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Record W2316368216 · doi:10.1055/s-0030-1256463

Fidaxomicin als Alternative zu Vancomycin bei Clostridium-difficile-Infektion

2011· article· de· W2316368216 on OpenAlexaboutno aff
Christoph Lübbert

Bibliographic record

VenueGastroenterologie up2date · 2011
Typearticle
Languagede
FieldMedicine
TopicClostridium difficile and Clostridium perfringens research
Canadian institutionsnot available
Fundersnot available
KeywordsClostridium difficileFidaxomicinMedicineVancomycinMicrobiologyBacteriaAntibioticsBiologyStaphylococcus aureus

Abstract

fetched live from OpenAlex

All articles of this category C.-difficile-Infektionen. Toxinbildende Clostridium-difficile-Stämme gelten weltweit als häufigste Erreger von antibiotikaassoziierten Darmerkrankungen und nosokomialer Diarrhö, mit einer Verdoppelung der Inzidenz der Clostridium-difficile-assoziierten Kolitis (CDAC) in Europa und Nordamerika seit 1996 [ 1 ]. Die Mehrkosten stationärer Krankenhausbehandlung infolge einer zusätzlich nosokomial erworbenen CDAC werden für Deutschland mit ca. 7150 € pro Erkrankungsfall beziffert [ 2 ]. Kommentar zu: Fidaxomicin versus Vancomycin bei Clostridium-difficile-Infektion Fidaxomicin versus vancomycin for Clostridium difficile infection Louie TJ, Miller MA, Mullane KM, Weiss K, Lentnek A, Golan Y, Gorbach S, Sears P, Shue YK; OPT-80-003 Clinical Study Group. University of Calgary, Calgary, AB, Canada Hintergrund: Fidaxomicin könnte eine hoch aktive und spezifischere Therapie der C.-difficile-Infektion ermöglichen: Es ist in vitro aktiver gegen klinische C.-difficile-Isolate als Vancomycin, wird systemisch kaum absorbiert, erreicht hohe fäkale Konzentrationen und beeinträchtigt die Darmflora mäßig. T. Louie et al. verglichen das makrozyklische Antibiotikum mit Vancomycin in Phase III. Methoden: Zwischen Mai 2006 und August 2008 nahmen die Forscher 629 Erwachsene, die an 52 amerikanischen und 15 kanadischen Zentren behandelt wurden, in die prospektive randomisierte Doppelblindstudie auf. Die Patienten litten an akuten Symptomen einer C.-difficile-Infektion und die Stuhluntersuchung auf Bakterientoxin ergab einen positiven Befund. Die Teilnehmer erhielten oral über 10 Tage entweder täglich 2-mal 200 mg Fidaxomicin und 2-mal Plazebo oder täglich 4-mal 125 mg Vancomycin. Ergebnisse: Von 629 Teilnehmern konnten 548 (87,1 %) für die Per-Protokoll-Analyse (PP) evaluiert werden. Hiernach erzielten 92,1 % der Patienten unter Fidaxomicin und 89,8 % der Patienten unter Vancomycin eine klinische Heilung, nach modifizierter Intention-to-treat-Analyse (ITT) waren es 88,2 bzw. 85,8 %. Unter Fidaxomicin erlitten signifikant weniger Patienten ein Rezidiv (13,3 % PP, 15,4 % ITT) als unter Vancomycin (24,0 % PP, 25,3 % ITT). Bei Patienten, die mit dem Stamm NAP1/BI/027 (North American Pulsed Field Typ 1) infiziert waren, unterschieden sich die Rezidivraten unter Fidaxomicin (24,4 %, 11/45) und Vancomycin (23,6 %, 13/55) allerdings nicht. Die Rezidivrate bei Patienten, die mit anderen Stämmen infiziert waren, lag unter Fidaxomicin bei 7,8 %, (8/103) und unter Vancomycin bei 25,5 % (27/106). Das Nebenwirkungsprofil der beiden Regime war vergleichbar. Folgerung: Insgesamt sei Fidaxomicin nicht weniger effektiv als Vancomycin gegen C.-difficile-bedingte Durchfallerkrankungen, stellen die Autoren fest. Außerdem sei das Rezidivrisiko nach Vancomycin-Therapie um den Faktor 3,3 höher als nach Fidaxomicin-Therapie, was nach Ansicht der Autoren auf die geringere Beeinträchtigung der Darmflora durch Fidaxomicin zurückzuführen sei. Die geringere Rezidivhäufigkeit unter Fidaxomicin fehlte allerdings in der Subgruppe der Patienten, die mit dem hypervirulenten Stamm NAP1/BI/027 infiziert waren. N Engl J Med 2011; 364: 422 – 431 (zusammengefasst von Ines Schulz-Hanke, Untermeitingen) Hypervirulente Stämme. Zuletzt wurden vermehrt C.-difficile-Infektionen mit besonders schweren klinischen Verläufen und erhöhter Letalität beobachtet [ 1 ]. In diesem Zusammenhang gibt das weltweit vermehrte Auftreten hypervirulenter Stämme, insbesondere der Ribotypen 027 und 078, Grund zur Sorge. Die damit behaftete Erhöhung der Rezidivrate trotz adäquater Therapie mit Metronidazol und Vancomycin auf ca. 20 – 30 % macht die Entwicklung neuer, weniger rezidivbehafteter Therapieoptionen dringend erforderlich [ 3 ]. Fidaxomicin. Das zur Gruppe der Makrolidantibiotika gehörende Fidaxomicin weist in vitro eine deutlich höhere Aktivität gegen C. difficile als Vancomycin auf und wirkt im Gegensatz zu Vancomycin bakterizid, hinzu kommt ein besserer postantibiotischer Effekt. Minimale intestinale Absorption und geringe Aktivität gegen die physiologische Darmflora [ 4 ] machen dieses Medikament zu einem vielversprechenden Kandidaten zur Verbesserung und Erweiterung der therapeutischen Optionen. Die vorliegende Phase-III-Studie von Louie et al. beweist mit 7,8 % vs. 25,5 % erstmalig eine statistisch signifikant geringere Rezidivrate im Vergleich zur Standardtherapie bei vergleichbarem Wirksamkeits- und Nebenwirkungsprofil. Allerdings konnte dieser Effekt nur für nicht hypervirulente C.-difficile-Stämme gezeigt werden. Bei Vorliegen einer Infektion mit dem hypervirulenten Ribotyp 027 war die Rezidivrate unverändert hoch. Günstige Eigenschaften. Vermutlich ist die insgesamt geringere Rezidivrate unter Fidaxomicin dadurch zu erklären, dass dieses ein engeres antibiotisches Spektrum aufweist, da es z. B. die Bacteroides-Gruppe im Darm nicht supprimiert und die intestinale Flora somit insgesamt weniger beeinflusst als die orale Vancomycin-Gabe. Ein großer klinischer Vorteil ist ferner die fehlende Selektion Vancomycin-resistenter Enterokokken (VRE). Fazit. Mit Fidaxomicin steht ein neues, vielversprechendes Antibiotikum vor der Zulassung (Anträge hierzu wurden sowohl bei der amerikanischen FDA als auch bei der europäischen EMA gestellt), das sich im klinischen Alltag noch bewähren muss. Ergänzende Studien zur Bestimmung der optimalen Therapiedauer sowie Untersuchungen, die die in der Studie von Louie et al. gezeigten Therapievorteile bestätigen, sind wünschenswert. Der Wirksamkeitsnachweis weiterer, noch in der Pipeline befindlicher Medikamente wie Ramoplanin oder Difimicin sowie die sich aus der Entwicklung eines C.-difficile-Toxoidimpfstoffes ergebende Perspektive bleiben abzuwarten. Sollten hier keine Fortschritte gelingen, erscheint die Behandlung von CDAC-Patienten mit monoklonalen humanisierten Antikörpern gegen C.-difficile-Toxin A und B derzeit bei Vorliegen einer Infektion mit hypervirulenten C.-difficile-Stämmen als erfolgversprechendster, jedoch mit hohen Therapiekosten behafteter Weg [ 5 ].

