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Record W3210064950 · doi:10.5281/zenodo.5126911

Familienzentrierte Vernetzung in der Schweiz - Eine Vorstudie vor dem Hintergrund der «Frühe Hilfen»-Strategie in Österreich

2021· report· de· W3210064950 on OpenAlexaboutno aff
Martin Hafen, Claudia Meier Magistretti

Bibliographic record

VenueZenodo (CERN European Organization for Nuclear Research) · 2021
Typereport
Languagede
FieldSocial Sciences
TopicFamily Support in Illness
Canadian institutionsnot available
Fundersnot available
KeywordsPolitical scienceHumanitiesPhilosophy

Abstract

fetched live from OpenAlex

Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind entscheidend für seine weitere Entwicklung. Während dieser Zeit wird die Basis für all die Lebenskompetenzen gebildet, die für ein gelingendes Leben von Bedeutung sind und die einem Menschen ermöglichen, angemessen mit Herausforderungen umzugehen, die das Leben stellt. Umgekehrt beeinträchtigt chronischer Stress durch Gewalt oder emotionale Vernachlässigung die Entwicklung eines Menschen nie stärker als in der ersten Lebensphase – mit verheerenden Folgen für seine psychische und körperliche Entwicklung, sein Sozialverhalten, so wie seinen beruflichen Erfolg. Obwohl die meisten Kinder in günstigen Verhältnissen aufwachsen, gibt es eine bedeutende Zahl von Familien, denen es aus unterschiedlichen Gründen nicht gelingt, die emotionale Zuwendung, Sicherheit und Anregung bereitzustellen, die ein kleines Kind braucht. Bei diesen Familien ist es von zentraler Bedeutung, dass ihre Notlage möglichst früh erkannt wird und sie eine ressourcenorientierte Unterstützung erhalten. Das Ziel muss sein, die negativen Auswirkungen der schwierigen familiären Situation für die Kinder zu minimieren und weitergehende Massnahmen im Bereich des Kindesschutzes (z. B. eine Fremdplatzierung) nach Möglichkeit unnötig zu machen. Österreich verfolgt seit 2015 mit seiner nationalen Frühen Hilfen-Strategie das Ziel, mehrfach belastete Familien möglichst früh zu erreichen und sie mit einer auf Vertrauen basierenden längerfristigen Begleitung dabei zu unterstützen, ihren Kindern die Bedingungen zu bieten, die sie für ein gesundes und altersgerechtes Aufwachsen brauchen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden in allen Bundesländern regionale Netzwerke gebildet, in die möglichst alle Akteure/-innen im Frühbereich einbezogen werden. Wenn diese Fachleute im Rahmen ihrer Tätigkeit (z. B. als Kinderärztin oder Sozialarbeiter) auf Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf aufmerksam werden, können sie diese Familien auf das institutionalisierte Unterstützungsangebot hinweisen und ihre Daten – mit dem Einverständnis der Familie – an die Begleitungsstelle weitergeben. Diese Stelle nimmt in der Folge mit der Familie Kontakt auf, klärt den Unterstützungsbedarf und führt die Begleitung durch, in deren Rahmen der Familie die unter- schiedlichen Angebote im Frühbereich zugänglich gemacht und bei Bedarf Helferkonferenzen organisiert werden. Im Rahmen dieser Vorstudie wird geprüft, wie Netzwerke im Frühbereich in der Schweiz und im Ausland, im Vergleich zu den österreichischen «Frühen Hilfen», fachlich und strukturell gestaltet sind. Um diese Frage zu klären, wurden 18 Netzwerke analysiert und in Kooperation mit 20 Fachverbänden eine Onlinebefragung zur wahrgenommenen und gewünschten Vernetzung im Frühbereich durchgeführt. Weiter wurden in drei der vier Schweizer Sprachregionen Workshops mit Vertretenden der Fachverbände durchgeführt um zu erörtern, wie ein auf die Schweizer Verhältnisse ausgerichtetes Modell für die familienzentrierte Vernetzung im Frühbereich aussehen könnte. In vier weiteren Workshops wurde in drei Kantonen (Tessin, Fribourg, Uri) und der Stadt Basel mit den dort tätigen Fachpersonen und Vertretenden aus Politik und Verwaltung diskutiert, was es brauchen würde, um die dort installierten institutionellen Netzwerke um den Aspekt einer systematischen Früherkennung und Begleitung von Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf zu erweitern. Die Vorstudie zeigt, dass in der Schweiz eine grosse Vielfalt von institutionellen Netzwerken im Frühbereich besteht, dass die Früherkennung und Begleitung von Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf aber nicht mit der gleichen Intensität angeboten wird, wie dies bei den «Frühen Hilfen» in Österreich sowie bei den Netzwerken in Deutschland, Frankreich und Ontario/Kanada der Fall ist. Anders als in diesen Ländern gibt es in der Schweiz keine nationale Strategie der familienzentrierten Vernetzung im Frühbereich und auch keine nationalen Zentren, welche die Vernetzungsbemühungen in den Regionen strukturell und mit Begleitforschung unterstützen. Entsprechend sind die gesetzlichen, finanziellen und qualitätsbezogenen Rahmenbedingungen der Schweizer Netzwerke deutlich heterogener und weniger weit entwickelt als in den anderen Ländern, obwohl die befragten Fachleute die Vernetzung und interprofessionelle Kooperation im Frühbereich als sehr wichtig einschätzen. Da eine nationale Strategie für eine nachhaltige Systematisierung der familienzentrierten Vernetzung im Frühbereich angesichts des eidgenössischen Föderalismus aktuell kaum möglich erscheint, wird den Kantonen und den Gemeinden mit Blick auf die wissenschaftliche Evidenz und die Ergebnisse aus dieser Vorstudie empfohlen, ihre Anstrengungen im Bereich der familienzentrierten Vernetzung deutlich zu verstärken.

