Bibliographic record
Abstract
Die pulmonale Hypertonie ist eine Erkrankung mit multifaktorieller Ätiologie, die durch eine Zunahme des pulmonal-arteriellen Mitteldrucks im Lungenkreislauf um mehr als 25 mmHg in Ruhe und über 30 mmHg unter Belastung gekennzeichnet ist. Das Herz ist hierbei durch die chronische Überbelastung des rechten Ventrikels immer von einer PH mit betroffen und entwickelt oft ein sogenanntes Cor pulmonale chronicum, welches im Rechtsherzversagen enden kann. Klinisch werden fünf Varianten der PH nach pathogenetischen, klinischen und therapeutischen Kriterien unterschieden und der WHO-Venedig-Klassifikation aus dem Jahr 2003 zugeordnet. Zusätzlich wird anhand verschiedener Symptomausprägungen der Schweregrad nach der NYHA-Klassifikation festgelegt. Prinzipiell lässt sich die meist isoliert auftretende pulmonale arterielle Hypertonie mit ihren Unterformen von solchen Formen der pulmonalen Hypertonie unterscheiden, die sich auf dem Boden schon bestehender Probleme wie Linksherzerkrankungen, hypoxischen Lungenerkrankungen, Lungenembolien oder Infektionen, also sekundär entwickeln. Die pathophysiologischen Entstehungsmöglichkeiten einer PH sind so vielfältig wie die verschiedenen Ausprägungen. Die Veränderungen der pulmonalen Gefäße umfassen Vasokonstriktion, Gefäßrarefizierung, vaskuläres Remodelling und Verschluss des Gefäßlumens durch Thromben mit anschließendem strukturellem Umbau der Gefäßwand sowie Anlagerung von extrazellulärer Matrix. Durch intensive Forschung konnten in den letzten zwei Dekaden große Fortschritte im Verständnis der PH gemacht werden, die zu einer Verschiebung des pathophysiologischen Konzepts von einer rein vasokonstriktiven hin zu einer vasoproliferativen Genese sowie neue pharmakologische Angriffspunkten für die Behandlung geführt haben. Die aktuellen Therapieregime sind auf die synergistische Wirkung verschiedener Einzelmedikamente ausgerichtet und umfassen Prostazycline, Endothelin-Rezeptor-Antagonisten sowie Phosphodiesterase-5 Hemmer. Dennoch bleibt bei Versagen der medikamentösen Therapien nur eine operative Endarteriektomie und als letzte Option eine Lungentransplantation, die nach wie vor mit sehr schlechten Überlebensraten assoziiert ist. So stellt die PH trotzt der vielversprechenden Entwicklung in der medizinischen Forschung, die zur Verbesserung der Lebenserwartung und -qualität der Patienten beigetragen hat, noch immer eine schwerwiegende Erkrankung dar. Dennoch wurden die zahlreichen Publikationen zur Thematik bisher keiner szientometrischen Analyse unterworfen, die ein genaues Bild des Forschungsaufkommens zur pulmonalen Hypertonie bieten kann. Um die wissenschaftlichen Publikationen zur PH detailliert zu untersuchen, wurde in dieser Arbeit eine Analyse der bibliometrische Daten aller – in den beiden wissenschaftlichen Datenbanken PubMed und WoS – verfügbaren Publikationen zur pulmonalen Hypertonie vorgenommen. Auf diese Weise wurden die zeitliche Entwicklung des Publikationsaufkommens, die verwendeten Sprachen sowie die Dokumententypen untersucht. Durch die geografische Zuordnung der Veröffentlichungen werden die produktivsten Länder und internationale Kooperationen aufgezeigt. Die beteiligten Autoren und veröffentlichenden Zeitschriften und deren Zitationsverhalten sowie Stellenwert in den Publikationen wurde analysiert und die Artikel auf ihre durchschnittliche Lebenszeit hin untersucht. Unter Zuhilfenahme von Merkmalen wie Veröffentlichungsjahr, beteiligte Autoren und deren Stellenwert, verwendete Sprache, Herkunftsland, Größe des Literaturverzeichnis, Dokumententyp und veröffentlichende Zeitschrift wurden alle Publikationen analysiert und schließlich durch Verwendung von szientometrischen Faktoren wie Zitationen, Impact-Faktor und h-Index eine Bewertung des Forschungsaufkommens zur PH durchgeführt. Die Analysen zeigen eine progrediente Zunahme der Publikationen ab 1958 bis zum Jahr 2007, wobei über 80% aller Veröffentlichungen aus den Jahren ab 1990 stammt, was die wissenschaftliche Aktivität der jüngeren Zeit auf diesem Gebiet unterstreicht. Der Großteil der Publikationen ist in englischer Sprache und in Form von ‘Articles‘ verfasst. Die Zeitschrift mit dem höchsten wissenschaftlichen Stellenwert im Hinblick auf die pulmonale Hypertonie ist Circulation, was durch die Publikationszahlen, Zitationsraten und Impact-Faktor belegt wird. Zudem ist das New England Journal of Medicine für wenige, jedoch hoch qualitative Artikel verantwortlich, was sich durch eine sehr hohe durchschnittliche Zitationsrate pro Publikation sowie den Impact-Faktor zeigt. Die USA stellen das wichtigste Land in der Forschung zur pulmonalen Hypertonie dar, sie sind an über 40% aller Arbeiten beteiligt. Zudem sind sie häufigster Kooperationspartner der anderen Länder. Die zahlenmäßig größte Forschungsallianz lässt sich zwischen Canada und den USA zeigen. Innerhalb Europas sind Großbritannien, Frankreich und Deutschland die produktivsten Länder, wobei der prozentuale Anteil an Kooperationsartikeln vergleichsweise hoch ist. Neben den USA kooperieren die europäischen Länder in der Regel nur untereinander. Neben