Bibliographic record
Abstract
Verschiedene Krankheiten, die mit Stress in Verbindung gebracht werden, betreffen Manner und Frauen unterschiedlich oft. Diese unterschiedliche Anfalligkeit konnte mit Geschlechtsunterschieden in der Stressreaktion zusammenhangen. Obwohl Geschlechtsunter-schiede in der Verhaltens- und der korperlichen Reaktion auf Stress bekannt sind, wissen wir noch wenig uber deren neuronale Grundlagen. In der Untersuchung von Geschlechtsunterschieden ist es entscheidend, zwischen verschiedenen Stressor-Typen zu differenzieren, weil Manner und Frauen moglicherweise verschieden empfindlich auf soziale und leistungsorientierte Aspekte von Stress reagieren. In der vorliegenden Studie werden zum ersten Mal die neuronalen, hormonellen und subjektiven Reaktion auf Leistungsstress von Mannern und Frauen verglichen. 40 gesunde, kaukasische StudentInnen im Alter von 19-34 Jahren (20 Manner und 20 Frauen in der midlutealen Zyklusphase) absolvierten wahrend einer fMRT Messung eine Kopfrechenaufgabe mit und ohne Zeitdruck. Diese bestand aus einer modifizierten Version des sogenannten „Montreal Imaging Stress Task“ (MIST), aus der alle sozial bewertenden Komponenten eliminiert wurden. Vor und nach der Messung bewerteten die TeilnehmerInnen positive und negative Emotionen anhand von Rating-Skalen und gaben Speichelproben fur die Messung von Kortisol, Testosteron und Progesteron ab. Die Stressaufgabe loste einen Anstieg der subjektiven Bewertung von Arger und negativem Affekt bei Mannern und Frauen aus. Hormonell reagierten Manner mit einem Anstieg von Kortisol und Testosteron, wohingegen Frauen eine Abnahme in beiden Hormonen zeigten. Die Progesteron-Konzentration nahm bei beiden Geschlechtern ab. Das ausgedehnte neuronale Aktivierungsmuster wahrend Stress umfasste dorsale Anteile des medialen und lateralen Prafrontalcortex (PFC) , den anterioren und posterioren cingularen Cortex, Insel, Thalamus und ein temporo-parietales Cluster. Nur eine kleine Region im linken Hippocampus war wahrend Stress deaktiviert. Neuronale Geschlechtsunterschiede machten sich in erhohter Aktivierung des rechten dorsolateralen PFC, des linken angularen Gyrus und des bilateralen ventralen posterioren Precuneus und posterioren cingularen Cortex bei Mannern bemerkbar. Die Aktivitat in der prafrontalen Region korrelierte mit der Testosteronausschuttung bei Mannern. Im Zusammenhang mit der Bedeutung von Leistung und Erfolg fur das mannliche Selbstkonzept konnten Kortisol- und Testosteronanstieg eine kompetitivere Wahrnehmung der Leistungsstresssituation bei Mannern anzeigen. Die Interpretation des Progesteronabfalls in beiden Geschlechtern bleibt vorerst unklar, konnte aber eventuell den beobachteten Stimmungsanderungen entsprechen oder mit einem abnehmenden Affiliationsbedurfnis einhergehen. Das beobachte Aktivierungsmuster unter Stress umfasste Regionen, die an kognitiven und emotionalen Verarbeitungsprozessen beteiligt sind und stimmte mit fruheren Ergebnissen uberein. Die nur sehr eingeschrankt beobachtete neuronale Deaktivierung wahrend Stress steht jedoch im Gegensatz zu den vielen limbischen Deaktivierungen, die oft mit sozial bewertenden Versionen des MIST beobachtet wurden. Die Regionen, die von Mannern starker aktiviert wurden, deuten insgesamt auf erhohte Wachsamkeit und Aufmerksamkeit, verstarkte Anstrengung eine gute Leistung zu erbringen und intensivierte selbstbezogene Verarbeitung hin. In Kombination mit dem Kortisol- und Testosteronanstieg weisen sie auf eine kompetitivere Wahrnehmung der Stresssituation hin und scheinen der fur Manner typischen „fight-or-flight“ Reaktion zu entsprechen. Zusammengefasst deuten die Ergebnisse eine erhohte physiologische Empfindlichkeit auf Leistungsstress bei Manner an, die eventuell mit ihrer starkeren Anfalligkeit gegenuber Infektions- und kardiovaskularen Krankheiten zusammenhangen konnte.
Fetched live from OpenAlex and de-inverted. Abstracts are not stored in this database: the inverted indexes are 8.6 GB of the frame’s 9.3 GB of text, and the host has 13 GB free.
How this classification was reachedexpand
Full frame machine prediction
Teacher imitationNot calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. The Gemma side is a direct model label for every work in the frame, read from the title-only record. The Codex side is a classifier learned from the 10,348 direct Codex labels and calibrated to design-weighted sample rates; fields without enough sample support carry no Codex call. Candidate is the union of the two sides; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels.
Distilled classifier scores by category (both heads)
| Category | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Metaresearch | 0.000 | 0.001 |
| Meta-epidemiology (narrow) | 0.000 | 0.000 |
| Meta-epidemiology (broad) | 0.000 | 0.000 |
| Bibliometrics | 0.000 | 0.000 |
| Science and technology studies | 0.000 | 0.000 |
| Scholarly communication | 0.000 | 0.000 |
| Open science | 0.000 | 0.000 |
| Research integrity | 0.000 | 0.000 |
| Insufficient payload (model declined to judge) | 0.003 | 0.000 |
Machine scores (provisional)
The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.
Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.
score_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from itClassification
machine, unvalidatedMachine predicted; a candidate call from one source (direct Gemma or distilled Codex), not a consensus.
How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".