Fetched live from OpenAlex and de-inverted. Abstracts are not stored in this database: the inverted indexes are 8.6 GB of the frame’s 9.3 GB of text, and the host has 13 GB free.

How this classification was reachedexpand

Full frame machine prediction

Teacher imitation

Not calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. The Gemma side is a direct model label for every work in the frame, read from the title-only record. The Codex side is a classifier learned from the 10,348 direct Codex labels and calibrated to design-weighted sample rates; fields without enough sample support carry no Codex call. Candidate is the union of the two sides; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels.

metaresearch head score (Codex)0.001
metaresearch head score (Gemma)0.001
Version: metacan-v3-hybrid-931329e0061cValidation status: machine_predicted_unvalidated
Candidate categoriesnone
Consensus categoriesnone
DomainCandidate signal: none · Consensus signal: none
Study designCandidate signal: Not applicable · Consensus signal: none
GenreCandidate signal: Review · Consensus signal: Review
Teacher disagreement score0.042
Threshold uncertainty score0.139

Distilled classifier scores by category (both heads)

CategoryCodexGemma
Metaresearch0.0010.001
Meta-epidemiology (narrow)0.0000.000
Meta-epidemiology (broad)0.0010.001
Bibliometrics0.0010.001
Science and technology studies0.0000.000
Scholarly communication0.0010.001
Open science0.0010.000
Research integrity0.0010.001
Insufficient payload (model declined to judge)0.0420.008

Machine scores (provisional)

The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.

Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.

Opus teacher head0.078
GPT teacher head0.304
Teacher spread0.226 · how far apart the two teachers sit on this one work
Validation statusscore_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from it

Classification

machine, unvalidated

Machine predicted; a candidate call from one source (direct Gemma or distilled Codex), not a consensus.

The models applied no category: nothing in the taxonomy fit this work.
Study designNot applicable
Domainnot available
GenreReview

How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".

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Citations1
Published2011
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