Veränderungen der Lebensgeschichten nach sozialen Krisenerfahrungen : Untersuchungen zu den biografischen Auswirkungen des kindlichen Elternverlustes anhand historischer Familienrekonstitutionen
Bibliographic record
Abstract
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern ein früh- bzw. kindlicher Elternverlust Einfluss auf die Lebensgeschichte (engl. life history) der betroffenen Individuen nimmt. Gegenstand der Untersuchung sind Familienrekonstitutionen aus der historischen Krummhörn [Ostfriesland, 1720-1859] und aus dem historischen Québec [Kanada, 1670-1720]. Diese beiden Populationen unterscheiden sich stark hinsichtlich ihrer sozio-ökonomischen Lage. Die Analysen sollen zum Einen klären, ob und wie der Verlust von Vater oder Mutter unter historischen Bedingungen zu einer unmittelbar erhöhten Mortalität führt. Zum Anderen soll untersucht werden, ob und wie der Verlust von Vater oder Mutter zu Langzeitfolgen führt. Im Besonderen werden die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Life History Theory interpretiert und vermeintliche Unterschiede zwischen den Populationen in Beziehung zu den unterschiedlichen sozio-ökonomischen Bedingungen gesetzt. Des Weiteren wird eine Hypothese von Störmer und Willführ zu der Entstehung von Langzeitfolgen nach Krisenerfahrung anhand der Ergebnisse dieser Arbeit getestet. Als statistische Methoden kommen sowohl die Cox-Regression als auch die Event-History Analyse zum Einsatz. Die Analysen zeigen, dass die Konsequenzen des Elternverlustes komplex sind und zwischen den Untersuchungspopulationen divergieren. Während der Verlust der Mutter in beiden Populationen unmittelbar zu einer erhöhten Mortalität von Jungen und Mädchen führt, erweisen sich die Konsequenzen des Vaterverlustes als höchst divers. Es stellt sich zu diesem heraus, dass nicht nur der unmittelbare Elternverlust die Mortalität der betroffenen Individuen beeinflusst, sondern auch die Folgen wie beispielsweise die erneute Heirat des überlebenden Elternteils. Die Berücksichtigung der jeweiligen sozio-ökonomischen Lage birgt dabei ein großes Erklärungspotenzial. Während in Québec, das sich im Untersuchungszeitraum in einem Expansionsprozess befindet, die Wiederheirat des überlebenden Elternteils nicht mit mortalitätserhöhenden Folgen verbunden ist, lässt sich in der Krummhörn, welche als gesättigtes Habitat bezeichnet werden kann, ein deutlicher Effekt zeigen. Die Wiederheirat des Vaters führt in der Krummhörn vor allem bei den Mädchen zu einer stark erhöhten Mortalität. Erklärt werden kann dies durch die fehlenden Expansionsmöglichkeiten in der Krummhörn. Für die Stiefmutter macht es aus evolutions-biologischer Perspektive unter diesen Bedingungen Sinn, die Kinder aus der ersten Ehe ihres Mannes zu diskriminieren (vgl. Cinderella-Effekt).Die in dieser Arbeit identifizierten Langzeitfolgen zeigen, dass unter bestimmten Bedingungen der frühe Elternverlust zu einer geringeren Mortalität der betroffenen Individuen im späteren Leben führen kann, während andere Bedingungen zu einer erhöhten Mortalität führen. Diese Ergebnisse lassen sich teilweise nach der Hypothese von Störmer und Willführ erklären, während einige Langzeitfolgen sich nicht durch diese Hypothese erklären lassen.
Fetched live from OpenAlex and de-inverted. Abstracts are not stored in this database: the inverted indexes are 8.6 GB of the frame’s 9.3 GB of text, and the host has 13 GB free.
How this classification was reachedexpand
Full frame distilled prediction
Teacher imitationNot calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. Learned from the 10,348 direct Codex labels and 10,348 direct Gemma labels. Candidate is the union of thresholded teacher heads; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels or direct frontier model labels.
Codex and Gemma teacher scores by category
| Category | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Metaresearch | 0.002 | 0.000 |
| Meta-epidemiology (narrow) | 0.002 | 0.003 |
| Meta-epidemiology (broad) | 0.002 | 0.002 |
| Bibliometrics | 0.002 | 0.005 |
| Science and technology studies | 0.010 | 0.005 |
| Scholarly communication | 0.000 | 0.004 |
| Open science | 0.008 | 0.003 |
| Research integrity | 0.004 | 0.004 |
| Insufficient payload (model declined to judge) | 0.000 | 0.000 |
Machine scores (provisional)
The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.
Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.
score_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from itClassification
machine, unvalidatedMachine predicted; both teacher heads agree on what is shown here.
How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".