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Record W2331692509 · doi:10.1055/s-0034-1387060

Zivilgesellschaftliches Engagement im Ernährungsbereich – Ergebnisse einer Studie zu den Motiven und zur Bedeutung von Gesundheitsaspekten aus Sicht der Aktiven bei der Organisation Slow Food

2014· article· de· W2331692509 on OpenAlexaboutno aff
B Warrelmann, Janina Curbach, Juliana da Conceição Sampaio Lóss

Bibliographic record

VenueDas Gesundheitswesen · 2014
Typearticle
Languagede
FieldAgricultural and Biological Sciences
TopicOrganic Food and Agriculture
Canadian institutionsnot available
Fundersnot available
KeywordsPolitical scienceGynecologyHumanitiesArtMedicine

Abstract

fetched live from OpenAlex

Hintergrund: Der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung (1986) zufolge ist in der Gesundheitsförderung das gemeinschaftliche Engagement von Bürgern in ihrer Lebenswelt ein entscheidender Erfolgsfaktor [1]. Gesunde Ernährung stellt ein zentrales Ziel von Gesundheitsförderung dar. Aber auch außerhalb von Gesundheitsförderungsprojekten lässt sich zivilgesellschaftliches Engagement zum Thema Essen/Ernährung beobachten („food activism“). Obwohl „food activism“ in der bisherigen Forschung zum Teil sogar als wachsende soziale Bewegung beschrieben wird [2], steht die wissenschaftliche Untersuchung des Themas vor allem in Deutschland noch am Anfang. Fragestellung: Vor diesem Hintergrund wurden in der vorliegenden Studie zwei Forschungsfragen untersucht: 1. Was sind Motive von engagierten Bürgern, sich für das Thema Essen und Ernährung einzusetzen („food activism“)? 2. Inwiefern spielen für „food activists“ Gesundheitsaspekte bei ihrem Engagement eine Rolle? Methodik: Aufgrund der bestehenden Forschungslücke zum Thema „food activism“ wurde ein exploratives, qualitatives Forschungsdesign gewählt. Um die Forschungsfragen zu beantworten wurden semi-strukturierte Interviews (n = 10) mit Leitern der regionalen Gruppen der Organisation Slow Food Deutschland geführt. Die Leiter stellen Schlüsselpersonen für den zu untersuchenden Kontext dar. Die Organisation Slow Food wurde ausgewählt, da sie sich als eine von wenigen zivilgesellschaftlichen Organisationen in Deutschland ausschließlich mit dem Thema Essen/Ernährung befasst. Zudem handelt es sich bei Slow Food um eine mitgliederbasierte Organisation, wodurch es möglich war, die Sicht von in „bottom-up“-Aktivitäten involvierten Personen einzufangen. Die Interviews wurden anonym transkribiert und computergestützt (ATLAS.ti) mittels Inhaltsanalyse nach Mayring [3] ausgewertet. Ergebnisse: Die Interviewpartner waren im Durchschnitt 60 Jahre alt. 9 der 10 Interviewpartner waren männlich und 8 von 10 haben einen Hochschulabschluss. Die von den Interviewpartnern genannten Motive für das Engagement zum Thema Essen/Ernährung weisen ein breites Spektrum auf. Sie lassen sich unterteilen in individuumsbezogene Motive, z.B. das Kennenlernen von Quellen für gute Lebensmittel, und gesellschaftsbezogene Motive, z.B. Kritik am industriellen Lebensmittelsystem. Gesundheit ist für das ernährungsbezogene Engagement der Interviewpartner kein zentrales Motiv. Zudem ist das Thema Gesundheit in den Augen der Befragten teilweise negativ konnotiert, da es u.a. mit Diäten und Entbehrungen beim Essen assoziiert wird. Entscheidend für gesunde Ernährung ist aus Sicht der Interviewpartner das Wissen über Herkunft der Lebensmittel sowie der Verzicht auf Gentechnik, Pestizide, Zusatzstoffe etc. bei der Herstellung von Lebensmitteln. Schlussfolgerungen: Dass Gesundheit für das ernährungsbezogene Engagement der Interviewpartner kein zentrales Motiv darstellt, lässt sich damit begründen, dass Gesundheit häufig als individuelle Angelegenheit wahrgenommen wird und damit keinen Anlass für kollektives Engagement bietet. Bei den Interviewpartnern herrscht zudem eine krankheitsbezogene Sicht auf „gesunde Ernährung“ vor (im Sinne von „es darf nichts Schädliches enthalten“). Dieses Ergebnis lässt sich eventuell auf das relativ hohe Alter der Befragten zurückführen: Diese Altersgruppe ist mit einer pathogenetisch orientierten Denkweisen sozialisiert worden, bevor der Gesundheitsförderungsdiskurs sich gesellschaftlich etablierte. Zudem sind die Auswirkungen von Schadstoffen in Lebensmitteln greifbarer, da sie im Gegensatz zu den Auswirkungen einer langfristig ernährungsphysiologisch gesunden Ernährung unmittelbare spürbar sein können. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass neben Gesundheit verstärkt andere Zusatznutzen wie z.B. Wohlbefinden, Genuss und Gemeinschaft betont werden sollten, um Bürger für gesundheitsförderliche Interventionen im Ernährungsbereich zu gewinnen.

Fetched live from OpenAlex and de-inverted. Abstracts are not stored in this database: the inverted indexes are 8.6 GB of the frame’s 9.3 GB of text, and the host has 13 GB free.

How this classification was reachedexpand

Full frame machine prediction

Teacher imitation

Not calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. The Gemma side is a direct model label for every work in the frame, read from the title-only record. The Codex side is a classifier learned from the 10,348 direct Codex labels and calibrated to design-weighted sample rates; fields without enough sample support carry no Codex call. Candidate is the union of the two sides; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels.

metaresearch head score (Codex)0.015
metaresearch head score (Gemma)0.025
Version: metacan-v3-hybrid-931329e0061cValidation status: machine_predicted_unvalidated
Candidate categoriesnone
Consensus categoriesnone
DomainCandidate signal: none · Consensus signal: none
Study designCandidate signal: Observational · Consensus signal: Observational
GenreCandidate signal: Empirical · Consensus signal: Empirical
Teacher disagreement score0.019
Threshold uncertainty score0.081

Distilled classifier scores by category (both heads)

CategoryCodexGemma
Metaresearch0.0150.025
Meta-epidemiology (narrow)0.0000.000
Meta-epidemiology (broad)0.0010.001
Bibliometrics0.0010.002
Science and technology studies0.0020.003
Scholarly communication0.0060.004
Open science0.0010.003
Research integrity0.0010.002
Insufficient payload (model declined to judge)0.0100.001

Machine scores (provisional)

The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.

Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.

Opus teacher head0.022
GPT teacher head0.255
Teacher spread0.233 · how far apart the two teachers sit on this one work
Validation statusscore_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from it

Classification

machine, unvalidated

Machine predicted; a candidate call from one source (direct Gemma or distilled Codex), not a consensus.

The models applied no category: nothing in the taxonomy fit this work.
Study designObservational
Domainnot available
GenreEmpirical

How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".

Quick stats

Citations0
Published2014
Admission routes1
Has abstractyes

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