Universalistische und konstruktivistische Emotionstheorien revisited: Die Bedeutung der Semantisierung von Emotionen und ethischer Überlegungen dafür
Bibliographic record
Abstract
Universalistische und konstruktivistische Emotionstheorien revisited: Die Bedeutung der Semantisierung von Emotionen und ethischer Überlegungen dafür Charles Darwin versuchte als einer der ersten, darzulegen, dass alle Menschen dieselben Emotionsausdrücke zeigen und diese in gleicher Weise verstehen und empfinden, weil sie angeboren sind.Diesen Überlegungen hat sich die Forschung unter anderem im Gefolge von Paul Ekman angeschlossen.Von Seiten der Ethnologie sind früh Einwände dagegen erhoben worden.Forscherinnen wie Birgitt Röttger-Rössler haben aus ihrer Disziplin heraus methodologische Ansätze geliefert, die geeignet sind, sowohl die Einseitigkeit der Modelle biologisch angelegter Basisemotionen darzutun als auch derjenigen Modelle, die Emotionen lediglich als sozial oder kulturell konstituiert ansehen.Die diesen einseitigen Ansätzen zu Grunde liegende Dichotomie hat in jüngster Zeit durch Arbeiten von Forscherinnen wie Lisa Feldman Barrett wieder Nachdruck erhalten.Feldmann Barrett vertritt die These, es gäbe keine Basisemotionen, sondern nur angeborene Empfindungen wie Wohlfühlen, Nicht-Wohlfühlen, Entspannt-Sein und Nicht-Entspannt-Sein, ansonsten seien Emotionen ein kulturelles und soziales Konstrukt.Was meint eine Forscherin wie Lisa Feldman Barrett, wenn sie sagt, Emotionen seien Konstruktionen?Sie meint damit, dass es sich nicht um Reaktionen auf ein Geschehen in der Welt beziehungsweise Umwelt handelt (Feldman Barrett 2017: 27f.), sondern um kulturell erlernte Vorhersagemuster, die zwar mit körperlichen Empfindungen einhergehen, welche aber keinerlei objektive psychologische Bedeutung haben: If you feel an ache in your stomach while sitting at the dinner table, you might experience it as hunger.If flu season is just around the corner, you might experience the same ache as nausea.(Feldman Barrett 2017: 29) Empfundener Schmerz oder ein beschleunigter Herzschlag sind also Bestandteile dessen, was Feldman Barrett nicht mehr ‚Emotion', sondern ‚Emotionskonzeption' nennen möchte.Solch physiologische Manifestationen sind für sie das einzig Objektive an Emotionskonzeptionen, alles andere ist sozial konstruiert, weil die mit dem Herzschlag oder dem Schmerz einhergehende emotionale Bedeutung nicht in demselben Sinne objektiv ist.Letztere ergibt sich je nach Kontext und erlernten Emotionskonzepten vielmehr aus einer sozialen und kulturellen Übereinkunft (Feldman Barrett 2017: 33 und 133).Wir haben es demnach mit mentalen Konzeptionen zu tun, die insofern körperlich verankert sind, als ihnen neuronale Muster des Gehirns entsprechen und sie mit Herzklopfen, Schmerz oder Unwohlsein einhergehen.Alles, was darüber hinaus mit einer positiven oder negativen Bewertung von Vorgängen in der Welt oder im Empfinden einhergeht, und damit etwas anderes ist als ein lediglich neutrales körperliches Vorkommnis", gehört mithin in den Bereich der kulturellen und sozialen Konstruktion, für deren Entstehen und Wirken in erster Linie der Einfluss der Sprache ausschlaggebend ist.
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How this classification was reachedexpand
Full frame machine prediction
Teacher imitationNot calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. The Gemma side is a direct model label for every work in the frame, read from the title-only record. The Codex side is a classifier learned from the 10,348 direct Codex labels and calibrated to design-weighted sample rates; fields without enough sample support carry no Codex call. Candidate is the union of the two sides; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels.
Distilled classifier scores by category (both heads)
| Category | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Metaresearch | 0.001 | 0.003 |
| Meta-epidemiology (narrow) | 0.000 | 0.000 |
| Meta-epidemiology (broad) | 0.000 | 0.001 |
| Bibliometrics | 0.001 | 0.002 |
| Science and technology studies | 0.001 | 0.013 |
| Scholarly communication | 0.006 | 0.011 |
| Open science | 0.001 | 0.002 |
| Research integrity | 0.001 | 0.005 |
| Insufficient payload (model declined to judge) | 0.005 | 0.001 |
Machine scores (provisional)
The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.
Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.
score_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from itClassification
machine, unvalidatedMachine predicted; a candidate call from one source (direct Gemma or distilled Codex), not a consensus.
How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".