New European Security Theory: Zur Emergenz eines neuen europäischen Forschungsprogramms
Bibliographic record
Abstract
Diese Ausgabe derZeitschrift für Internationale Beziehungen ist die erste, die ganz in München entstanden ist.Nachdem sich die Hoffnung auf eine Redakteursstelle einstweilen zerschlagen hat, hat sich nun die neue Redaktion konstituiert.Die Arbeit ist auf mehrere Schultern verteilt worden.Der Redaktion gehören nun sechs Mitglieder an.Alexander Heppt koordiniert das tägliche Redaktionsgeschäft.Das vorliegende Heft zeigt, wie wir uns die ZIB in Zukunft vorstellen: Wir wollen die zehnjährige Tradition der ZIB fortführen und zugleich ihr Profil durch die Förderung wissenschaftlicher Debatten schärfen.Die thematische und theoretisch-methodische Bandbreite der Aufsätze ist Programm: Andreas Fischer-Lescano und Philip Liste untersuchen das Verhältnis von Politik und Recht in der Weltgesellschaft und zeigen, wie »Völkerrechtspolitik« betrieben wird.Damit verbinden sie rechtssoziologische, völkerrechtliche und politologische Fragestellungen.Als Grenzgänger zwischen den Disziplinen fördern sie, so ist zu hoffen, den interdisziplinären Dialog.Martin Höpner analysiert die europäischen Integrationsversuche im Bereich der Unternehmenskontrolle.Das jüngste Scheitern einer europäischen Übernahmerichtlinie führt er auf zwei Konfliktlinien, eine parteipolitische und eine nationale, zurück.Einerseits erklärt er damit das Abstimmungsverhalten im Europäischen Parlament, andererseits wagt er eine Prognose über die weitere Harmonisierung der Unternehmenskontrolle.Jochen Walter untersucht schließlich den Systembegriff in den Internationalen Beziehungen.Er kritisiert, dass die Verwendung der Systemmetapher zu Setzungen führt, die der empirischen Analyse und dem theoretischen Denken in den Internationalen Beziehungen enge Grenzen setzen.Ein an Niklas Luhmann orientierter Systembegriff, so sein Argument, könnte dieses Problem lösen und zu innovativen Forschungsfragen führen.Auch im Literaturbericht wird eine aktuelle wissenschaftliche Kontroverse aufgegriffen: Olivier Minkwitz diskutiert konkurrierende Erklärungen, warum demokratische Staaten Kriege häufiger gewinnen als nicht-demokratische.Als Zwischenergebnis dieser Debatte hält er fest, dass das Konzept der »militärischen Macht« unterdeterminiert ist und um Aspekte des Regimetyps ergänzt werden muss.Das Forum dient der kritischen Auseinandersetzung mit ZIB-Beiträgen und prägnanten Interventionen zu laufenden Debatten.In diesem Heft ist das Forum ganz der Kontroverse um Andreas Behnkes provokanten Artikel »9/11 und die Grenzen des Politischen« aus der ZIB 1/2005 gewidmet.Benjamin Herborth sowie Oliver Flügel und Anna Geis bemängeln die einseitige dekonstruktivistische Lesart der Texte führender liberaler Theoretiker und kritisieren den Rückgriff des Autors auf Carl Schmitt.In seiner Antwort weist Behnke eine essentialistische Interpretation von Editorial 208 Schmitts Schriften zurück und wirft seinen Kritikern vor, ihn von einem Standort zu kritisieren, den er zu überwinden versuche.Die Heftigkeit der Auseinandersetzung zeigt zumindest eines: dass Behnke mit seiner Kritik an den Reaktionen liberaler Denker auf die Terroranschläge des 11.September 2001 einen Nerv des liberalen Projektes getroffen hat und die Exklusionsproblematik im Liberalismus einer sorgfältigen Erörterung bedarf.Mit dem Symposium zur Integrationstheorie knüpfen wir an frühere Symposien der ZIB an, insbesondere an das zu den Folgen des internationalen Terrorismus (ZIB 1/2004).Die Idee ist, führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die über ähnliche Probleme arbeiten, zusammenzubringen und über ein herausragendes