Vom Nutzen eines Campinghockers
Bibliographic record
Abstract
Liebe Leserin, lieber Leser, kennen Sie das auch? Sie würden ja gern die guten Ratschläge zur Kommunikation befolgen, sich zu jedem Patienten hinsetzen und ihm zuhören. Aber Sie scheitern dabei an simplen organisatorischen Hindernissen. Mit diesem Problem stehen Sie nicht allein da: Dr. Daniel Wolpaw von der Uniklinik in Cleveland, Ohio, geht es ähnlich. Er ist dort zuständig für die klinische Ausbildung der Studenten und schildert den typischen Ablauf einer Visite so: Die Gruppe aus Ärzten und Studenten marschiert ins Krankenzimmer und drängt sich um das Bett. Alle schauen herab auf den Patienten. Entsprechend belehrend sind dann die Gespräche: kurze Fragen und Antworten, eine Mini-Vorlesung – und wieder raus aus dem Zimmer. Mit ihren Computern dagegen kommunizieren Ärzte entspannt im Sitzen, Aug' in Auge mit Formularen und Eingabemasken. Vor den Bildschirmen verbringen sie im Durchschnitt deutlich mehr Zeit als am Patientenbett. Dr. Wolpaw vermutet, dass der Grund dafür nicht nur die ausufernden Dokumentationspflichten sind, sondern auch die ungünstige ”Topografie“ am Krankenbett. Er bemühte sich, das zu ändern – und verhalf einem schlichten Campinghocker zu neuen Ehren im renommierten New England Journal of Medicine (2011; 365: 2052–2053). Dr. Wolpaws Anliegen: Ärzte sollten mit dem Patienten auf Augenhöhe sprechen – im wahrsten Sinne des Wortes. Einfach war das nicht: Das Bett des Patienten ist tabu, vorhandene Stühle sind meist besetzt oder voll mit Kleidung, Taschen etc. Dr. Wolpaw hockte sich also irgendwie neben dem Bett auf den Boden – bis ihm die rettende Idee kam: sein klappbarer Campinghocker. Den brachte er von nun an zu jeder Visite mit. Und musste nicht mehr das halbe Zimmer umräumen, um sich bequem auf Augenhöhe unterhalten zu können. Im Lauf der Zeit bekam das Utensil auch eine wichtige Rolle in der Lehre: Bevor Dr. Wolpaw mit Assistenzärzten und Studenten ein Krankenzimmer betrat, konnte er den Hocker an jemanden weiterreichen. Derjenige war dann an der Reihe, sich ans Bett zu setzen und mit dem Patienten ein gutes Gespräch zu führen. Dr. Wolpaw fasst seine Erfahrungen so zusammen: ”Sitting down at the bedside helps us to not look away.“ Der Campinghocker – ein Symbol für den Willen, sich auf den konkreten Patienten einzulassen. Und vielleicht eine lohnende Investition auch für deutsche Stationen? Weitere praxistaugliche Ideen wünschen wir Ihnen beim Lesen dieses Hefts! Ihre Herausgeber und Ihre Redaktion Herausgeber P. Galle, Mainz G. Geldner, Ludwigsburg A. Königsrainer, Tübingen F.-G. B. Pajonk, Göttingen Experten-Panel P. Berlit, Essen S. Bleich, Hannover J. Bossenmayer, Stuttgart H.- P. Bruch, Lübeck M. Christ, Nürnberg B. Debong, Karlsruhe T. Hemmerling, Montreal D. F. Hollo, Celle J. Riemann, Ludwigshafen Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern, Hannover Redaktion Dr. Daniela Erhard Georg Thieme Verlag KG Rüdigerstraße 14 74069 Stuttgart E-Mail: legeartis@thieme.de
Fetched live from OpenAlex and de-inverted. Abstracts are not stored in this database: the inverted indexes are 8.6 GB of the frame’s 9.3 GB of text, and the host has 13 GB free.
How this classification was reachedexpand
Full frame distilled prediction
Teacher imitationNot calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. Learned from the 10,348 direct Codex labels and 10,348 direct Gemma labels. Candidate is the union of thresholded teacher heads; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels or direct frontier model labels.
Codex and Gemma teacher scores by category
| Category | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Metaresearch | 0.004 | 0.003 |
| Meta-epidemiology (narrow) | 0.001 | 0.001 |
| Meta-epidemiology (broad) | 0.002 | 0.000 |
| Bibliometrics | 0.000 | 0.001 |
| Science and technology studies | 0.003 | 0.001 |
| Scholarly communication | 0.000 | 0.001 |
| Open science | 0.001 | 0.001 |
| Research integrity | 0.001 | 0.003 |
| Insufficient payload (model declined to judge) | 0.005 | 0.038 |
Machine scores (provisional)
The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.
Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.
score_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from itClassification
machine, unvalidatedMachine predicted; both teacher heads agree on what is shown here.
How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".