MétaCan
Menu
Back to cohort
Record W4403057974 · doi:10.1055/s-0044-1789731

Perioperative, immunsuppressive Therapie mit Tacrolimus im Rahmen von Darmresektionen bei Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn – eine retrospektive, unizentrische Analyse

2024· article· de· W4403057974 on OpenAlexaboutno aff
Markus Beck, Niklas Schomburg, Max B. Albers, Detlef K. Bartsch, Jan Granseyer, Thomas M. Gress, Christian Bauer

Bibliographic record

VenueZeitschrift für Gastroenterologie · 2024
Typearticle
Languagede
FieldBiochemistry, Genetics and Molecular Biology
TopicInflammatory Bowel Disease
Canadian institutionsnot available
Fundersnot available
KeywordsMedicineGynecology

Abstract

fetched live from OpenAlex

Am Universitätsklinikum Marburg wird eine perioperative Immunsuppression mit intravenösem Tacrolimus für 10-14 Tage bei Patient*innen mit MC im Rahmen einer Darmresektion durchgeführt. Ziel ist es, die entzündliche Aktivität am Darm zu reduzieren und so die Integrität der Anastomose zu stärken und postoperativen Komplikationen vorzubeugen. Diese Form der perioperativen Immunsuppression mit Tacrolimus bei MC-Patient*innen wurde unserer Kenntnis nach bislang in der Literatur nur unzureichend untersucht. Daher ist das übergeordnete Ziel der vorliegenden Arbeit die retrospektive Auswertung dieser Therapieanwendung. Es soll hierbei nach Hinweisen gesucht werden, ob diese Intervention zu einem Schaden und/oder einen Nutzen für die Patient*innen geführt hat. Die Arbeit wurde methodisch in zwei Teile aufgegliedert. Im ersten Teil wurde die Studienpopulation sowie die pharmakologischen Aspekte der Tacrolimus-Therapie näher beschrieben. Weiterhin wurde explorativ nach Unterschieden zwischen Patient*innen mit und ohne Tacrolimus-Therapie gesucht. Im zweiten Teil wurde mittels der logistischen Regressionsanalyse eine spezifische Hauptfragestellung genauer untersucht. Ziel war hier herauszufinden, ob es Hinweise für einen Einfluss der Tacrolimus-Therapie auf die Auftretenswahrscheinlichkeit von postoperativen infektiösen Komplikationen gibt. 86 Patient*innen wurden in unsere Studie eingeschlossen. 30 Patient*innen (34,88%) erhielten Tacrolimus perioperativ, 56 Patient*innen (65,12%) erhielten keine Tacrolimus-Therapie. Tacrolimus wurde im Median mit 1mg/Tag über einen Zeitraum von 11 Tagen verabreicht. Der Tacrolimus-Serumspiegel wurde insgesamt bei ca. 23 % der Patient*innen bestimmt und betrug im Median 12 µg/l. UAW traten bei drei Patient*innen auf. Neurologische UAW, wie Parästhesien und Kopfschmerzen, waren dabei die häufigsten. Bei drei Patient*innen wurde die Dosierung angepasst, bei zwei Patient*innen musste die Therapie pausiert und bei einer Person abgebrochen werden. Es zeigten sich signifikante Unterschiede hinsichtlich des Krankheitsverhaltens zwischen Patient*innen mit und ohne Tacrolimus-Therapie. So hatten Patient*innen mit Tacrolimus-Therapie signifikant häufiger präoperativ Abszesse und/oder Fisteln. Diese Unterschiede spiegelten sich auch in signifikanten Unterschieden hinsichtlich der Montreal-Klassifikation wider, bei der Patient*innen mit Tacrolimus-Therapie präoperativ häufiger ein penetrierendes und seltener ein striktuierendes Krankheitsverhalten aufwiesen. Schwere Komplikationen wie eine präoperative Sepsis lagen ebenfalls häufiger bei Patient*innen mit Tacrolimus-Therapie vor. Laborchemisch und klinisch wiesen Patient*innen mit einer Tacrolimus-Therapie zudem signifikant häufiger Zeichen einer aktiven Inflammation auf. Antibiotika und Steroide wurden präoperativ signifikant häufiger bei Patient*innen mit einer Tacrolimus-Therapie eingesetzt, Biologika wie das Infliximab dagegen signifikant seltener. Patient*innen mit Tacrolimus-Therapie wurden signifikant häufiger mit einer dringlichen Indikation operiert und auch signifikant häufiger postoperativ auf einer Intensiv- oder Intermediate-Care Station betreut. Weiterhin war der stationäre Aufenthalt signifikant länger bei Patient*innen mit Tacrolimus-Therapie. Im Hinblick auf postoperative Komplikationen wurde bei Patient*innen mit Tacrolimus-Therapie signifikant häufiger eine intraabdominelle Flüssigkeitsansammlung festgestellt. Ansonsten gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen Patient*innen mit und ohne Tacrolimus-Therapie bezüglich postoperativer Komplikationen. Im weiteren poststationären Verlauf gab es ebenfalls keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des Auftretens von Rezidiven oder des endoskopischen Entzündungsstatus im Sinne des Rutgeerts-Scores. In der simplen Regressionsanalyse identifizierten wir die präoperative Sepsis, eine ASA-Wert größer oder gleich 3, die Dringlichkeit der Operation, die Anlage eines Stomas, den CRP-Wert bei Aufnahme, das Geschlecht, die postoperative Dauer und ein Aufenthalt auf der Intensiv- oder Intermediate-Care Station als signifikante Einflussfaktoren auf postoperative infektiöse Komplikationen. Tacrolimus zeigte keinen signifikanten Zusammenhang zu dem Auftreten von postoperativen infektiösen Komplikationen. Auch in der multiplen Regressionsanalyse zeigten sich keine Hinweise für einen positiven oder negativen Einfluss von Tacrolimus auf die postoperativen infektiösen Komplikationen. Der CRP-Wert bei Aufnahme, die Anlage eines Stomas, das Geschlecht, die postoperative Dauer des stationären Aufenthaltes, der ASA-Wert größer oder gleich 3, sowie die Dringlichkeit der Operation zeigten sich auch in der multiplen Regression als signifikante Einflussfaktoren. Unter Berücksichtigung der geringen Fallzahl und der damit einhergehenden Limitationen kann aus dieser Arbeit vorsichtig der Schluss gezogen werden, dass wir in unserer Stichprobe keine Hinweise eines Effektes der Tacrolimus-Therapie auf das Auftreten von postoperativen infektiösen Komplikationen feststellen konnten. Tacrolimus wurde vornehmlich bei Patient*innen mit aktiv-komplizierten Verläufen und bereits vorbestehender Steroid-Therapie eingesetzt. UAW traten selten auf und es konnten keine schwerwiegenden UAW mit Tacrolimus in Verbindung gebracht werden. Für eine genauere Beurteilung der Tacrolimus-Therapie in diesem perioperativen Setting sind jedoch Studien mit größerer Fallzahl notwendig. Für weitere Untersuchungen kann diese Arbeit als Grundlage genutzt werden.

