Makroskopische, mikroskopische und morphometrische Vergleichsstudie von Leber\nund Pankreas bei kommerziellen B.U.T. Big 6 Puten und Wildputen
Notice bibliographique
Résumé
Über die wirtschaftlich bedeutende Hauspute sowie ihren wilden Verwandten, die\nWildpute, findet man bezüglich ihrer Anatomie und Histologie der\nDarmanhangsdrüsen nur wenig Angaben in der Literatur. Daher wurden in dieser\nArbeit ein kommerzieller Hausputenstamm (British United Turkeys, B.U.T. Big 6)\nmit ursprünglichen Wildputen (Wild Canadian Turkeys, WCT) im Bezug auf die\nAnatomie, Histologie und Morphometrie ihrer Leber sowie ihres Pankreas\nverglichen. Hierzu wurden jeweils 5 Haus- und 8 Wildputen im Alter von 4, 8,\n12, 16 und 20 Wochen und zusätzlich eine Gruppe Wildputen im Alter von 24\nWochen untersucht. Die Lage der Organe in situ wurde zuerst photographisch\nfestgehalten, dann wurden die entnommenen Organe vermessen, gewogen und\nmakroskopisch begutachtet. Anhand licht- und elektronenmikroskopischer\nSchnitte erfolgte die qualitative Beschreibung der Organe und die\nsemiquantitative Beurteilung der Gewebe sowie Vermessung der Leberzellplatten.\nBeim Pankreas stand die Differenzierung der unterschiedlichen Pankreasinseln\nsowie deren Zellzusammensetzung im Vordergrund. Folgende Merkmale sind bei den\nuntersuchten Haus- und Wildputen gleichermaßen ausgebildet: Gliederung,\nLeberimpressionen sowie Lage und Form der Leber. Unterschiede fanden sich\nbezüglich der absoluten Körper- und Lebermassen, der relativen Lebermasse\n(diese war tendenziell höher bei den Wildputen) sowie der Größe der einzelnen\nLeberlappen. An den Lebern der Wildtiere kann im Gegensatz zu den Lebern der\nHausputen ein deutlicher Unterschied in Konsistenz und Farbe im Altersverlauf\nfestgestellt werden. So stellen sich die Lebern der adulten gegenüber denen\nder juvenilen Wildputen heller und brüchiger dar. Bei beiden Putenlinien kann\nkeine für Säugetiere typische Läppchenstruktur der Leber beobachtet werden.\nVielmehr weisen beide Putenlinien ein dreidimensionales Maschenwerk auf. Die\nZusammensetzung einer Leberzellplatte ist mit 6-7 Hepatozyten bei Haus- und\nWildpute gleich. Histologisch können bei beiden Putenlinien übereinstimmend\nzwei in der verfügbaren Literatur bislang nicht differenzierte Lympharealtypen\nbeobachtet werden. Weiterhin weisen Haus- und Wildputen eosinophile\nGranulozyten im Lebergewebe auf. Während die Fettverteilung innerhalb des\nLeberparenchyms bei Haus- und Wildputen kaum Unterschiede aufweist, kommt in\nden Lebern der Wildputen ein höherer Anteil an Fettvakuolen vor als bei den an\nKraftfutter adaptierten Hausputen. Ein periodischer Abfall der\nFettvakuolenanzahl geht bei beiden Tierarten immer mit einer starken\nKörpermassenzunahme einher. Bei Haus- und Wildpute stellen sich Zellgitter und\nHepatozytenzwischenräume gleich dar. Beide besitzen Mitochondrien vom\nCristatyp sowie Schalt-, Kupffer- und Fat-Storing-Zellen. Die\nLeberzellplattengrößen und die Anzahl der die Leberzellplatten bildenden\nZellen variiert zwischen den einzelnen Untersuchungsgruppen. Die Pankreata der\nHaus- und Wildputen stimmen in Lage, Farbe, Gliederung und Länge überein.\nUnterschiede zeigen sich nur in den Pankreasmassen. Beide Putenarten weisen\nzwei Pankreasgänge auf. Übereinstimmend können im exokrinen Pankreas\nLymphareale beobachtet werden. Die exokrinen Pankreaszellen weisen große, im\nDurchmesser 1.500 ηm Zymogengranula sowie vorwiegend rundlich ovale\nMitochondrien und reich entfaltetes raues Endoplasmatisches Retikulum auf. Die\nA-Inseln sind bei beiden Putenarten größer als die B-Inseln und stimmen in der\nZusammensetzung ihrer Zellen sowie deren Granulagröße überein. Die\nMitochondrien sind kleiner als im exokrinen Pankreas. In den vorliegenden\nUntersuchungen konnte eine endokrine Pankreasinsel beobachtet werden, die fast\nzu gleichen Teilen aus A- und D-Zellen bestand. Diese, in der verfügbaren\nLiteratur so noch nicht beschriebene Insel, konnte nur bei einer Wildpute in\nder 8. Lebenswoche beobachtet werden. Auch die B-Inseln stellen sich bei Haus-\nund Wildpute im Bezug auf Größe sowie Gestalt der Granula ähnlich dar. Sie\nwerden von wenigen bindegewebigen Fasern umgeben und besitzen ebenfalls im\nVergleich zum exokrinen Pankreas kleine Mitochondrien. Bei beiden Putenlinien\nkönnen APP Zellen beobachtet werden. Auch in der Ausprägung der Typ IV Zellen\nkonnten keine Unterschiede zwischen Haus- und Wildpute festgestellt werden.\nDie Granula weist im Gegensatz zu der der anderen Pankreaszellen eine stark\nbikonkave Form, keinen hellen Hof und keine Membran auf. Somit kann\nfestgestellt werden, dass zwischen B.U.T. Big 6- und WCT- Puten keine\ngrundsätzlichen Unterschiede in der Morphologie der Darmanhangsdrüsen\nbestehen.
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Scores Codex et Gemma par catégorie
| Catégorie | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Métarecherche | 0,001 | 0,001 |
| Méta-épidémiologie (sens strict) | 0,003 | 0,004 |
| Méta-épidémiologie (sens large) | 0,004 | 0,002 |
| Bibliométrie | 0,015 | 0,018 |
| Études des sciences et des technologies | 0,003 | 0,002 |
| Communication savante | 0,001 | 0,005 |
| Science ouverte | 0,004 | 0,002 |
| Intégrité de la recherche | 0,004 | 0,004 |
| Charge utile insuffisante (le modèle a refusé de juger) | 0,002 | 0,006 |
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