Fetched live from OpenAlex and de-inverted. Abstracts are not stored in this database: the inverted indexes are 8.6 GB of the frame’s 9.3 GB of text, and the host has 13 GB free.

How this classification was reachedexpand

Full frame machine prediction

Teacher imitation

Not calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. The Gemma side is a direct model label for every work in the frame, read from the title-only record. The Codex side is a classifier learned from the 10,348 direct Codex labels and calibrated to design-weighted sample rates; fields without enough sample support carry no Codex call. Candidate is the union of the two sides; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels.

metaresearch head score (Codex)0.005
metaresearch head score (Gemma)0.002
Version: metacan-v3-hybrid-931329e0061cValidation status: machine_predicted_unvalidated
Candidate categoriesnone
Consensus categoriesnone
DomainCandidate signal: none · Consensus signal: none
Study designCandidate signal: Qualitative · Consensus signal: Qualitative
GenreCandidate signal: Empirical · Consensus signal: Empirical
Teacher disagreement score0.048
Threshold uncertainty score0.096

Distilled classifier scores by category (both heads)

CategoryCodexGemma
Metaresearch0.0050.002
Meta-epidemiology (narrow)0.0010.000
Meta-epidemiology (broad)0.0010.001
Bibliometrics0.0010.002
Science and technology studies0.0050.002
Scholarly communication0.0040.002
Open science0.0010.002
Research integrity0.0020.002
Insufficient payload (model declined to judge)0.0110.001

Machine scores (provisional)

The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.

Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.

Opus teacher head0.072
GPT teacher head0.308
Teacher spread0.236 · how far apart the two teachers sit on this one work
Validation statusscore_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from it

Classification

machine, unvalidated

Machine predicted; a candidate call from one source (direct Gemma or distilled Codex), not a consensus.

The models applied no category: nothing in the taxonomy fit this work.
Study designQualitative
Domainnot available
GenreEmpirical

How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".

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Citations0
Published2021
Admission routes1
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