Fetched live from OpenAlex and de-inverted. Abstracts are not stored in this database: the inverted indexes are 8.6 GB of the frame’s 9.3 GB of text, and the host has 13 GB free.

How this classification was reachedexpand

Full frame distilled prediction

Teacher imitation

Not calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. Learned from the 10,348 direct Codex labels and 10,348 direct Gemma labels. Candidate is the union of thresholded teacher heads; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels or direct frontier model labels.

metaresearch head score (Codex)0.001
metaresearch head score (Gemma)0.000
Version: codex-gemma-dda1882f352aValidation status: machine_predicted_unvalidated
Candidate categoriesMeta-epidemiology (narrow)
Consensus categoriesMeta-epidemiology (narrow)
DomainCandidate signal: none · Consensus signal: none
Study designCandidate signal: Observational · Consensus signal: Observational
GenreCandidate signal: Empirical · Consensus signal: Empirical
Teacher disagreement score0.245
Threshold uncertainty score1.000

Codex and Gemma teacher scores by category

CategoryCodexGemma
Metaresearch0.0010.000
Meta-epidemiology (narrow)0.0020.001
Meta-epidemiology (broad)0.0010.001
Bibliometrics0.0000.001
Science and technology studies0.0010.001
Scholarly communication0.0010.000
Open science0.0010.001
Research integrity0.0010.001
Insufficient payload (model declined to judge)0.0010.001

Machine scores (provisional)

The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.

Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.

Opus teacher head0.009
GPT teacher head0.274
Teacher spread0.265 · how far apart the two teachers sit on this one work
Validation statusscore_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from it

Classification

machine, unvalidated

Machine predicted; both teacher heads agree on what is shown here.

Study designObservational
Domainnot available
GenreEmpirical

How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".

Quick stats

Citations0
Published2024
Admission routes1
Has abstractyes

Explore more

Same venueZeitschrift für GastroenterologieSame topicInflammatory Bowel DiseaseFrench-language works237,207