbezogenen psychosozialen und sozioökonomischen Faktoren in prospektiven Studien anhand größerer Stichproben zu untersuchen, zum anderen sollte diesen Merkmalen in der Erforschung von Prädiktoren niedrigen Geburtsgewichts vermutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Fetched live from OpenAlex and de-inverted. Abstracts are not stored in this database: the inverted indexes are 8.6 GB of the frame’s 9.3 GB of text, and the host has 13 GB free.
How this classification was reachedexpand
Full frame distilled prediction
Teacher imitationNot calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. Learned from the 10,348 direct Codex labels and 10,348 direct Gemma labels. Candidate is the union of thresholded teacher heads; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels or direct frontier model labels.
Codex and Gemma teacher scores by category
| Category | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Metaresearch | 0.007 | 0.008 |
| Meta-epidemiology (narrow) | 0.002 | 0.001 |
| Meta-epidemiology (broad) | 0.003 | 0.001 |
| Bibliometrics | 0.000 | 0.001 |
| Science and technology studies | 0.001 | 0.001 |
| Scholarly communication | 0.000 | 0.002 |
| Open science | 0.002 | 0.001 |
| Research integrity | 0.002 | 0.005 |
| Insufficient payload (model declined to judge) | 0.002 | 0.003 |
Machine scores (provisional)
The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.
Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.
score_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from itClassification
machine, unvalidatedMachine predicted; both teacher heads agree on what is shown here.
How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".