den meisten Publikationen weisen die USA auch die höchste Anzahl an Zitationen sowie mit Abstand den höchsten h-Index auf. Innerhalb Europas erreicht Großbritannien den höchsten h-Index. Analog zur steigenden Gesamtzahl an Artikeln entwickelte sich die Anzahl an beteiligten Autoren pro Artikel. Derzeit sind durchschnittlich über fünf Autoren an einem Artikel beteiligt. Die Länderkooperationsartikel verhielten sich ähnlich, wobei in den meisten Fällen nur zwei Länder beteiligt waren. Es fiel auf, dass Kooperationsartikel überdurchschnittlich viel zitiert werden, was für die hohe Relevanz dieser Artikel spricht. Bezüglich der Produktivität der Autoren, ist Simonneau, G an den meisten Arbeiten beteiligt, jedoch meist nur als Co-Autor. Abman, SH kann hier den höchsten Anteil an Erst- und Seniorautorenschaften unter den produktivsten Autoren verzeichnen. Der meistzitierte Autor ist Rubin, LJ gefolgt von Simonneau, G, wobei Zapol, WM die höchsten durchschnittliche Zitationsrate seiner in Letztautorenschaft verfassten Artikel aufweisen kann, welche zu den meistzitierten Artikeln überhaupt zum Thema pulmonale Hypertonie zählen. Insgesamt lässt sich zeigen, dass bis auf wenige Ausnahmen die produktivsten Autoren auch am häufigsten zitiert werden. In den Analysen zum Zitationsverhalten zeigte sich in den Quellenangaben eine klare Tendenz zur steigenden Anzahl von Zitaten pro Artikel sowie eine überproportional starke Zitation der Artikel von 1991 bis 1993. Zudem konnte ab diesem Zeitpunkt ein deutlicher Anstieg in den absoluten Zitationszahlen gezeigt werden. Des Weiteren wurde der Anteil an Zitationen pro Jahr nach Veröffentlichung an der Gesamtzitationsrate bestimmt, was eine starke Konzentration der Zitationen auf die ersten sieben Jahre nach Veröffentlichung ergab, wobei der Anteil der ersten beiden Jahre gering war. Somit konnte eine Latenzzeit von zwei Jahren nach Veröffentlichung bis zum Peak der Zitationsrate pro Jahr und Artikel bestimmt werden. Mit der vorliegenden szientometrischen Analyse konnte erstmals die Entwicklung der wissenschaftlichen Publikationen zum Thema pulmonale Hypertonie seit 1934, insbesondere seit 1958, dargestellt und kritisch objektiv bewertet werden. Dabei wurden quantitative Parameter, wie die Anzahl der Publikationen, mit qualitativen Parametern, wie dem h-Index und dem Impact-Faktor, analysiert und auf dieser Basis verglichen. Auf diese Weise konnten die auf dem Gebiet der pulmonalen Hypertonie im wissenschaftlichen Diskurs führenden Wissenschaftler, Zeitschriften sowie Länder ermittelt und internationale Forschungsallianzen von Ländern aufgezeigt werden. Die Berechnung des h-Index für die Länder führte zu aussagekräftigen Ergebnissen und stellte eine gute Bewertungsgrundlage dar, allerdings ist auch der h-Index nicht frei vom Einfluss der vielzitierten Kooperationsartikel. Durch übergeordnete Analysen des Zitationsverhaltens konnte die Verteilung der Zitationen eines Artikels auf die Jahre ab Publikationsdatum berechnet, und eine Latenzzeit von zwei Jahren bis zum maximalen Zitationsanteil gezeigt werden. Insgesamt ließ sich eine deutlich progrediente Entwicklung des Forschungsaufkommens zur pulmonalen Hypertonie zeigen, die zu fassbaren Ergebnissen wie pathophysiologischen und therapeutischen Konzepten sowie klinischen Klassifikationen geführt haben. Das wachsende Publikationsaufkommen ist somit auch Spiegelbild für die verbesserten Lebensqualität und -erwartung der Patienten mit PH, die aber sicher noch nicht an ihrem Ende angekommen ist. Es ist zu hoffen, dass ein Aufrecht erhalten der weltweiten Forschungsanstrengungen eine weitere Verbesserung für die Patienten mit pulmonaler Hypertonie erbringen wird.
Fetched live from OpenAlex and de-inverted. Abstracts are not stored in this database: the inverted indexes are 8.6 GB of the frame’s 9.3 GB of text, and the host has 13 GB free.
How this classification was reachedexpand
Full frame distilled prediction
Teacher imitationNot calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. Learned from the 10,348 direct Codex labels and 10,348 direct Gemma labels. Candidate is the union of thresholded teacher heads; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels or direct frontier model labels.
Codex and Gemma teacher scores by category
| Category | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Metaresearch | 0.001 | 0.000 |
| Meta-epidemiology (narrow) | 0.002 | 0.002 |
| Meta-epidemiology (broad) | 0.002 | 0.001 |
| Bibliometrics | 0.011 | 0.008 |
| Science and technology studies | 0.002 | 0.001 |
| Scholarly communication | 0.000 | 0.006 |
| Open science | 0.002 | 0.001 |
| Research integrity | 0.002 | 0.002 |
| Insufficient payload (model declined to judge) | 0.016 | 0.018 |
Machine scores (provisional)
The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.
Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.
score_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from itClassification
machine, unvalidatedMachine predicted; both teacher heads agree on what is shown here.
How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".