Kritik unter Kollegen: schwierig, aber wichtig
Notice bibliographique
Résumé
Liebe Leserin, lieber Leser, vielleicht kennen Sie diese Situation: Sie haben das Gefühl, ein Kollege mache einen Fehler – aber Sie trauen sich nicht, ihn darauf hinzuweisen. Aus Angst, sich zu blamieren oder ihm zu nahe zu treten. Von einem solchen Erlebnis berichtet die australische Onkologin Dr. Ranjana Srivastava im New England Journal of Medicine (2013; 368: 302–305): Ein Patient mit metastasiertem Lungenkrebs sollte wegen eines Pleuraergusses in ihrer Klinik operiert werden. Als sie am Morgen vor dem Eingriff seine Schmerzmedikamente überprüfte, fand sie ihn nicht stabil genug für eine Operation. Er schien ihr schon fast im Sterben zu liegen. Trotzdem zögerte sie, ihre Zweifel dem Chirurgen zu schildern, obwohl sie ihn noch auf dem Klinikflur traf. Schließlich würde er schon wissen, was er tut – er war schließlich der Fachmann. Leider bestätigte sich ihre Befürchtung: Der Patient überlebte die Operation zwar, musste aber intubiert werden und starb kurz darauf. Die Ärztin machte sich Vorwürfe: Man hätte die OP wohl besser abgesagt, die Schmerzen aggressiv behandelt und gemeinsam mit den Angehörigen die Wünsche des Patienten geklärt. Schließlich sprach sie darüber mit dem Chirurgen – und er fragte zurück: „Warum haben Sie denn nichts gesagt?“ Tatsächlich hatte auch er Zweifel am Sinn des Eingriffs gehabt, sich aber damit beruhigt, dass Srivastava den Patienten ebenfalls gesehen hatte. „Wenn Sie Ihre Befürchtung erwähnt hätten, hätte ich nicht operiert!“ versicherte er ihr. Beiden Ärzten hat dieser Vorfall deutlich gemacht, wie falsch es sein kann, seine eigene Meinung aus Rücksicht auf Hierarchien und Dienstwege zu verschweigen. Ihre Lehre aus diesem Ereignis: ein neuer Weg der Entscheidungsfindung. In unklaren Fällen bittet der Chirurg die Internistin seither um eine unabhängige Einschätzung zur Operationsfähigkeit. Bleiben dann noch Zweifel, sprechen sie gemeinsam mit dem Patienten. Was in Australien gilt, kann auch hier nicht ganz falsch sein: Wer Entscheidungen seiner Kollegen fragwürdig findet, sollte seine Bedenken äußern – auch dies ist Teil der ärztlichen Verantwortung. Es muss ja nicht gleich der offene Widerspruch in großer Runde sein: Oft reicht es schon, etwas genauer nachzufragen. Der fachliche Austausch, der sich daraus ergibt, ist wertvoll – und hilft auch dem Patienten. Mit herzlichen Grüßen Ihre Herausgeber und Ihre Redaktion Herausgeber P. Galle, Mainz G. Geldner, Ludwigsburg A. Königsrainer, Tübingen F.-G. B. Pajonk, Schäftlarn Experten-Panel P. Berlit, Essen S. Bleich, Hannover J. Bossenmayer, Stuttgart H.- P. Bruch, Lübeck M. Christ, Nürnberg B. Debong, Karlsruhe T. Hemmerling, Montreal D. F. Hollo, Celle J. Riemann, Ludwigshafen Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern, Hannover Redaktion Dr. Daniela Erhard Georg Thieme Verlag KG Rüdigerstraße 14 74069 Stuttgart E-Mail: legeartis@thieme.de
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Comment cette classification a été obtenuedéplier
Prédiction distillée sur la base complète
Imitation des enseignantsNi prévalence calibrée, ni vérité terrain. Validation humaine à venir. Apprise à partir de 10 348 étiquettes directes de Codex et de 10 348 étiquettes directes de Gemma. Le mode candidate est l'union des têtes enseignantes seuillées; le consensus est leur intersection. Ces sorties portent le statut machine_predicted_unvalidated et ne sont ni des étiquettes humaines ni des étiquettes directes de modèles de pointe.
Scores Codex et Gemma par catégorie
| Catégorie | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Métarecherche | 0,001 | 0,000 |
| Méta-épidémiologie (sens strict) | 0,001 | 0,001 |
| Méta-épidémiologie (sens large) | 0,002 | 0,001 |
| Bibliométrie | 0,001 | 0,001 |
| Études des sciences et des technologies | 0,001 | 0,001 |
| Communication savante | 0,000 | 0,002 |
| Science ouverte | 0,001 | 0,000 |
| Intégrité de la recherche | 0,001 | 0,002 |
| Charge utile insuffisante (le modèle a refusé de juger) | 0,020 | 0,041 |
Scores machine (provisoires)
Les deux têtes enseignantes du modèle étudiant, lues sur ce travail. Un score ordonne la base pour la relecture; il n'affirme jamais une catégorie, et le statut de validation accompagne chaque rangée tel quel.
Scores de référence d'un modèle non mature (critères de maturité non atteints, 7 itérations). Un score ordonne; il n'affirme jamais une catégorie.
score_only:v0-immature-baseline · tel quel depuis la passe de notation : score_only signifie que le nombre peut ordonner les travaux, et qu'aucune étiquette de catégorie n'en découleClassification
machine, non validéePrédiction automatique; les deux têtes enseignantes s’accordent sur ce qui est montré ici.
Le détail, modèle par modèle et score par score, se trouve en fin de page sous « Comment cette classification a été obtenue ».