Zivilgesellschaftliches Engagement im Ernährungsbereich – Ergebnisse einer Studie zu den Motiven und zur Bedeutung von Gesundheitsaspekten aus Sicht der Aktiven bei der Organisation Slow Food
Notice bibliographique
Résumé
Hintergrund: Der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung (1986) zufolge ist in der Gesundheitsförderung das gemeinschaftliche Engagement von Bürgern in ihrer Lebenswelt ein entscheidender Erfolgsfaktor [1]. Gesunde Ernährung stellt ein zentrales Ziel von Gesundheitsförderung dar. Aber auch außerhalb von Gesundheitsförderungsprojekten lässt sich zivilgesellschaftliches Engagement zum Thema Essen/Ernährung beobachten („food activism“). Obwohl „food activism“ in der bisherigen Forschung zum Teil sogar als wachsende soziale Bewegung beschrieben wird [2], steht die wissenschaftliche Untersuchung des Themas vor allem in Deutschland noch am Anfang. Fragestellung: Vor diesem Hintergrund wurden in der vorliegenden Studie zwei Forschungsfragen untersucht: 1. Was sind Motive von engagierten Bürgern, sich für das Thema Essen und Ernährung einzusetzen („food activism“)? 2. Inwiefern spielen für „food activists“ Gesundheitsaspekte bei ihrem Engagement eine Rolle? Methodik: Aufgrund der bestehenden Forschungslücke zum Thema „food activism“ wurde ein exploratives, qualitatives Forschungsdesign gewählt. Um die Forschungsfragen zu beantworten wurden semi-strukturierte Interviews (n = 10) mit Leitern der regionalen Gruppen der Organisation Slow Food Deutschland geführt. Die Leiter stellen Schlüsselpersonen für den zu untersuchenden Kontext dar. Die Organisation Slow Food wurde ausgewählt, da sie sich als eine von wenigen zivilgesellschaftlichen Organisationen in Deutschland ausschließlich mit dem Thema Essen/Ernährung befasst. Zudem handelt es sich bei Slow Food um eine mitgliederbasierte Organisation, wodurch es möglich war, die Sicht von in „bottom-up“-Aktivitäten involvierten Personen einzufangen. Die Interviews wurden anonym transkribiert und computergestützt (ATLAS.ti) mittels Inhaltsanalyse nach Mayring [3] ausgewertet. Ergebnisse: Die Interviewpartner waren im Durchschnitt 60 Jahre alt. 9 der 10 Interviewpartner waren männlich und 8 von 10 haben einen Hochschulabschluss. Die von den Interviewpartnern genannten Motive für das Engagement zum Thema Essen/Ernährung weisen ein breites Spektrum auf. Sie lassen sich unterteilen in individuumsbezogene Motive, z.B. das Kennenlernen von Quellen für gute Lebensmittel, und gesellschaftsbezogene Motive, z.B. Kritik am industriellen Lebensmittelsystem. Gesundheit ist für das ernährungsbezogene Engagement der Interviewpartner kein zentrales Motiv. Zudem ist das Thema Gesundheit in den Augen der Befragten teilweise negativ konnotiert, da es u.a. mit Diäten und Entbehrungen beim Essen assoziiert wird. Entscheidend für gesunde Ernährung ist aus Sicht der Interviewpartner das Wissen über Herkunft der Lebensmittel sowie der Verzicht auf Gentechnik, Pestizide, Zusatzstoffe etc. bei der Herstellung von Lebensmitteln. Schlussfolgerungen: Dass Gesundheit für das ernährungsbezogene Engagement der Interviewpartner kein zentrales Motiv darstellt, lässt sich damit begründen, dass Gesundheit häufig als individuelle Angelegenheit wahrgenommen wird und damit keinen Anlass für kollektives Engagement bietet. Bei den Interviewpartnern herrscht zudem eine krankheitsbezogene Sicht auf „gesunde Ernährung“ vor (im Sinne von „es darf nichts Schädliches enthalten“). Dieses Ergebnis lässt sich eventuell auf das relativ hohe Alter der Befragten zurückführen: Diese Altersgruppe ist mit einer pathogenetisch orientierten Denkweisen sozialisiert worden, bevor der Gesundheitsförderungsdiskurs sich gesellschaftlich etablierte. Zudem sind die Auswirkungen von Schadstoffen in Lebensmitteln greifbarer, da sie im Gegensatz zu den Auswirkungen einer langfristig ernährungsphysiologisch gesunden Ernährung unmittelbare spürbar sein können. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass neben Gesundheit verstärkt andere Zusatznutzen wie z.B. Wohlbefinden, Genuss und Gemeinschaft betont werden sollten, um Bürger für gesundheitsförderliche Interventionen im Ernährungsbereich zu gewinnen.
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Comment cette classification a été obtenuedéplier
Prédiction machine sur la base complète
Imitation des enseignantsNi prévalence calibrée, ni vérité terrain. Validation humaine à venir. Le volet Gemma est une étiquette directe du modèle pour chaque travail de la base, lue sur la notice réduite au titre. Le volet Codex est un classifieur appris des 10 348 étiquettes directes de Codex et calibré sur les taux pondérés de l'échantillon; les champs sans appui suffisant ne portent aucun appel Codex. Le mode candidate est l'union des deux volets; le consensus est leur intersection. Ces sorties portent le statut machine_predicted_unvalidated et ne sont pas des étiquettes humaines.
Scores du classifieur distillé par catégorie (deux têtes)
| Catégorie | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Métarecherche | 0,015 | 0,025 |
| Méta-épidémiologie (sens strict) | 0,000 | 0,000 |
| Méta-épidémiologie (sens large) | 0,001 | 0,001 |
| Bibliométrie | 0,001 | 0,002 |
| Études des sciences et des technologies | 0,002 | 0,003 |
| Communication savante | 0,006 | 0,004 |
| Science ouverte | 0,001 | 0,003 |
| Intégrité de la recherche | 0,001 | 0,002 |
| Charge utile insuffisante (le modèle a refusé de juger) | 0,010 | 0,001 |
Scores machine (provisoires)
Les deux têtes enseignantes du modèle étudiant, lues sur ce travail. Un score ordonne la base pour la relecture; il n'affirme jamais une catégorie, et le statut de validation accompagne chaque rangée tel quel.
Scores de référence d'un modèle non mature (critères de maturité non atteints, 7 itérations). Un score ordonne; il n'affirme jamais une catégorie.
score_only:v0-immature-baseline · tel quel depuis la passe de notation : score_only signifie que le nombre peut ordonner les travaux, et qu'aucune étiquette de catégorie n'en découleClassification
machine, non validéePrédiction automatique; un appel candidat d’une seule source (Gemma direct ou Codex distillé), pas un consensus.
Le détail, modèle par modèle et score par score, se trouve en fin de page sous « Comment cette classification a été obtenue ».