German Literature of the Eighteenth Century: The Enlightenment and Sensibility (review)
Notice bibliographique
Résumé
Reviewed by: German Literature of the Eighteenth Century: The Enlightenment and Sensibility Gaby Pailer Barbara Becker-Cantarino , Hrsg. German Literature of the Eighteenth Century: The Enlightenment and Sensibility. The Camden House History of German Literature 5. Rochester: Camden House, 2005. 368 S. US$ 90. ISBN: 978-15711-32468. Als fünfter Band der auf zehn Bände angelegten Literaturgeschichte will diese Anthologie zur Literatur des 18. Jahrhunderts im weiteren, zur Aufklärung und Empfindsamkeit im engeren Sinn, ein differenzierteres Bild dieser Literaturperiode präsentieren als es bisherige Darstellungen tun. Entgegen dem älteren, teleologisch ausgerichteten und kanonorientierten "Nationalliteratur"-Entwurf sollen Textsorten und Themenvielfalt erweitert und zugleich für den deutschsprachigen Raum einzelne nationalliterarische Entwicklungen (Schweiz, Österreich) thematisiert werden. In diesem Zusammenhang soll Autorinnen ebenso wie der Rolle und Funktion des "Weiblichen" im literarischen Prozess mehr Aufmerksamkeit zuteil werden als bisher. Zudem soll das Phänomen der Empfindsamkeit, das literarhistorisch unterschiedlich als Gegenströmung, Korrelat oder Erweiterung der Aufklärung gedeutet, und in früheren Epochendarstellungen zuweilen ganz ausgeblendet blieb, größeres Gewicht erhalten. Diese Ziele legt die Herausgeberin Barbara Becker-Cantarino in einer ausführlichen theoretischen Standortbestimmung und Einführung in die Epoche dar. Am Beginn des Bandes finden sich Beiträge zu philosophischen, literaturtheoretischen und kultursoziologischen Aspekten des 18. Jahrhunderts. Kai Hammermeister untersucht den Naturrechtsdiskurs, wie er von Leibniz zu Kant weiter entwickelt wird, und be-schreibt die Ausdifferenzierung religionsphilosophischer, geschichtsphilosophischer und ästhetischer Positionen. Für den Übergang vom Barock zur Aufklärung skizziert Katherine Goodman Gottscheds Programm einer Sprach- und Literaturreform, mit Leipzig als kulturellem Zentrum, von dem aus er Poesie, Rhetorik, Poetik und Bühnenkunst zu erneuern versucht. Neben seinem umfassenden Kreis von Mitarbeitern und Korrespondenten erhält die Zusammenarbeit mit Autorinnen wie Christiane Marianne von Ziegler, Luise Adelgunde Victorie Gottsched und der Prinzipin Caroline Friederike Neuber Gewicht. Helga Brandes behandelt die epochenspezifischen Strategien des [End Page 471] literarischen Marktes mit der Neukonzeptuierung von Printmedien wie Wochenschriften, Journalen, Kalendern und Almanachen. Einzelnen Genres, Zentren und Produktionstendenzen der Aufklärungsliteratur widmen sich die Beiträge des Mittelteils. Versepen von bekannten Autoren wie Klop-stock und Wieland und Formen der religiösen und sekularen Lyrik, u.a. von Anna Louise Karsch, behandelt Kevin Hilliard. Die literarischen und literaturtheoretischen Produktionen im Schweizer Raum, von Bodmers und Breitingers Kritik an Gottscheds literaturtheoretischen Positionen, über Hallers und Gessners Begründung des Alpen Schweiz-Diskurses als Freiheitsmythologem, bis hin zu Füssli und Pestalozzi, die dem Bauerntum eine Stimme verleihen, untersucht Rosemarie Zeller. Francis Lamport gibt einen Überblick zu Lessings literarischer und kulturgeschichtlicher Bedeutung für das Genre des bürgerlichen Trauerspiels und das neue Konzept eines Nationaltheaters. Er skizziert die Entwicklung vom heroischen Trauerspiel und der empfindsamen Komödie, wobei die Autoren Schlegel, Gellert und Weisse neben Lessing als Wegmarken behandelt werden. Sarah