Bibliographic record
Abstract
Schon seit der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ist auch Deutschland mit der kulturhistorischen Forschung der amerikanischen Arktis verbunden. Von ganz besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang Franz Boas, dessen ethnographische Arbeiten in der Zentralarktis Amerikas langanhaltende Wirkungen gehabt haben. Noch immer besitzt die kulturhistorische Erforschung der Arktis, die unterdessen vor allem ein Anliegen der Archäologie geworden ist, eine besondere Faszination. Das liegt nicht nur an ökologisch ungewöhnlichen und tatsächlich weitgehend extremen Situationen, sondern vor allem auch an den unbestreitbar eindrücklichen technischen Leistungen der Bewohner der Arktis, die augenscheinlich zum Überleben notwendig gewesen sind. Dazu kommt aber auch, wie wir unterdessen wissen, dass sich eine ganze Reihe aus kulturellen Faktoren entwickelter Verhaltensmodelle im weitesten Sinne in den vorgegebenen extremen, aber randlichen Räumen recht gut archäologisch testen lassen. Offenbar liegt das vor allem daran, dass die Zahl mancher relevanter Faktoren sich hier stark von allein reduziert und dass die Bewegungsrichtungen von Veränderungen eher erkennbar werden als im Bereich von allseitig kulturell offenen Räumen. Dabei ist freilich sofort festzuhalten, dass ganz ohne Zweifel die arktische Umwelt auch mit dazu führt, dass die Gesamtsituation nicht von ihr abgelöst werden kann. Es wäre also gewiss falsch, hier gewonnene kulturhistorische Interpretationsergebnisse auf andere Gebiete übertragen zu wollen. Möglich scheint dagegen das Überprüfen archäologischer Arbeitsmethoden im Zuge der Quellenbergung und der Quelleninterpretation. Betont werden muss aber auch, dass gegenwärtig die deutsche Forschung nur in geringem Umfang an der Rekonstruktion der kulturhistorischen Abläufe der amerikanischen Arktis mitwirkt. Die Hauptarbeit dazu haben vor allem die arktischen Nationen geleistet: die USA in Alaska, Kanada in Yukon Territory, in den Northwest Territories, in Quebec und auf New Foundland und Dänemark in Grönland, das wir kulturhistorisch zu Amerika zu rechnen haben. Doch schon Angehörige dieser Nationen haben jeweils in arktischen Regionen außerhalb ihrer Länder gearbeitet und neben ihnen Franzosen, Briten, Schweizer und eben auch Deutsche. Der Autor dieses Beitrages hatte seit 1960 theoretisch und seit 1965 auch durch praktische Tätigkeit im Gelände Gelegenheit, sich an den Arbeiten zu beteiligen. Die latenten Wurzeln dieses Interesses reichen freilich noch weiter zurück. Dabei stand im Vordergrund zunächst die Problematik der frühesten menschlichen Adaption an subarktische und arktische Verhältnisse, die folgerichtig die Wanderung kultureller Faktoren über die Beringbrücke hinweg nach Amerika einschloß. Eigene Grabungen zu diesen Fragen konnten in Europa und Südamerika ausgeführt werden, die aber nur geeignet waren, Ansatzpunkte der Diskussion zu bilden. Dazu kamen umfangreiche Materialaufnahmen in Europa und Amerika auf zahlreichen Reisen. Als sich dabei erkennen ließ, dass das Problem der älteren Kulturentwicklung in der Arktis nur in großen internationalen Programmen mit Aussicht auf Erfolg angegangen werden könne und auch finanziell zu erheblichem Aufwand führen müsse, lag es nahe, sich konkreter mit leichter zu fassenden jüngeren Fragen zu beschäftigen. Eine ganze Reihe von glücklichen Umständen führte dazu, dass von Tübingen aus eine Plangrabung im hocharktischen Banks Island durchgeführt werden konnte, die weitere Einsichten und vor allem das Sammeln konkreter Daten in besonders extremer Situation ermöglichte. In Zukunft wird sich auch hier für uns das Problem denkmalpflegerischer Arbeiten stellen, die die rasche Erschließung der Arktis auch im deutschen Interesse mit sich bringt, und an denen wir uns unbedingt zu beteiligen haben werden.
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How this classification was reachedexpand
Full frame distilled prediction
Teacher imitationNot calibrated prevalence, not ground truth. Human validation pending. Learned from the 10,348 direct Codex labels and 10,348 direct Gemma labels. Candidate is the union of thresholded teacher heads; consensus is their intersection. These outputs are machine_predicted_unvalidated and are not human labels or direct frontier model labels.
Codex and Gemma teacher scores by category
| Category | Codex | Gemma |
|---|---|---|
| Metaresearch | 0.001 | 0.000 |
| Meta-epidemiology (narrow) | 0.000 | 0.000 |
| Meta-epidemiology (broad) | 0.001 | 0.000 |
| Bibliometrics | 0.000 | 0.000 |
| Science and technology studies | 0.007 | 0.001 |
| Scholarly communication | 0.000 | 0.000 |
| Open science | 0.000 | 0.001 |
| Research integrity | 0.001 | 0.001 |
| Insufficient payload (model declined to judge) | 0.010 | 0.064 |
Machine scores (provisional)
The two teacher heads of the student model, read on this work. A score orders the frame for review; it never asserts a category, and the validation status ships verbatim with every row.
Baseline scores from an immature model (maturity gate not passed, 7 training rounds). Scores rank; they never assert a category.
score_only:v0-immature-baseline · verbatim from the scoring run: score_only means the number may rank works, and no category label ships from itClassification
machine, unvalidatedMachine predicted; both teacher heads agree on what is shown here.
How this classification was reached, model by model and score by score, is at the end of the page under "How this classification was reached".