Ereignis und seine Konsequenzen für die Disziplin Internationale Beziehungen diskutieren zu lassen.Damit soll einerseits die Vielfalt wissenschaftlicher Perspektiven deutlich gemacht, andererseits aber auch zu einer verstärkten Kommunikation innerhalb der Disziplin beigetragen werden.Die Ablehnung des Europäischen Verfassungsentwurfs in Frankreich und den Niederlanden scheint uns so ein »herausragendes Ereignis« zu sein, das für die Entwicklung der Integrationsforschung wichtig werden könnte.Die Frage liegt nahe, ob die Krise der Integration, die von Politikern und Politikerinnen wieder beschworen worden ist, auch eine Krise der Integrationstheorie ist, und wie sich zukünftig die Integrationsforschung entwickeln wird.Im Rahmen der »Offenen Sektionstagung« im Oktober 2005 in Mannheim stellten fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Thesen vor, die wir in diesem Heft dokumentieren.Auch die Idee von Tagungsberichten ist nicht neu in der ZIB.Wir wollen diese Rubrik aber ausbauen und kontinuierlicher über Konferenzen und Workshops berichten lassen.Davon versprechen wir uns mehr Transparenz und einen besseren Überblick über Entwicklungen und Tendenzen in unserer Disziplin -und an ihren Rändern -sowie bessere Möglichkeiten für eine intensivere Kooperation und Vernetzung.In diesem Heft wird von Tagungen über Intersubjektivität und internationale Politik, über das Verhältnis von Wissenschaft, Gesellschaft und Politik sowie über ein neues Forschungsprogramm zur europäischen Sicherheitstheorie berichtet.Dass die Redaktion bei den Tagungsberichten, ebenso wie bei allen anderen Rubriken der ZIB, zu verstärkter Mitarbeit der Sektion und ihrer Mitglieder einlädt, braucht nicht eigens betont zu werden.7 Siehe schon Kantorowicz alias Gnaeus Flavius (1906) und von Jhering (2003: 5).8 Zu einer Auflistung einzelner Autoren der German School ist Klabbers (2003) instruktiv.9 Diese secondary rules -Erkenntnisregel, Änderungsregel und Entscheidungsregel -sind für Hart (1961) essenziell für die Selbstorganisation entwickelter Rechtssysteme. 10 Umfassend:
Fetched live from OpenAlex and de-inverted. Abstracts are not stored in this database: the inverted indexes are 8.6 GB of the frame’s 9.3 GB of text, and the host has 13 GB free.
How this classification was reachedexpand
Full frame machine prediction
Teacher imitationNot calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. The Gemma side is a direct model label for every work in the frame, read from the title-only record. The Codex side is a classifier learned from the 10,348 direct Codex labels and calibrated to design-weighted sample rates; fields without enough sample support carry no Codex call. Candidate is the union of the two sides; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels.
Distilled classifier scores by category (both heads)
| Category | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Metaresearch | 0.009 | 0.007 |
| Meta-epidemiology (narrow) | 0.001 | 0.000 |
| Meta-epidemiology (broad) | 0.001 | 0.001 |
| Bibliometrics | 0.004 | 0.003 |
| Science and technology studies | 0.003 | 0.019 |
| Scholarly communication | 0.009 | 0.014 |
| Open science | 0.001 | 0.005 |
| Research integrity | 0.004 | 0.005 |
| Insufficient payload (model declined to judge) | 0.008 | 0.001 |
Machine scores (provisional)
The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.
Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.
score_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from itClassification
machine, unvalidatedMachine predicted; a candidate call from one source (direct Gemma or distilled Codex), not a consensus.
How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".