Colvin präsentiert die Formenvielfalt des Musiktheaters im 18. Jahrhundert anhand der musikalischen Zentren in Dresden, Berlin, Mannheim, München, Wien, sowie die bürgerlichen Aktivitäten in Hamburg. Die Strömung der Empfindsamkeit und die ihr eigenen Romanproduktionen beschreibt Anna Richards. Die abschließenden Beiträge widmen sich der Entwicklung einer Nationalliteratur in Österreich (Franz M. Eybl), dem Deutschland des 18. Jahrhunderts im historischen Kontext (W. Daniel Wilson), sowie dem geschichtsphilosphischen Erbe der Aufklärung bis hin zur Frankfurter Schule (Robert Holub). Die dichten und materialreichen Einzelbeiträge stellen einerseits unabhängige Studien dar, fügen sich aber auf der anderen Seite zu einem kohärenten Sammelband. Die Konzeption und Untergliederung der Artikel, die auch einen punktuellen Zugriff ermöglicht, ebenso wie die Auswahl der Illustrationen lassen neben der Kompetenz der Beiträger/innen vor allem die Sorgfalt der Herausgeberin erkennen. Ihrem Anspruch, dem traditionellen teleologischen und kanonorientierten Blick zu entkommen, werden indessen nicht alle Beiträge in gleichem Maße gerecht. Sicher wäre es an einigen Stellen möglich gewesen, mehr Autorinnen zu berücksichtigen, z. B. Amalie von Hellwigs Versepos Die Schwestern von Lesbos (1801) oder die Dramen- und Librettiproduktion der Hamburger Schauspielerin Friederike Sophie Hensel in den 1770er Jahren, wie über-haupt Schauspiele von Autorinnen. Dass einzelnen Schriftstellerinnen in den Sparten der Lyrik oder des (empfindsamen) Romans Aufmerksamkeit widerfährt, ist indessen bereits innovativ für einen literaturgeschichtlichen Epochenband dieser Art. Das in der Einleitung...
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Comment cette classification a été obtenuedéplier
Prédiction distillée sur la base complète
Imitation des enseignantsNi prévalence calibrée, ni vérité terrain. Validation humaine à venir. Apprise à partir de 10 348 étiquettes directes de Codex et de 10 348 étiquettes directes de Gemma. Le mode candidate est l'union des têtes enseignantes seuillées; le consensus est leur intersection. Ces sorties portent le statut machine_predicted_unvalidated et ne sont ni des étiquettes humaines ni des étiquettes directes de modèles de pointe.
Scores Codex et Gemma par catégorie
| Catégorie | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Métarecherche | 0,000 | 0,000 |
| Méta-épidémiologie (sens strict) | 0,000 | 0,000 |
| Méta-épidémiologie (sens large) | 0,001 | 0,000 |
| Bibliométrie | 0,000 | 0,000 |
| Études des sciences et des technologies | 0,001 | 0,001 |
| Communication savante | 0,000 | 0,000 |
| Science ouverte | 0,000 | 0,000 |
| Intégrité de la recherche | 0,000 | 0,000 |
| Charge utile insuffisante (le modèle a refusé de juger) | 0,000 | 0,000 |
Scores machine (provisoires)
Les deux têtes enseignantes du modèle étudiant, lues sur ce travail. Un score ordonne la base pour la relecture; il n'affirme jamais une catégorie, et le statut de validation accompagne chaque rangée tel quel.
Scores de référence d'un modèle non mature (critères de maturité non atteints, 7 itérations). Un score ordonne; il n'affirme jamais une catégorie.
score_only:v0-immature-baseline · tel quel depuis la passe de notation : score_only signifie que le nombre peut ordonner les travaux, et qu'aucune étiquette de catégorie n'en découleClassification
machine, non validéePrédiction automatique; un appel candidat d’une seule tête enseignante, pas un consensus.
Le détail, modèle par modèle et score par score, se trouve en fin de page sous « Comment cette classification a été obtenue ».