Sinnkonstitution durch Wahrheitsvielfalt: Gabrielle Alioths polyphoner Roman Die stumme Reiterin
Bibliographic record
Abstract
Als die Schweizer Okonomin Gabrielle Alioth 1984 nach Irland umsiedelte, erfand sie sich auf der Fahre neu, indem sie mit dem Wohnort auch den Beruf wechselte. Inzwischen zur Romanautorin arriviert, bringt sie diese Bewegungen, die Umsiedlung und Neuerfindung, in ihrer kreativen Arbeit zum Ausdruck, wo sie in narrativer Technik, rhetorischen Figuren und Inhalten vorzufmden sind. Denn die Triebfedern der Erzahlungen sind Motive der Reise und der Veranderung. Weil Alioths Romane ihre Leserschaft dazu herausfordern, sich auf eine Suche nach Sinn in vielfaltiger Bewegung zu begeben, soll im Folgenden Thema der Sinnbzw. Textproduktion im Zusammenhang mit dieser Herausforderung untersucht werden. Dazu wird sowohl auf Wolfgang Isers wirkungsasthetische Theorie, als auch auf Mikhail Bachtins Konzept der Redevielfalt zuruckgegriffen, da beide in Alioths Roman inhaltlich und metaphorisch verankert sind. Alioths durchkonzipierte Technik des Verbergens und Verschleierns (Interview) hat in ihrem komplexen vierten Roman, Die stumme Reiterin, einen Hohepunkt erreicht. Bereits ihr Erstling Der Narr erzeugt eine, wie Anne Fuchs es bezeichnet, Unsicherheit, weil das Geschehen nicht chronologisch erzahlt wird, sondern sich in einem Gefuge aus Naturbeschreibungen, Reflexionen, Erinnerungen, Vorausgriffen, Spekulationen, Geruchten und Vermutungen auf lost (77). Ein solches Miteinander von Ausdrucksformen besteht auch in der Reiterin, und die Unsicherheit wird hier noch potenziert durch die Verknupfung vieler Erzahlstimmen zu einer polyphonen Komposition, in der biographische Bruchstucke mehrerer fiktionaler Personen mit historischen Fakten, Musikgeschichte und Alchemie, sowie Elementen der Herzog-Ernst Legende und Wolfram von Eschenbachs Parzival miteinander in Beziehung gesetzt werden. Zur Interpretation der Reiterin ist demnach die — mit Hilfe von Bachtins und Isers Ansatzen auszufuhrende — Erlauterung intertextueller Bezuge und historischer Verweise vonnoten, um eine Sinnkonstitution durch polyphone Wahrheitsvielfalt zu zeigen. Die Handlung findet um die Wende vom vierzehnten zum funfzehnten
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How this classification was reachedexpand
Full frame distilled prediction
Teacher imitationNot calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. Learned from the 10,348 direct Codex labels and 10,348 direct Gemma labels. Candidate is the union of thresholded teacher heads; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels or direct frontier model labels.
Codex and Gemma teacher scores by category
| Category | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Metaresearch | 0.001 | 0.000 |
| Meta-epidemiology (narrow) | 0.001 | 0.001 |
| Meta-epidemiology (broad) | 0.002 | 0.001 |
| Bibliometrics | 0.000 | 0.000 |
| Science and technology studies | 0.002 | 0.001 |
| Scholarly communication | 0.000 | 0.001 |
| Open science | 0.001 | 0.000 |
| Research integrity | 0.000 | 0.001 |
| Insufficient payload (model declined to judge) | 0.001 | 0.001 |
Machine scores (provisional)
The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.
Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.
score_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from itClassification
machine, unvalidatedMachine predicted; a candidate call from one teacher head, not a consensus.
How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".