Bibliographic record
Abstract
Einleitung 1 Die Ästhetisierung der WeltWelt ist nicht einfach, sondern sie wird gemacht.Darauf weist bereits die Etymologie hin, die das gotische ‚wer' (Mann) und ‚alt' (zeugen, nähren, wachsen) miteinander kombiniert (Stelzer 2020, 61).Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, wenn Gottfried Kellers Texte ‚Welt wollen', 1 ist die Gewissheit einer ganzen, einheitlichen, in sich geschlossenen und dadurch wohlgeordneten Welt längst Geschichte.Im Poetischen Realismus kalkuliert Keller folglich wie andere Autor*innen auch nicht mit der Welt im Singular, sondern mit Welten im Plural.Seine Welten sind unter dieser Prämisse verschiedentlich Gegenstand der Forschung geworden.Insbesondere haben Die Leute von Seldwyla im Sinne verkehrter Welten Energien gebündelt.2 Doch auch das Sinngedicht 3 oder Der grüne Heinrich 4 sowie Martin Salander 5 sind mit Bezug auf ihre pluralen Welten verhandelt worden.In allen seinen Texten, insbesondere den Erzähltexten, die im Zentrum des Bandes Kellers Welten stehen, spielen Fragen der Welthaftigkeit eine prägnante Rolle, mehr noch: Keller baut Welten und reflektiert diesen Prozess in der Art und Weise seiner Weltbildung, so wäre eine Tendenz der Forschung auf den Punkt zu bringen.Die Welten, von denen Kellers Texte erzählen, sind einerseits von der Erfahrung zunehmender Divergenz geprägt, die in der historischen Ungleichzeitigkeit der Industrialisierung mit ihren unterschiedlichen Geschwindigkeiten und immer stärker auseinandertretenden Lebensverhältnissen eine sozial-und kulturgeschichtliche Entwicklung beschreibt (bes.Plumpe 1996; Jameson 2013, So lautete das Motto der Zürcher Tagung zu Kellers 200.Geburtstag in Zürich, das einen Brief von Keller an Josef Widmann vom 27.Januar 1881 aufgreift: "Am Ende ist es uns aber wohler, wenn wir nicht zu viel von der Welt wollen und das, was sie uns freiwillig gibt, als gelegentlichen Fund betrachten.Ich bin mit den Novellen, deren Sie Erwähnung tun, auch in einer Schwulität.Ich muß den größten Teil noch schreiben, während sie gedruckt werden, obschon sie seit 25 Jahren projektiert sind."(GB III.1, 230) Die "Bescheidenheitslaune" (ebd.)istdas deutet der zitierte Kontext andabei keinesfalls frei von Selbstinszenierung, wenn es darum geht, was von der Welt und der eigenen poetischen Produktion zu erwarten ist.
Fetched live from OpenAlex and de-inverted. Abstracts are not stored in this database: the inverted indexes are 8.6 GB of the frame’s 9.3 GB of text, and the host has 13 GB free.
How this classification was reachedexpand
Full frame machine prediction
Teacher imitationNot calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. The Gemma side is a direct model label for every work in the frame, read from the title-only record. The Codex side is a classifier learned from the 10,348 direct Codex labels and calibrated to design-weighted sample rates; fields without enough sample support carry no Codex call. Candidate is the union of the two sides; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels.
Distilled classifier scores by category (both heads)
| Category | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Metaresearch | 0.001 | 0.002 |
| Meta-epidemiology (narrow) | 0.001 | 0.000 |
| Meta-epidemiology (broad) | 0.001 | 0.000 |
| Bibliometrics | 0.002 | 0.002 |
| Science and technology studies | 0.003 | 0.001 |
| Scholarly communication | 0.005 | 0.003 |
| Open science | 0.001 | 0.005 |
| Research integrity | 0.001 | 0.003 |
| Insufficient payload (model declined to judge) | 0.322 | 0.199 |
Machine scores (provisional)
The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.
Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.
score_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from itClassification
machine, unvalidatedMachine predicted; a candidate call from one source (direct Gemma or distilled Codex), not a consensus.
How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".